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Mara-Cassens-Preis

Das neue Jahr beginnt im Literaturhaus schon traditionell mit einem Festakt: Am 10. Januar wird das beste Romandebüt 2016 mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird von einer ehrenamtlichen Leserjury vergeben, die sich 15 Mitgliedern des Literaturhauses e.V. zusammenfindet. 57 Romandebüts wurden zu dem Wettbewerb eingereicht. Wer den Preis bekommt, entscheidet sich im Dezember.
Literaturhaus, Schwanenwik 38, 19.30 Uhr, Eintritt frei. Um Anmeldung bis zum 16.12. unter Tel. 040-22702014 wird gebeten.

Bücherflohmarkt

Die Staats- und Universitätsbibliothek veranstaltet am 7. Dezember von 9.00 bis 19.00 Uhr einen Büchflohmarkt. Das riesige Bücherangebot umfasst alle Fachgebiete, wobei der Schwerpunkt auf den Geisteswissenschaften liegt. Die Bücher werden schon ab 1.- Euro verkauft, die Einnahmen werden für den Neuerwerb aktueller Literatur verwendet.

„klub katarakt“ auf Kampnagel

Zum zwölften Mal findet vom 18. bis zum 21. Januar auf Kampnagel das Internationale Festival für experimentelle Musik „klub katarakt“ statt. Vier Tage lang geht es musikalisch und visuell durch alle Disziplinen und über alle Hör- und Sehgewohnheiten hinaus. Auf dem Programm stehen u.a. Arbeiten von John Cage, Michael Maierhof, Éliane Radigue, Thomas Angersmit, Anton Kaun, F#X, Nia Son, Phuong-Dan und vielen mehr.
Weitere Infos hier: http://www.kampnagel.de

„Die zerbrochenen Spiegel“

Klaus Mann war schon früh von neuen Formen des Tanzens fasziniert, wie er sie von Nijinskij und Max Terpis kannte. 1926 verfasste Klaus Mann in Hamburg das Libretto „Die zerbrochenen Spiegel“, im Mittelpunkt steht „Prinz Narzissus“, der gern vor seinen Spiegeln posiert. Daneben treten Hofstaat, Kinder und Arbeiter auf, die ihm seine geliebten Spiegel zerschlagen. Zu diesen Figuren hatte ihn der Hamburger Tänzer Hans (später: Jean) Weidt inspiriert. Das dramatische Geschehen reflektiert sowohl die persönliche Verfassung des damals 21jährigen als auch soziale und politische Umstände der ausgehenden zwanziger Jahre. Tanzpantomimen, eine heute vergessene Hybridform zwischen Tanz und Theater, vertraten das „non plus ultra“, das Klaus Mann bei Max Reinhardt in Berlin kennen gelernt hatte und dem er auch in Hamburg begegnete.
Die expressionistische Tanzpantomime wurde zu Klaus Manns Lebzeiten nie aufgeführt. Nele Lipp, Tanzwissenschaftlerin und Regisseurin, entdeckte das Manuskript 2010 im Deutschen Tanzarchiv Köln und brachte es im gleichen Jahr In Hamburg zur Uraufführung. In der Staats- und Universitätsbibliothek wird am 22. November die Filmdokumentation der Tanzpantomime "Die zerbrochenen Spiegel" gezeigt. Eine Einführung spricht Nele Lipp.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, 18.00 Uhr Eintritt frei.

