Heute, 18.08.2022


Hafenlesung Extra

Polen im Fokus

Gemeinsam mit der Regisseurin und Produzentin Emilie Girardin und im Rahmen des 50. Jubiläum des Deutsch-Polnischen-Gesellschaft Hamburg e.V. präsentiert die Hafenlesung eine Extraausgabe, bei der polnisch-schlesische Kultur im Fokus stehen wird.

Zbigniew Rokita, Journalist und Historiker, Dariusz Zalega, Historiker und Autor, und die Hamburger Autorin Mia Raben lesen und erzählen. Wie gewohnt, gibt es kostenlose vegane Köstlichkeiten, die in der Pause und nach der Lesung serviert werden.

➝ Nachtasyl, Alstertor 1, 20.00 Uhr, € 5,–


»Diasporic Echoes« mit Musa Okwonga und Maxym Pustovit

»Es ging immer nur um Liebe«

Musa Okwonga
Musa Okwonga, Foto: Phil Dera
Selten hat es in Europa eine so große Welle der Solidarität und Offenheit gegenüber Schutzsuchenden gegeben, wie sie aktuell im Kontext des russischen Angriffskriegs in der Ukraine zu spüren ist. Das Sommerfestival auf Kampnagel präsentiert in einer Veranstaltungsreihe Autor:innen und Musiker:innen, die von Umbruchzeiten und Vertreibung, von der Suche nach Zugehörigkeit, und von globalen politischen und familiären Verflechtungen erzählen. An diesem Freitag stellt Musa Okwonga seinen neuen Roman »Es ging immer nur um Liebe« (mairisch Verlag) vor. Im Anschluss gibt es ein Konzert mit Maxym Pustovit.

Der britisch-ugandische Autor Musa Okwonga erzählt in seinem autofiktionalen Roman davon, wie es ist, in Berlin anzukommen und sich dort als Person of Colour zurechtzufinden, wie es ist, Freund:innen zu finden, Fußball zu spielen, sich zu verlieben und wieder zu trennen, die Magie des Voodoos zu erfahren, Kuchen zu essen und als Autor zu arbeiten. Es ging immer nur um Liebe ist ein berührender, persönlicher und poetischer Text über Dating, Liebe und Sexualität, über Rassismus und Entfremdung, über Verlust und Selbstakzeptanz. Und über die Suche nach einer Heimat, nach einem Ort, an dem man sich wohl und geborgen fühlt und an dem Hautfarbe keine Rolle spielt, irgendwo zwischen Uganda, London und Berlin.

Der Jazz-Trompeter und Komponist Maxym Pustovit war vor dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine weltweit auf Tour. Seitdem lebt er in Hamburg. Mit UNIHORN präsentiert er nach der Lesung virtuose Sounds zwischen Jazz Lounge und Deep House.

Es folgen Lesungen und Konzerte mit Behrouz Boochani und Alexei Volinchik (19.08.), Dmitrij Kapitelman und Tayfun Guttstadt (20.08.), JJ Bola und Jean Jannochkin (25.08.), Gianni Jovanovic 20 junge Musiker:innen aus der Ukraine (26.08.), Duygu Agal und Rania Badri (27.08.).

Hier finden Sie die Programmübersicht:
kampnagel.de

➝ Kampnagel, Waldbühne, Jarrestr. 20, 18.30 (Lesung) und 20.30 Uhr (Konzert), Eintritt frei

Der Hafen liest

»Mein ungebügeltes Leben«

Conny Schramm liest aus ihrem autobiografischen Roman.

? Fischhalle Harburg, Kanalplatz 16, 19.00 Uhr, € 12, –

Biergarten-Lesung mit Karsten Lieberam-Schmidt

»Wie ich beschloss, niemals wieder die Welt zu retten«

Karsten Lieberam-Schmidt liest sein »skurriles Roadmovie in Kurgeschichtenform«, ein Märchen für Erwachsene und einen Kurzkrimi.

? BeLaMi Bergedorf, Holtenklinker Straße 26, 20.30 Uhr, Eintritt frei

Jüdischer Filmclub mit dem Regisseur Yair Qedar

»Amos Oz. Das vierte Fenster«

Hinter dem internationalen Erfolg von Amos Oz, Inbegriff des israelischen Gewissens und in 45 Sprachen übersetzter Schriftsteller, lauert eine doppelte Tragödie. Als er zwölf Jahre alt war, beging seine Mutter Selbstmord, und wenige Jahre vor seinem eigenen Tod bezichtigte ihn seine jüngere Tochter, sie körperlich und seelisch misshandelt zu haben. Der Dokumentarfilm »The FourthWindow« von Yair Qedar präsentiert eine Reihe von Gesprächen mit der letzten Biografin des berühmten Schriftstellers, verwebt biografische Episoden, literarische Passagen und Äußerungen wichtiger Weggefährt:innen und lässt so Amos Oz seine letzte Geschichte erzählen.
Das Metropolis Kino zeigt den Film, ein Gespräch mit dem Regisseur Yair Qedar führt Sebastian Schirmeister.

➝ Jüdischer Filmclub im Metropolis Kino, Kleine Theaterstr. 10, 19.00 Uhr, € 9,–/5,–


Literatur in Hamburg