Veranstaltungen

Freitag, 09.02.2018


Lesung

»Mörderjagd mit Inselblick«

Christiane Franke liest aus ihrem Kriminalroman.

Speicherstadtmuseum, Am Sandtorkai 36, 19.30 Uhr, € 13,–
Reservierung unter Tel.: 040-321191 oder info@speicherstadtmuseum.de


Krimi-Lesung

»Liebe - Der Weg zum Tod« & »Das Dienstverhältnis«

Alexandra Krebs und Kim Rylee lesen aus ihren neuesten Krimis.

Jussi - Mein skandinavisches Krimi-Buch-Café, Lehmweg 35, 19.30 Uhr


Poetry Slam

Zeise Latenight Poetry Slam

Kurze Texte, bei denen keine Langeweile aufkommt, stehen im großen Saal des Zeise-Kinos auf dem Programm. Moderation: David Friedrich.

Kampf der Künste im Zeise Kino, Friedensallee 7-9, 22.30 Uhr, € 6.-


Lesung und Konzert

Esther Bejarano & Microphone Mafia




Esther Bejarano überlebte Auschwitz als Musikerin im weiblichen Häftlingsorchester, dem «Mädchenorchester von Auschwitz”. Zeitlebens hat sie sich für den Kampf gegen das Vergessen stark gemacht. Im Rahmen der jährlichen Woche des Gedenkens zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus liest sie in der Alten Fabrik des Museums der Arbeit aus ihren Erinnerungen. Im Anschluss gibt die 1924 geborene Esther Bejarano gemeinsam mit der Microphone Mafia ein Konzert. Mit dabei sind ihr Sohn Joram und Kutlu Yurtseven, Sohn türkischer Einwanderer aus Köln. Kutlu Yurtseven rappt und Esther Bejarano singt deutsche, englische, französische und jiddische Texte.

Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Verbraucherschutz, Freunde des Museums der Arbeit e.V. im Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, € 5.-


Nachruf

„Plötzlich ein anderer Raum“

Der Hamburger Autor und Literaturveranstalter Rüdiger Käßner ist am 2. Februar nach langer Krankheit verstorben. Wir trauern um einen engagierten Mitstreiter und sehr geschätzten Kollegen, der eine Institution in der Hamburger Literatur war, ob als Autor, Veranstalter oder Multiplikator. Lange Zeit gehörten die Mails mit seinen Veranstaltungstipps für viele zum Alltag, in den letzten Jahren hat er sich dann auf das konzentriert, was ihm besonders am Herzen lag: die Weblesungen und seine Lesereihe „Harburger Auslese“. Für die Weblesungen, die der ausgebildete Fotograf und studierte Literaturwissenschaftler und Soziologe seit 20 Jahren im Auftrag der Behörde für Kultur und Medien veranstaltete, hat er im wöchentlichen Wechsel Podcasts mit Hamburger Autorinnen und Autoren produziert, anfangs noch als „Hamburger Literaturtelefon“. Das Archiv umfasst heute hunderte von Lesungen. Bei seiner Lesereihe „Harburger Auslese“ hatte der „Experte für literarische Qualität“ (Hamburger Abendblatt) in den letzten Jahren so ziemlich jede und jeden mit Rang und Namen in der Hamburger Szene zu Gast. Dass er selbst als Autor angetreten war, ging bei seinem Engagement für Literatur manchmal fast schon unter. 1995 hat er einen Förderpreis für Literatur der Hansestadt Hamburg erhalten, seine Erzählungen sind in Zeitschriften und Anthologien erschienen, und er hat seine Texte auch oft und gern vorgelesen. Texte, in denen „hinter der Verlorenheit der städtischen Alltagstristesse plötzlich ein anderer Raum aufschimmert, die polychrome Magie der Zweitwelt, das Stelldichein von neurotischen Obsessionen, Phantasie und jener Art Realität, die möglicherweise die wahrere ist“, wie sein Schriftstellerkollege Christoph Ernst einmal schrieb. Der letzte eigene Podcast von Rüdiger Käßner auf LiteraturinHamburg.de ist die Erzählung „Jazz“ aus dem vergangenen Herbst, ein Abschiedsgeschenk und ein Hinweis auf die Spuren, die wir hinterlassen.
Hier kam man sich „Jazz“ anhören: Rüdiger Käßner: Jazz »