Von Algen und Kristallen, von Plejaden und Schmetterlingen

Die Staats- und Universitätsbibliothek zeigt vom 11. November 2016 bis zum 8. Januar 2017 im Ausstellungsraum im Erdgeschoss eine Ausstellung über die wissenschaftlichen Sammlungen der Universität Hamburg. Rund 40 wissenschaftliche Sammlungen gibt es an der Universität Hamburg – von A wie Anatomie bis Z wie Zoologie. Zum Teil sind die Objekte schon Hunderte oder gar Tausende Jahre alt, etwa in der Arbeitsstelle für Hamburgische Geschichte oder in der Mineralogischen Sammlung. Andere Objekte wiederum wurden erst vor wenigen Jahrzehnten geschaffen, wie die Sammlungsstücke des Computer-Museums.
Die Ausstellung gibt einen Einblick sowohl in die Bestände der Sammlungen, als auch in die Arbeitsbereiche des Sammelns, der Forschung mit und an Sammlungsobjekten und erläutert Aspekte des Erhaltens dieser großen Forschungsinfrastrukturen.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, der Eintritt ist frei.

Auszeichnung für Netzwerk der Literaturhäuser

Der Julius-Campe-Preis, den der Hoffmann und Campe Verlag verleiht, geht in diesem Jahr an das Netzwerk der Literaturhäuser. Mit der Auszeichnung werden Persönlichkeiten und Institutionen ausgezeichnet, die sich auf herausragende Weise literaturkritische und literaturvermittelnde Verdienste erworben haben. Der Preis ist mit 99 Flaschen edlen Weins und des bei Hoffmann und Campe erschienenen Faksimiles der „Französischen Zustände“ Heinrich Heines dotiert.
Die Verleihung findet am Freitag, dem 21. Oktober 2016 im Haus des Buches während der Frankfurter Buchmesse statt. Die Laudation hält der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil.

Literakula-Schreibwettbewerb „Schöne Bescherung!“

Zum Finale der Lesereihe Literakula sind alle Schreibinteressierten eingeladen, zur Feder zu greifen: Unter dem Motto „Schöne Bescherung!“ findet ein Kürzestprosa-Schreibwettbewerb statt. Gesucht werden Texte mit maximal 5000 Zeichen von Autor*innen, die aus Hamburg oder dem Hamburger Umland kommen. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2016.
Eine vierköpfige Jury bestehend aus der Autorin Julia Jessen, dem Autor Alexander Posch sowie den Literakula-Veranstaltern Dr. Konstantin Ulmer und Nina Dobrot wird die Texte sichten und die drei Favorirten auswählen. Die Siegertexte sollen auf der Abschlusslesung am 8. Dezember 2016 in der Osterkirche Bramfeld gelesen werden. Prominente Gastautorin der Abschlussveranstaltung der Literakula ist Doris Gercke. Sie wird ihren neuen Krimi „Wo es wehtut“ vorstellen.
Die Gewinner des Schreibwettbewerbs erhalten ein Buchpaket mit Büchern von Literakula-Autor*innen sowie je einen Büchergutschein im Wert von 50 Euro und Freikarten für eine Veranstaltung des Brakula.
Die Texte und Teilnahmebogen sind in digitaler Form per Mail einzureichen an: literakula(at)brakula.de
Weitere Infos hier: https://www.brakula.de/literakula/

Deutscher Buchpreis 2016 - Die Shortlist

178 Titel wurden von der Jury „gesichtet“, die zwischen Oktober 2015 und dem 20. September 2016 erschienen sind oder noch erscheinen. Nach den 20 Romanen der Longlist, haben Thomas Andre, Lena Bopp, Berthold Franke, Susanne, Jäggi, Christoph Schröder, Sabine Vogel und Najem Wali, die sieben Jurorinnen und Juroren, jetzt die sechs Titel der Shortlist bekanntgegeben.

Nominiert sind:
Reinhard Kaiser-Mühlecker: Fremde Seele, dunkler Wald (S. Fischer, August 2016)
Bodo Kirchhoff: Widerfahrnis (Frankfurter Verlagsanstalt, September 2016)
André Kubiczek: Skizze eines Sommers (Rowohlt Berlin, Mai 2016)
Thomas Melle: Die Welt im Rücken (Rowohlt Berlin, August 2016)
Eva Schmidt: Ein langes Jahr (Jung und Jung, Februar 2016)
Philipp Winkler: Hool (Aufbau, September 2016)

Die Verleihung des Deutschen Buchpreises 2016 findet am 17. Oktober in Frankfurt statt.

