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In was für einer digitalen Zukunft wollen wir leben?

Die Ausgangsfrage zu dem Symposium „Die kalifornische Herausforderung“ mit dem am 18. Februar das „Bucerius Lab“ auf Kampnagel eröffnet wird, ist „In was für einer digitalen Zukunft wollen wir leben?“ Das „Labor für Zukunftsfragen“ schließt an die Arbeit der Initiative „vernetzt# Wie wollen wir leben?“ an und thematisiert den digitalen Wandel. Beim Eröffnungssymposium sprechen u.a. Mercedes Bunz, Richard Barbrook, Sascha Lobo, Malte Spitz, Viktor Mayer-Schönberger über die „Digital-Kultur Kaliforniens“ und die Frage, wo wir in Europa stehen. Der Eintritt zu dem Symposium ist frei. ist frei.

Weitere Infos hier: http://www.vernetzterleben.de

5. deutsch-französische Kulturfestival arabesques

Das 5. deutsch-französische Kulturfestival arabesques präsentiert noch bis zum 27. Februar eine ganze Reihe von Konzerten, Lesungen, Ausstellungen, Theatervorführungen und mehr. Thema des Festivals ist „Les grands ports – Heimat und Exil“. Im Fokus stehen dabei die Themen Identität, Grenzen, Entfremdung und die Frage, wie mit Zivilcourage und Kritikfähigkeit ein verantwortungsvoller Umgang mit dem „Anderen“ gelebt werden kann. Literarische Highlights im Februar sind Lesungen mit Micaela Jary (18.2.), Rainer Moritz (19.2.) und ein Abend über die Krimiautorin Dominique Manotti (23.2.).

Weitere Infos hier: http://www.arabesques-hamburg.de

„KRASS – Kultur Crash Festival“.

Eine ganze Reihe von Performances, Theaterstücken, Installationen, Filmen und vieles mehr über Emigration und Flucht, über das Fremde im Eigenen und das Eigene in der Fremde steht vom 25. Februar bis zum 6. März bei „Krass“, dem „Kultur Crash Festival“ auf Kamnagel auf dem Programm. Eröffnet wird das Festival am 25. Februar u.a. mit dem Film „650 Wörter“ von Martina Priessner. Sie hat acht Menschen in der Türkei getroffen, die nach Deutschland kommen und zuvor das Goethe Zertifikat „Start Deutsch 1“ erwerben müssen - ein aktives Vokabular von 300 deutschen Wörtern und ein passives Vokabular von 650 Wörtern. Ebenfalls zur Eröffnung im Programm steht die Premiere von „Endless Hospitality“ der Theaterautorin Afsane Ehsandar, ein groteskes Drama über Flucht und eine Gefängniszelle als Sehnsuchtsort, das Philip Baumgarten mit einem internationalen Ensemble aus Tänzerinnen und Tänzern, Schauspielerinnen und Schauspielern für das Festival inszeniert. Im Ausstellungsprogramm steht u.a. eine Produktion von Mobile Albania (Gießen) und Pneuma Szöv (Budapest), die zu dem Festival ein „Paplament“ auf Kampnagel aufbauen – eine „Jurte aus Wahlpappen“, die zum Diskussionsraum, Begegnungsort und zur Manufaktur werden soll.

