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Veranstaltungen

Dienstag, 12.06.2012


Literatur Altonale

„Im Kasten“

Jens Sparschuh
Jens Sparschuh, Foto: Schleyer Autorenarchive

Ein „ebenso riskantes wie unterhaltsam erhellendes Unternehmen“ feierte Eberhard Falcke für „Die Zeit“ mit dem neuen Roman „Im Kasten“ von Jens Sparschuh, „ein funkelndes Stück literarischer Hochkomik“ erkannte die Jury des Leipziger Buchpreises zur Nominierung des Romans, während Kolja Mensing für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ „eine Satire auf den Zwang zum Aufräumen“ gelesen hat, die ihrem Autor „leider sehr ordentlich geraten ist“. So verschieden können die Urteile über einen Roman ausfallen. Erzählt wird die Geschichte von Hannes Felix, der seine Frau los ist: Monika konnte sein sprödes Verhalten nicht mehr ertragen und packte ihren Koffer – für Felix leider auf völlig falsche Weise. Sein Versuch, Ordnung in den wüsten Kofferinhalt zu bringen, gab ihr den Rest und ihm die Gelegenheit, seine Vision von der optimalen Ordnung des Lebens künftig ganz ungestört umzusetzen. Jens Sparschuh erzählt von einem obsessiven Charakter und einem kollektiven Phänomen mit hohem Wiedererkennungseffekt: der Beschäftigung mit Strategien, das Leben und die Dinge effizient zu ordnen. Das nämlich macht der hochneurotische Don Quichotte Felix fortwährend und bemerkt gar nicht, wie ihm sein Leben dabei in eine immer schlimmere Schieflage gerät. Jens Sparschuh stellt „Im Kasten“ im Theatersaal des Augustinums vor. Moderation: Heidemarie Ott.

Veranstalter: Literatur Altonale. Ort: Augustinum, Neumühlen 37, 19.00 Uhr. Eintritt: 12.- Euro.


Lesung mit Sten Nadolny

„Weitlings Sommerfrische“

Jens Sparschuh
Sten Nadolny, Foto: Eckhard Waasmann
Als Sten Nadolnys historischer Roman über den Seefahrer und Nordpolforscher John Franklin 1983 erschien, vor inzwischen also fast 30 Jahren, wurde er zu einem internationalen Bestseller und sein Titel zum geflügelten Wort: „Die Entdeckung der Langsamkeit“. So erfolgreich war Sten Nadolny danach nie wieder, und auch sein neuer Roman „Weitlings Sommerfrische“, so mutmaßt der „Focus“, ist zwar „ein reizvolles Experiment, das schön und mit philosophischem Tiefsinn erzählt ist“, dürfte kaum das Potential zu einem Bestseller haben. Ein pensionierter Richter aus Berlin, Wilhelm Weidling, steht im Zentrum des Romans, der seine Urlaube in einem ehemaligen Haus der Familie am Chiemsee verbringt. Dort lagert auch sein Segelboot, das er jedoch nur noch selten nutzt, denn: „In der Regel fand er das Segeln ein bisschen langweilig. Es diente hauptsächlich als Beweis dafür, dass ein Boot in Ordnung und dicht war. Freude machte hingegen die Pflege eines Bootes. Kein Wunder, dass die Eigner mehr Zeit unter ihren Booten verbrachten als in ihnen und auf dem Wasser. Ihre Klage, sie kämen vor lauter Instandhaltung nicht zum Segeln, war ein wichtiger Teil des Genusses.“
Als Weitling das Boot dann doch einmal nutzt, kentert es in einem Sommergewitter. Er kommt nur knapp mit dem Leben davon, muss aber feststellen, dass etwas außerhalb jeder Vorstellungskraft mit ihm passiert ist: Sein Unfall hat ihn fünfzig Jahre in die Vergangenheit zurückgeworfen. Neugierig, aber auch mit sanfter Kritik begleitet er den Jungen, der er einmal war, durch die Tage nach dem Sturm. Wer ist er damals gewesen? Und wie konnte aus diesem Menschen der werden, der er heute ist? Muss er die Erinnerung an seine Eltern, seine erste Liebe, seine Berufswahl, sein ganzes Leben revidieren? Und wird er zu seiner Frau und in sein altes Leben zurückkehren dürfen? Im Literaturhaus stellt Sten Nadolny „Weitlings Sommer- frische“ vor. Moderation: Elmar Krekeler.

Veranstalter: Literaturhaus. Schwanenwik 38, 19.30 Uhr. Eintritt: 10.-/8.- Euro.


Lesung

„Mama Cool“

Wiebke Busch liest aus ihrem neu erschienenen Roman über eine Werbetexterin, die zusammen mit ihrem Freund beschließt, das Party-Leben zu beenden und ein Baby zu bekommen. Cool bleiben wollen die Beiden dabei aber auch, was gar nicht so leicht ist.

Veranstalter: Mathilde – Literatur und Café. Bogenstr. 5, 20.15 Uhr. Eintritt: 5.- Euro.


Lesung

„Die goldene Gans im Schlaraffenland“

Von verzweifelten Köchen, Kellnern mit Schwimmflügeln, grillenden Griechen und den sinnlichen Freuden der Sprossenzucht erzählt der Hamburger Autor und Foodstylist Stevan Paul in seinem Buch „Monsieur, der Hummer und ich“. Zum Erscheinen der Taschbuchausgabe und im Vorfeld des im Herbst neu erscheinenden Buches „Schlaraffenland“ lädt das Restaurant Goldene Gans zu einer Lesung mit Stevan Paul und zu einem Menü.

Veranstalter: Literatur Altonale. Ort: Restaurant Goldene Gans, Rothestraße 70, 20.00 Uhr. Eintritt: 46,50 Euro (inkl. 4 Gänge Menü, Lesung, Crémant & Kaffee).


Lesung

Klein Erna

Lange war sie weg, dann hat der Altonaer Verlag Ellert & Richter für ihr Comeback gesorgt: Klein Erna, die Hauptfigur etlicher Witze und Erzählungen, die in Hamburg über Jahrzehnte zum Allgemeingut gehörten. Zur Literatur Altonale wird das Klein-Erna-Personal lebendig – mit dem Schauspieler-Duo Christine Jensen und Wolfgang Kramer, das von Klein Erna erzählt und bekannte Hamburger Lieder anstimmt.

Veranstalter: Literatur Altonale. Ort: Buchhaus Weiland im Mercado, Ottenser Hauptstr. 10, 20.45 Uhr. Eintritt: 8.-/6.50 Euro.


Lesung

„Jägerschlacht“

Offener Poetry Slam. Lesezeit: 5 Minuten. Lesen kann, wer sich kurz vor der Veranstaltung in die Leseliste eintragen lässt.

Veranstalter: Kampf der Künste. Ort: Grüner Jäger, Neuer Pferdemarkt 36, 20.30 Uhr. Eintritt: 4.- Euro.


Lesung

„Eine Art historischer Phantomschmerz

Konzepte territorialer Ordnung in der Zwischenkriegszeit.“ Vortrag von Ulrike Jureit.

Veranstalter: Hamburger Institut für Sozialforschung, Mittelweg 36, 20.00 Uhr. Eintritt frei.