Hinter der Schriftstellerfamilie Mann

Eine Ausstellung des Goethe-Instituts Sao Paulo und des Buddenbrookhauses Lübeck geht den Spuren der Mutter von Thomas und Heinrich Mann nach, die Brasilianerin war und 1851 mitten im Urwald bei Rio de Janeiro geboren wurde. Der Weg von Julia da Silva-Bruhns verheiratete Mann, genannt Dodo, führte vom „Glück in den Tropen“ in das – für Thomas Mann - „mittelalterliche Lübeck“ und die Ehe mit dem Finanzsenator Mann. Nach dem frühen Tod des Senators 1891 zog es Julia Mann in die Bohèmestadt München. Sie führte ein Leben zwischen den Kulturen, das für das spätere Exil und Weltbürgertum ihrer Schriftstellersöhne Heinrich und Thomas sowie für dessen Künstlerkinder prägend war.
Die Ausstellung stellt die drei Lebensetappen Julia Manns in Brasilien, Lübeck und München mit Schwerpunkt auf Brasilien dar.
Kuratoren der Ausstellung sind Dr. Dieter Strauss, ehem. Leiter der Goethe-Institute von Sao Paulo und Santiago de Chile, und die Brasilianerin Maria A. Senne. Dieter Strauss publizierte u.a. „Oh Mann, oh Manns – Exilerfahrungen einer berühmten deutschen Schriftstellerfamilie“ (2011) und ist Mitherausgeber des Ausstellungskatalogs: „Julia Mann: Brasilien - Lübeck - München“ (1999). Zur Eröffnung einer Ausstellung am 14. September spricht Dr. Dieter Strauss über den Einfluss von Julia Mann auf das literarische Werk ihrer Söhne Thomas und Heinrich sowie ihres Urenkels Frido, des Lieblingsenkels von Thomas Mann.
Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky, Vortragsraum, 1. Etage, 18.00 Uhr Eintritt frei.

Günter Kunert – Das bildnerische Werk

Günter Kunert, er gilt als einer der bedeutendsten Lyriker der deutschen Literatur in den letzten Jahrzehnten, zeigt in der Freien Akademie der Künste eine Ausstellung mit seinem bildnerischen Werk. Die Eröffnung findet am 14. September um 14.00 Uhr statt. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei. Die Ausstellung wird bis zum 23. Oktober gezeigt, dienstags bis sonntags, 11.00 bis 18.00 Uhr. Eintritt: 5.-/3.- Euro.

„Flandziu“ über „Schwarze Literatur im 20. und 21. Jahrhundert“

Die Halbjahresblätter für Literatur und Moderne „Flandziu“, die im Hamburger Verlag Shoebox House von Jürgen Klein herausgegeben werden, widmen sich in der im Sommer neu erschienenen Ausgabe in Essays und Literatur u.a. von Claus-Artur Scheier, Thomas Bernhard, Gregor Szyndler Nora Gomringer, Michael Augustin, Wolfgang Koeppen, Friedhelm Rathjen und Dominic Angeloch dem „Schwarzen, Düsteren“ in der Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts.
Weitere Infos und Bestelladresse: www.shoboxhouse-verlag.de

André Georgi wird 2017 Inselschreiber auf Sylt

Das 17. Sylt-Quelle Literaturstipendium Inselschreiber erhält 2017 André Georgi. Er hat den Wettbewerb mit einer Geschichte über Caspar David Friedrichs Bild "Mönch am Meer" gewonnen. Das mit 2.000 Euro und einem zweimonatigen Aufenthalt auf Sylt dotierte Stipendium wird seit 2001 alljährlich von der Stiftung kunst:raum sylt quelle an deutschsprachige Autorinnen und Autoren vergeben, die bereits in Buchform publiziert haben. Thema der Ausschreibung war "Am Rand".

