Mittwoch 04.03.2026


Ausgezeichnet!

Lesung der Hamburger Literaturpreisträger:innen

Die Preisträger:innen 2025, Foto: Thomas Panzau
Die Themen sind so vielfältig wie ihre formale Umsetzung und doch haben alle 12 Texte, um die es hier geht, etwas gemeinsam: sie wurden unter 288 Einreichungen ausgewählt und mit einem Hamburger Literaturpreis ausgezeichnet. Die Verleihung findet traditionell im Dezember im Literaturhaus statt, in der Zentralbibliothek stellen die Preisträger:innen ihre Texte jetzt vor.

Die begehrten Preise sind mit 8.000 Euro für Literatur und mit 4.000 Euro für Übersetzungen dotiert. Vergeben wurden 12 Preise in 8 Kategorien mit einer Gesamtsumme von 84.000 Euro. Viel entscheidender ist aber all der gute Stoff, der sich hinter diesen Zahlen verbirgt: Jegana Dschabbarowa, deren Debüt »Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt« (Zsolnay) als »Buch des Jahres« ausgezeichnet wurde, erzählt ihre eigene und die Geschichte der Frauen ihrer Familie ganz direkt und entlang ihres Körpers und verblüfft mit Eleganz und der Kraft ihres Erzählens. Die Journalistin und Autorin Eva Thöne wurde für »Weibliche Macht neu denken« (Hanser Berlin) mit dem »Sachbuchpreis der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS« ausgezeichnet. Das brillante Buch über eine Leerstelle im feministischen Diskurs beleuchtet die positiven Seiten und Potenziale von Macht und Erfolg und fragt, wie ein feministisches, gerechtes und solidarisches Handeln möglich werden kann.
Für Romanauszüge ausgezeichnet wurden Nicole Röndigs und Andreas Moster; mit einer Erzählung gewonnen hat Verena Carl; in der Kategorie »Lyrik, Drama Experimentelles« wurden die Autorinnengruppe »Mädchen vom Jupiter« und Till Raether ausgezeichnet; Juliane Pickel erhielt einen Preis für ein Jugendbuch und Noëlle Kröger für einen Comic. Mit Übersetzungen konnten sich Kirsten Gleinig, Corinna Popp und Nicolai von Schweder Schreiner durchsetzen.
Es ist ein höchst abwechslungsreicher Jahrgang mit Texten, die repräsentativ für das breite Spektrum des Literaturschaffens in Hamburg sind – und eine so unterhaltende wie glanzvollen Lesung erwarten lassen.

Zentralbibliothek, Hühnerposten 1, 19.00 Uhr, Eintritt frei, Anmeldungen an: kb-literatur@bkm.hamburg.de