News

Hotlist 2014 – die besten Bücher aus unabhängigen Verlagen

Die zehn besten Independent-Bücher des Jahres sind gewählt. Per Publikumsvoting wurden online drei Titel der Hotlist 2014 ausgewählt. Sieben weitere Titel benannte die Jury, der auch in diesem Jahr Literaturkritikerinnen, Literaturkritikern und andere Buchmenschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angehören. Die 2009 gegründete Hotlist zeigt alljährlich anhand besonders herausragender Bücher die Qualität und Vielfalt aus der Produktion unabhängiger Verlage des deutschsprachigen Raums.
Die Verlage, deren Bücher auf die Hotlist 2014 gewählt wurden, haben jetzt die Chance auf die Verlagspreise der Hotlist, die während der Frankfurter Buchmesse verliehen werden. Der Hauptpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und würdigt die verlegerische Leistung. Das gilt ebenso für den Melusine-Huss-Preis, der von Buchhändlerinnen und Buchhändlern bestimmt wird. Der Gewinner dieses Preises erhält einen Druckgutschein im Wert von 4.000 Euro, den auch in diesem Jahr wieder die Freiburger Graphischen Betriebe stiften.
Beim Publikumsvoting 2014 wurden 7197 Stimmen abgegeben (Im Jahr 2013 waren es 4731).

Das ist die Hotlist 2014 (alphabetisch)

Arco Verlag: James Hanley, Fearon, Roman
AvivA Verlag: Lili Grün, Mädchenhimmel!, Gedichte und Geschichten
binooki: Emrah Serbes, junge verlierer, Erzählungen
Droschl: Lydia Davis, Kanns nicht und wills nicht, Erzählungen
Eichenspinner Verlag: Günter Saalmann, Fiedlerin auf dem Dach, Roman
Krug & Schadenberg: Emma Donoghue, Zarte Landung, Roman
Lars Müller Publishers: Andri Pol, Menschen am CERN, Reportage-Bildband
Reprodukt: Mawil, Kinderland, Graphic Novel
Verbrecher Verlag: Sarah Schmidt, Eine Tonne für Frau Scholz, Roman
Weidle Verlag: Carl Nixon, Settlers Creek, Roman

Weitere Infos hier: http://www.hotlist-online.com/

Das Hamburger Theater Festival

Vom 28. September bis zum 30 November bringt das Hamburger Theater Festival acht Produktionen aus Wien, Zürich, Berlin und München/Gent im Thalia Theater, im Schauspielhaus, auf Kampnagel und im St. Pauli Theater auf die Bühnen. Gezeigt werden u.a. „Die Perser“ in der Regie von Dimiter Gotscheff, eine Produktion des Deutschen Theaters in Berlin, „Die letzten Zeugen“ von Doron Rabinovici und Matthias Hartmann, eine Produktion des Burgtheaters Wien und „Zwischenfälle“ in der Regie von Andrea Breth, ebenfalls eine Produktion des Burgtheaters Wien. Das vollständige Programm, die Spielstätten und –zeiten gibt es hier: hamburgertheaterfestival.de.

Deutscher Buchpreis 2014 - Die sechs Romane der Shortlist

Die Jury des Deutschen Buchpreises hat die sechs Finalisten des vielbeachteten Wettbewerbs für 2014 bekannt gegeben:

Thomas Hettche: Pfaueninsel (Kiepenheuer & Witsch, September 2014);
Angelika Klüssendorf: April (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2014);
Gertrud Leutenegger: Panischer Frühling (Suhrkamp, März 2014);
Thomas Melle: 3000 Euro (Rowohlt. Berlin, August 2014);
Lutz Seiler: Kruso (Suhrkamp, September 2014);
Heinrich Steinfest: Der Allesforscher (Piper, März 2014).

Wiebke Porombka, Sprecherin der Jury zum Deutschen Buchpreis 2014, kommentierte die Shortlist so: „Wenn Sprache denjenigen gegeben wird, die am Rande unserer und anderer Gesellschaften stehen oder womöglich schon aus ihnen herausgefallen sind, dann wird Literatur zum Weg in eine Freiheit – eine emotionale, eine gedankliche und manchmal sogar in eine ganz konkrete. Die sechs Autorinnen und Autoren der Shortlist 2014 führen uns mit sprachlicher Brillanz ihre Figuren in all ihrer Würde vor Augen, sie erweitern dabei unseren Blick auf das Leben und unsere Gegenwart und justieren ihn neu“.