Weitere Infos hier: http://www.kampnagel.de/de/home/

Lessingtage 2016

300el × 50el × 30el
„300el × 50el × 30el“ von FC Bergman, Foto: Sofie Silbermann
„Um alles in der Welt“ geht es vom 23. Januar bis zum 7. Februar 2016 am Thalia Theater bei den Lessingtagen, die sich als Festival für eine kosmopolitische Kultur und weltoffene Gesellschaft verstehen, ausgehend von Lessings Ringparabel, die als Schlüsseltext der Aufklärung gilt. Zum Auftakt gab es in den Vorjahren eine große Eröffnungsrede, zuletzt von Richard Sennett, in diesem Jahr wird das Festival am 24. Januar um 11.00 Uhr im Thalia Theater erstmals mit einem „Bürgergipfel für das derzeit entstehende neue Hamburg“ eröffnet. Unter den Motto „Das Neue Wir“ gibt der Migrationsforscher Mark Terkessidis einen Impulsvortrag, dann sollen sich „Neu- und Altbürger an einer großen Tafel versammeln“, um über Themen wie „Arbeit & Demografie“, „Heimat & Diversity“, „Außen & Innenpolitik“ zu diskutieren. Auf dem Programm der Lessingtage stehen dann natürlich auch eine ganze Reihe von Theateraufführungen, u.a. gastiert das junge Künstlerkollektiv FC Bergman aus Antwerpen erstmals mit „300el × 50el × 30el“, einem international gefeierten Gesamtkunstwerk aus Theater, Performance, Film und Tanz in Hamburg. Schon traditionell gibt es eine „Lange Nacht der Weltreligionen“, diesmal zum Thema „Prophetie und Gerechtigkeit“, und für den 28. Januar steht auch eine Lesung im Programm: Nino Haratischwili stellt ihren vielgelobten Roman „Das achte Leben (Für Brilka)“ vor, eine Generationen umspannende Familiensaga, die im Georgien des Jahres 1900 einsetzt und bis ins Berlin des Jahres 2005 reicht.

„Wer Bücher findet, lese darin“

„Wer Bücher findet, lese darin“
Vom 6. November bis zum 3. Januar widmet sich eine Ausstellung in der Staats- und Universitätsbibliothek der Bibliothek der Jüdischen Gemeinde in Hamburg. 1909 gegründet überdauerte die Bibliothek die nationalsozialistische Schreckensherrschaft und gelangte noch während des Kalten Krieges auf verschlungenen Wegen zurück nach Hamburg. Ein 2012 geschlossener Depositumsvertrag zwischen der Jüdischen Gemeinde Hamburg und der Staats- und Universitätsbibliothek bildet die Grundlage für die Verzeichnung und Restaurierung des Bestandes.
Eröffnet wird die Ausstellung mit einem Vortrag von Dr. Miriam Rürup, Direktorin des Instituts der Geschichte der deutschen Juden, zum Thema „Vom Exil der Bücher, Annäherungen an ein Hamburger jüdisches Erbe“. Musik machen Aviv Weinberg (Gesang) und Daniel Seroussi (Klavier). Die Veranstaltung findet am 5. November um 18.00 Uhr im Vortragsraum im 1. Stock der Staats- und Universitätsbibliothek statt, die Ausstellung wird im Ausstellungsraum im Erdgeschoss gezeigt. Der Eintritt ist frei.

„Hamburger Politiker als DDR-Spione im kalten Krieg“

Eine Ausstellung, die ab dem 3. November in der Hauptbibliothek der Helmut Schmidt Universität gezeigt wird, geht den Spuren von Hamburger Politikern nach, die DDR Spione im kalten Krieg waren. Zur Eröffnung sprechen u.a. der Historiker Dr. Helmut Stubbe, Kurator Ausstellung, und Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdientes der ehemaligen DDR.
Weitere Infos hier: https://ub.hsu-hh.de/

Hotlist 2015 - Die Preisträger

Den Hauptpreis der „Hotlist 2015“,mit dem die 10 besten Bücher des Jahres aus unabhängigen Verlagen ausgezeichnet werden, ist zur Frankfurter Buchmesse an den Essayband „Risiko und Idiotie“ von Monika Rinck vergeben worden. des Fotografen Andri Pol mit Texten von Peter Stamm und Rolf Heuer vergeben worden. Erschienen ist das Buch bei KOOKbooks, der Verlag darf sich nun über ein Preisgeld von 5000 Euro freuen darf. Ebenfalls im Rahmen der „Hotlist“ haben Buchhändlerinnen und Buchhändler den „Melusine-Huss-Preis“ vergeben. Er ging an den Verbrecher Verlag für Anke Stellings Roman „Bodentiefe Fenster“.