BKM Preis Kulturelle Bildung 2017 ausgeschrieben

Die Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters hat Spitzenorganisationen, Stiftungen und weitere Multiplikatoren eingeladen, ihre Vorschläge für den BKM-Preis Kulturelle Bildung 2017 einzureichen.
Der Preis wird im kommenden Jahr zum neunten Mal verliehen. Eine Fachjury wählt aus den Vorschlägen herausragende Projekte aus, die Kultur innovativ und beispielhaft vermitteln - auch an Menschen, die bisher kaum Zugang zu kulturellen Angeboten hatten.
Die Vorschlagsberechtigten können bis zum 31. Oktober 2016 jeweils maximal drei Vorschläge einreichen. Eine Fachjury wird anschließend die zehn besten Projekte auswählen, von denen sieben eine Nominierungsprämie in Höhe von 5.000 Euro erhalten. Die drei ersten Preise sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert.
Nähere Informationen sind auf der Website www.kulturstaatsminsterin.de abrufbar.

Fluchtpunkt Hamburg

Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di(VS) lädt geflüchtete Schriftsteller, Journalisten, Blogger und Medienschaffende in Hamburg dazu ein, Texte über die Ursachen und den Verlauf ihrer Flucht und über das Ankommen in Hamburg für eine Anthologie zu schreiben. Die Sprache kann selbst gewählt werden, Texte aus Fremdsprachen werden ins Deutsche übersetzt. Alle, die Ian dem Projekt teilnehmen möchten, sind ab August eingeladen, an jedem 1. Donnerstag im Monat an einer Schreibwerkstatt in der Zentralbibliothek teilzunehmen.

1. Termin: 1. August, Zentralbibliothek, Raum "Sprachen" in der Ebene 3, Hühnerposten 1, 17.00 Uhr – 18-30 Uhr, Eintritt frei.

Das Projekt wird unterstützt von f & w- fördern und wohnen und mit Mitteln der Kulturbehörde Hamburg.

„Ding Ding Ding“

Im Hamburger Textem Verlag ist eine neue Ausgabe der Zeitschrift „Kultur & Gespenster“ erschienen. Thema: „`DING DING DING´ Heimsuchung & Haushaltung“, für 16.- Euro erhältlich im Buchhandel oder direkt bei Textem. Zum Erscheinen gibt es am 4. Juni eine Party im Hamburger Vorwerkstift und 11. Juni um 12.00 Uhr einen Sektempfang im Rahmen von MISS READ: The Berlin Art Book Fair 2016, Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, Halle 1+2.

Weitere Infos hier: http://www.textem.de/kulturgespenster.html

Das Festival "Theater der Welt" gastiert 2017 in Hamburg

Das Festival ‚Theater der Welt‘, das als eines der bedeutendsten internationalen Festivals der darstellenden Künste in Deutschland gilt, wird im Jahr 2017 in Hamburg stattfinden. Hamburg hatte sich für das Eröffnungsjahr der Elbphilharmonie um die Austragung beworben und wird nun 2017 gleich zwei kulturelle Glanzlichter präsentieren können. Das Festival wird mit zahlreichen Theaterproduktionen aus allen Teilen der Welt einen einzigartigen Überblick über die Vielfalt des internationalen zeitgenössischen Theaters geben.
Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Theater der Welt“ ist ein Publikumsmagnet sowohl für die hamburgische Bevölkerung als auch für Gäste aus aller Welt und wird den ausgezeichneten Ruf Hamburgs als Theater- und Kulturstadt weiter stärken.“

Spuren jüdischer Geschichte in Hamburg

Wie nehmen Jugendliche die jüdische Geschichte in ihrem Stadtteil wahr? Was erfahren sie über ihre Umgebung und sich selbst? Das waren Ausgangsfragen für eine großartige Website von Hamburger Schülerinnen und Schülern, die unter Geschichtomat.de das jüdische Leben in Hamburg dokumentiert.

Weitere Infos hier: http://www.geschichtomat.de