Vergeben wird der Deutsche Buchpreis am 6. Oktober 2014 im Kaisersaal des Frankfurter Römers zum Auftakt der Buchmesse. Der Preisträger erhält 25.000 Euro, die fünf Finalisten jeweils 2.500 Euro.

11. Hamburger Theaternacht

Am 13. September laden 42 Bühnen in Hamburg bis 1.00 Uhr mit einem tollen Programm zur 11. Hamburger Theaternacht. 15.000 Besucher werden zu dem Festival erwartet. Zu sehen gibt es Ausschnitte aus aktuellen und kommenden Produktionen, es wird gesungen, getanzt, improvisiert, musiziert, gelesen, geweint und gelacht. Als Ausgangspunkt in die Theaternacht fungiert auch in diesem Jahr die Open-Air-Bühne am Jungfernstieg, wo Yared Dibaba durch ein vielseitiges Programm führen wird. Am Jungfernstieg starten und enden alle Busshuttle Linien und die Schiffsroute, durch die man die Festivalorte bequem und schnell erreichen kann. Die große Abschlussparty findet im Ohnsorg-Theater statt.
Alle Infos und das Programm gibt es hier: hamburger-theaternacht.de

Neue Zeitschrift für Kurzgeschichten

„Hammer + Veilchen“ ist der Titel einer neuen Literaturzeitschrift, die von Günther Emig und Peter Engel herausgegeben wird und Kurzprosa veröffentlichen wird. Die viermal jährlich erscheinenden „Flugschriften“ wird es als Papierversion gegen Portoersatz geben und als kostenlosen Download im Internet-Abo. Jahresbände werden als Book-on-demand publiziert. Die erste Ausgabe erscheint im September. Einen eigenen Text kann man per E-Mail an die Redaktion einreichen.

Die »25 schönsten deutschen Bücher« 2014

Die schönsten deutschen Bücher werden alljährlich in zwei Wettbewerben der Stiftung Buchkunst von Expertenjurys ausgewählt – 25 Bücher aus fünf Kategorien, die vorbildlich gestaltet, konzipiert und verarbeitet wurden, sind in diesem Jahr unter 803 eingesandten Titeln ausgewählt worden. In der Kategorie „Allgemeine Literatur“ erhielten die begehrte Auszeichnung der Rowohlt Verlag für Paul Austers „Winterjournal“ und Georg Kleins Roman „Die Zukunft des Mars“, der Weidle Verlag für das Reistagebuch „628 E8“ aus dem Jahr 1905 von Octave Mirbeau, die Büchergilde Gutenberg für „Making Friends in Bangalore. Mit dem Skizzenbuch in Indien“ von Sebastian Lörscher und der Rieman Verlag für „Das Allerletzte. Was Sie schon immer über den Tod wissen wollten“ von Marc Ritter und Tom Ising. Wer sich die 25 prämierten Bücher einmal ansehen möchte, geht in die Zentralbibliothek, in der die Titel ab dem 5. September in einer Ausstellung gezeigt werden.

Weitere Infos hier: http://www.stiftung-buchkunst.de/de/die-schoensten-deutschen-buecher/2014/

Meditativ voranschreitende Frauen in Burkas

Die finnische Schriftstellerin, Malerin, Filmemacherin und Performancekünstlerin Rosa Liksom ist in Deutschland vor allem mit ihrer Literatur bekannt geworden, zuletzt erschien im vergangenen Jahr ihr Roman „Abteil Nr. 6“ (DVA). Die Staats- und Universitätsbibliothek zeigt ab dem 10. September nun eine Ausstellung mit Fotos des „Burka Projekts“ der Künstlerin. Liksoms Fotoserie zeigt meditativ voranschreitende Frauen in Burkas vor nordischer Landschaft oder Burkaträgerinnen vor “Ikonen” europäischer Städte. Die Natur des Nordens sieht mit einer Burka anders aus und die Bilder eröffnen überraschende Perspektiven auf die Welt, die wir zu kennen glauben. “Die Perspektive wirkt frappierend und verändert uns, die Betrachter von Rosa Liksoms Bildern”, so formuliert es Professorin Anita Seppä von der Akademie der Bildenden Künste Helsinki. Die Ausstellung der Fotos ist im Gang zum Lichthof, 1. Etage, in der Staats- und Universitätsbibliothek noch bis zum 10. November zu sehen.

