Donnerstag 03.05.2012


Lesung mit Peter Kurzek

„Vorabend“




Der 1943 in Böhmen geborene Romancier, Erzähler und Hörspielautor Peter Kurzek ist für sein Werk schon mit vielen und hoch angesehen Preisen ausgezeichnet worden: 1991 erhielt er den Alfred-Döblin-Preis, 1999 den großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und im Jahr 2000 den Hans-Erich-Nossack-Preis, er wurde mit dem Preis der Literaturhäuser ausgezeichnet, dem Kranichsteiner Literaturpreis und erhielt die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main. Auch die Literaturkritik feiert den Autor mit jedem Buch als Ausnahmeerscheinung der deutschen Gegenwartsliteratur und sucht dafür Vergleiche mit den großen Schriftstellern der deutschen Literaturgeschichte. Doch für das große Lesepublikum in Deutschland ist Peter Kurzek bis heute ein zu entdeckender Autor geblieben. Der Grund dafür dürfte sein, dass er den Lesern seiner Romane eine Chronologie und vordergründige Handlung verweigert. Er selbst bezeichnet sein Schreiben als „Galvanisier-Anstalt für Zeit, Erinnerungen und jede Art innerer Bilder“. Alle Romane von Peter Kurzeck handeln von ihm selbst, wobei es ihm gelingt in seinen Büchern einen kunstvollen Strom von Erinnerungen, Wahrnehmung und Assoziationen zu einer Art poetischen Chronik zu verknüpfen. Seit Mitte der neunziger Jahre arbeitet Kurzek an dem groß angelegten autobiographisch-poetischen Projekt „Das alte Jahrhundert“. Vier Bände sind bisher erschienen: „Übers Eis“ (1997, „Als Gast“ (2003), „Ein Kirschkern im März“ (2004) und „Oktober und wer wir selbst sind“ (2007). Im Rahmen des „Paschen Literatursalons“ liest Peter Kurzek nun aus seinem vielgelobten, im letzten Jahr neu erschienen Roman „Vorabend“. Moderation: Denis Scheck.

Ort: Stilwerk, Große Elbstraße 68, 19.00 Uhr. Eintritt frei. Um Anmeldung an literatursalon@paschen.de wird gebeten.