Weitere Infos hier: http://www.hotlist-online.com

„Calcutta hören“

„Flandziu“, die von Jürgen Klein in Hamburg herausgegebenen „Halbjahresblätter für Literatur“, sind in diesen Tagen zum Thema „Reisen und Literatur im 20. Jahrhundert“ neu erschienen. Friedhelm Rathjen berichtet von „Arno Schmidts ausgefallener Reise auf die dänische Insel Fanö“, mit Karen Köhler geht es um den „Polarkreis“ in Süditalien, Ralph Dutli erzählt von „Russischen Dichtern in Venedig“, mit Uwe Herms kann man „Calcutta hören“ und Wolfgang Hegewald lädt zum „Adressbuchpuzzle“. Was sonst noch alles drinsteht, erfährt man hier: http://www.shoeboxhouse-verlag.de. „Flandziu“ kostet als Einzelheft 10.- Euro und im Jahresabonnement (zwei Hefte) 18.- Euro.

Uwe Kolbe wird Inselschreiber auf Sylt

Das 16. Literaturstipendium Sylter Inselschreiber erhält für das Jahr 2016 Uwe Kolbe. Er hat den Wettbewerb mit einer Prosaskizze und einem Gedicht über das Thema "Das Meer in uns" gewonnen. Das Stipendium wird seit 2001 alljährlich von der Sylt Foundation an deutschsprachige Autorinnen und Autoren vergeben, die bereits in Buchform publiziert haben. Neu für den Inselschreiber 2016: Dank einer Kooperation der Sylt Foundation mit dem Literaturhaus La Marelle in Marseille und dem Goethe-Institut darf der Gewinner zusätzlich zu dem zweimonatigen Aufenthaltsstipendium auf Sylt noch für einen weiteren Monat nach Marseille reisen.

Uwe Kolbe, 1957 in Berlin geboren, gilt als einer der großen Gegenwartslyriker der deutschen Literatur. Sein Debüt „Hineingeboren“ erschien 1980 im Aufbau Verlag. Es war der Auftakt zu bis heute über zehn Gedichtbänden, wobei Kolbe schon früh in der DDR wie in der Bundesrepublik bekannt war. 1988 übersiedelte er nach Hamburg, wo er heute, nach mehreren Stationen im In- und Ausland, wieder lebt. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Heinrich-Mann-Preis und 2006 mit dem Preis der Literaturhäuser.

Deutscher Buchpreis 2015 – Sechs Romane im Finale

Die sechs Romane der Shortlist 2015
„Die sechs von uns ausgewählten Romane sind bilanzierende Rückschau und kritische Bestandsaufnahme zugleich,“ meldete die Jury zum Deutschen Buchpreis 2015 mit Bekanntgabe der Shortlist. „Familiäre Fluchtwege und interkontinentale Flüchtlingsschicksale, einstige ideologische Kämpfe und der melancholische Abschied von solchen, Varianten männlicher Liebe und weiblichen Ringens mit der Macht“, das sind die Themen der sechs Romane im Finale. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 199 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2014 und dem 16. September 2015 erschienen sind.

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):
- Jenny Erpenbeck: Gehen, ging, gegangen, Knaus Verlag
- Rolf Lappert: Über den Winter, Carl Hanser Verlag
- Inger-Maria Mahlke: Wie Ihr wollt, Berlin Verlag
- Ulrich Peltzer: Das bessere Leben, S. Fischer Verlag
- Monique Schwitter: Eins im Andern, Droschl Verlag
- Frank Witzel: Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969, Matthes & Seitz


„Das Vertrauen in die Kraft der Fiktion als ein immer wieder wagnisreiches
Kräftemessen mit Sprache und Form“, kommentierte Jurysprecherin Claudia Kramatschek (freie Kritikerin), „verbindet alle sechs Roman.“ Erst am Abend der Preisverleihung am 12. Oktober erfahren die sechs Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.