Tora – Talmud – Siddur

Erstmals wird in einer Ausstellung in der Staats- und Universitätsbibliothek die umfangreiche und bedeutende Sammlung hebräischer Handschriften vorgestellt. Mit ungefähr 550 Manuskripten gehört sie zu den großen Sammlungen weltweit. Dieser Reichtum verdankt sich der Sammelleidenschaft großer Gelehrter wie Conrad von Uffenbach, Christian Theophil Unger, Joachim Morgenweg und vor allem des Hamburger Professors und Pastors Johann Christoph Wolf. Besonders die Manuskriptkultur des deutschen Judentums ist mit wunderbaren Handschriften vertreten: seien es mittelalterliche Bibeln, Gebetbücher im Riesenformat, illuminierte Haggadot und Estherrollen, seien es mystische und magische, philosophische und wissenschaftliche Texte oder Zeugnisse der Alltagskultur und religiöser Riten in Hebräisch, Aramäisch, Jiddisch und Deutsch. Im Ausstellungsraum im Erdgeschoss der Staats- und Universitätsbibliothek wird eine Auswahl von 70 Handschriften gezeigt. Vom 21. bis zum 23. Oktober findet aus anlässlich der Ausstellung zudem eine öffentliche Konferenz zum Thema „Research on Hebrew Manuscripts – Status Quaestionis“ (21.-23. Oktober 2014) am Sonderforschungsbereich „Manuskriptkulturen in Asien, Afrika und Europa“ statt. Und ein reich bebilderter Katalog ist zu der Ausstellung auch erschienen. Die Eröffnung findet am Mittwoch, dem 17. September 2014 um 18.00 Uhr statt. Dr. Hans-Walter Stork (SUB) gibt einen Überblick über die Hebraica Sammlung, Dr. Irina Wandrey, Universität Hamburg, spricht eine Einführung in die Ausstellung. Ort: Staats- und Universitätsbibliothek, Von-Melle-Park 3, Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Buchhandlungskooperation erhält Julius-Campe-Preis 2014

Der Hoffmann und Campe Verlag vergibt 2014 zum dreizehnten Mal den Julius-Campe-Preis, ausgezeichnet wird in diesem Jahr an die Buchhandlungskooperation 5 plus, ein Verbund von acht unabhängigen, literarischen Buchhandlungen in Köln, Regensburg, Hamburg, München, Wien, Baden bei Zürich, Berlin und Freiburg. Mit der Auszeichnung werden Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet, die sich auf herausragende Weise literaturkritische oder literaturvermittelnde Verdienste erworben haben. Die Verleihung findet am Freitag, dem 10. Oktober, während der Frankfurter Buchmesse statt.

Die 20 Romane der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2014

176 Titel waren in der Auswahl, jetzt sind es noch 20, die für den Deutschen Buchpreis 2014 nominiert sind. „Auch wenn wir uns manch mittelmäßige Lektüre gern erspart hätten,“ erklärte Jurysprecherin Wiebke Poromka zur Veröffentlichung der sogenannten Lonlist, „so überwiegt nach gut vier mit Lesestoff dicht gefüllten Monaten die Begeisterung über starke, lustvolle Erzähler und Erzählerinnen, die sich schwerlich unter ein paar Schlagworte fassen lassen. Welthaltigkeit hatten wir uns von den eingereichten Titeln erhofft. Und gestoßen sind wir auf die verschiedensten Welten und Weltentwürfe und immer wieder konnten wir neu und anders und überraschend erleben, wie durch Sprache Welten nicht schlicht abgebildet, sondern allererst erschaffen wurden; beschädigte und irrwitzige Innenwelten genauso wie produktiv irritierende, vermeintlich ferne Außenwelten, die aber mitunter mehr über die Gegenwart erzählen als das vordergründig Nahe liegende. Wenn wir wiederum diesen so verschiedenen Romanen, wie wir sie für die Longlist ausgewählt haben, auf diesem Wege ein paar Schritte weiter in die Welt hinaus verhelfen könnten – es wäre uns eine Freude.“

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

Lukas Bärfuss: Koala (Wallstein, März 2014)
Ulrike Draesner: Sieben Sprünge vom Rand der Welt (Luchterhand, März 2014,)
Antonio Fian: Das Polykrates-Syndrom (Droschl, Februar 2014)
Franz Friedrich: Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr (S. Fischer, August 2014)
Thomas Hettche: Pfaueninsel (Kiepenheuer & Witsch, September 2014)
Esther Kinsky: Am Fluß (Matthes & Seitz Berlin, August 2014)
Angelika Klüssendorf: April (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2014)
Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand (Hanser, August 2014)
Martin Lechner: Kleine Kassa (Residenz, Februar 2014)
Gertrud Leutenegger: Panischer Frühling (Suhrkamp, März 2014)
Charles Lewinsky: Kastelau (Nagel & Kimche, August 2014)
Thomas Melle: 3000 Euro (Rowohlt.Berlin, August 2014)
Matthias Nawrat: Unternehmer (Rowohlt, März 2014)
Christoph Poschenrieder: Das Sandkorn (Diogenes, Februar 2014)
Lutz Seiler: Kruso (Suhrkamp, September 2014)
Saša Stanišić: Vor dem Fest (Luchterhand, März 2014)
Heinrich Steinfest: Der Allesforscher (Piper, März 2014)
Marlene Streeruwitz: Nachkommen. (S. Fischer, Juni 2014)
Feridun Zaimoglu: Isabel (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2014)
Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser (Rowohlt.Berlin, März 2014)


Im nächsten Schritt wählen die Juroren aus den Titeln der Longlist sechs Titel für die Shortlist aus, die am 10. September 2014 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.

Das 6. Harbour Front Literaturfestival

Festivalplakat
Festivalplakat des Harbour Front Literaturfestivals
Unter dem Motto „Auf, auf zu neuen Ufern“ wird der Hamburger Hafen vom 10. September bis zum 7. Oktober 2014 zum 6. Mal Treffpunkt nationaler und internationaler Autorinnen und Autoren aus der ganzen Welt. Es gibt rund 75 Veranstaltungen– darunter wie immer Buchpräsentationen der wichtigsten Neuerscheinungen des Herbstes. Neben Lesungen mit namenhaften deutschen Autorinnen und Autoren wie Sven Regener, Bernhard Schlink und Frank Schätzing finden sich auch internationale Größen in Hamburg ein, unter anderem Åke Edwardson, Karin Slaughter, Amy Tan, Stewart O`Nan und Romain Puértolas. Im Rahmen des Debütantensalons gibt es zudem acht Nachwuchsautorinnen und -autoren zu entdecken, unter denen am Ende des Festivals der mit 10.000 € dotierte Klaus-Michael Kühne-Preis ausgelobt wird. Auch der „beste Geschichtenerzähler“ wird bei dem Festival wieder ausgezeichnet: Hamburger Schülerinnen und Schüler entscheiden, welcher Autor das mit 3.000 € dotierte ‚Hamburger Tüddelband‘ erhält. Ihre Wahl fiel in diesem Jahr auf den Hamburger Finn-Ole Heinrich, der den Preis am 11. September 2014 aus den Händen der Schirmherrin Christine Kühne entgegen nehmen wird. Das Kinder- und Jugendbuchprogramm ist ebenfalls wieder fester Bestandteil des Festivals. Neu hingegen ist beim Harbour Front Literaturfestival 2014 die verlängerte Spielzeit bis zum 07. Oktober und die Ausweitung des Rahmenprogramms um eine Lesung, die monatlich in der Kühne Logistics University ‚THE KLU‘, unter dem Namen ‚Hafencity Salon‘ stattfindet.

Download

Harbour Front Literaturfestival, Programm 2014

Spuren jüdischer Geschichte in Hamburg

Wie nehmen Jugendliche die jüdische Geschichte in ihrem Stadtteil wahr? Was erfahren sie über ihre Umgebung und sich selbst? Das waren Ausgangsfragen für eine großartige Website von Hamburger Schülerinnen und Schülern, die unter Geschichtomat.de das jüdische Leben in Hamburg dokumentiert.

Weitere Infos hier: http://www.geschichtomat.de

NachLeseZeit - Offene Literaturkreise in der Buchhandlung Christiansen

Neugierige Leser treffen sich bei Christiansen in vier Literaturkreisen für Erwachsene und diskutieren Bücher zu den Themen "Klassiker eines Landes", "Werke eines Autors", "Junge europäische Literatur" und "Mythen".
Die Treffen finden monatlich statt. Neue Teilnehmer sind jederzeit willkommen!

Weitere Informationen in der Buchhandlung Christiansen, Bahrenfelder Str. 79, 22763 Hamburg, unter 040/3902072 oder unter buchhandlung-christiansen.de