103. Ausgabe von „Decision“ erschienen

Die Literaturzeitschrift „Decision“ ist im Sommer in der 103. Ausgabe erschienen und präsentiert eine kleine und feine Auswahl von Aufsätzen, literarischen Texten und Buchempfehlungen. Winand Herzog widmet sich bspw. in einer „Sprachreise“ dem „Fantern“, einem Wort, das sich „in keinem der gängigen Wörterbücher findet“, aber an zwei, drei Stellen im Werk von Arno Schmidt. Herausgegeben wird die Zeitschrift von Dr. Michael Weh. Die Bestelladresse und weitere Informationen findet man hier: decision-zeitschrift.de

Patricia Paweletz neu im Vorstand des LIT

Das Literaturzentrum Hamburg hat seinen Vereinsvorstand bestätigt: Jutta Heinrich bleibt 1. Vorsitzende, als Stellvertreter fungiert der Hamburger Schriftsteller Alexander Häusser. Ebenfalls im Vorstand bestätigt wurden Carola Ebeling, Jana Halamickova, Thomas Plaichinger und Michael Greif. Neu im Vorstand ist die Verlegerin und Autorin Patricia Paweletz.

Kerstin Nedhövel gewinnt AstroArtLiteraturwettbewerb 2015

Nach einer „stundenlangen, hitzigen Debatte“ über einen „Berg aus Bewerbungen“, wie es in der Presseerklärung heißt, stehen die Preisträgerinnen und Preisträger des AstroArtLiteraturwettbewerbs 2015 fest: Der AstroArt-Wanderpokal geht in diesem Jahr nach Essen. Kerstin Nethövel hat den Wettbewerb mit ihrem Text „Gastgeschenke“ gewonnen.

Zweitplatzierter ist der Berliner Autor Marc Anton mit seinem Text „Zwölf kleine Worte“, gefolgt von der Innsbrucker Schriftstellerin Johanna Klampfer, Suse Schröder und Dietmar Schubert. Schlossschreiberin im Bergedorfer Schloss wird die Berliner Autorin Suse Schröder, die nicht nur mit ihrem Text „Einmal im Leben“, sondern „vor allem mit ihrem Motivationsschreiben“ überzeugte.

Die Verleihung der Preise findet am 29. August ab 18.00 Uhr im Bergedorfer Schloss statt. Der Eintritt ist frei.


Das Festival "Theater der Welt" gastiert 2017 in Hamburg

Das Festival ‚Theater der Welt‘, das als eines der bedeutendsten internationalen Festivals der darstellenden Künste in Deutschland gilt, wird im Jahr 2017 in Hamburg stattfinden. Hamburg hatte sich für das Eröffnungsjahr der Elbphilharmonie um die Austragung beworben und wird nun 2017 gleich zwei kulturelle Glanzlichter präsentieren können. Das Festival wird mit zahlreichen Theaterproduktionen aus allen Teilen der Welt einen einzigartigen Überblick über die Vielfalt des internationalen zeitgenössischen Theaters geben.
Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Theater der Welt“ ist ein Publikumsmagnet sowohl für die hamburgische Bevölkerung als auch für Gäste aus aller Welt und wird den ausgezeichneten Ruf Hamburgs als Theater- und Kulturstadt weiter stärken.“

Spuren jüdischer Geschichte in Hamburg

Wie nehmen Jugendliche die jüdische Geschichte in ihrem Stadtteil wahr? Was erfahren sie über ihre Umgebung und sich selbst? Das waren Ausgangsfragen für eine großartige Website von Hamburger Schülerinnen und Schülern, die unter Geschichtomat.de das jüdische Leben in Hamburg dokumentiert.

Weitere Infos hier: http://www.geschichtomat.de