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Mittwoch 22.04.2026


»Philosophisches Café« im Maria Sibylla Lotter

»Verwundbarkeit als Selbstbild«

Maria Sibylla Lotter, Foto: Anna Ziegler
Wer sich als Opfer sieht, kann heute mit Aufmerksamkeit und Empathie rechnen, während Sieger und Helden nicht mehr selbstverständlich als Vorbilder gesehen werden. Das ist die Ausgangsthese von »Opfer« (Hanser), dem neuen Buch der Philosophin Maria-Sibylla Lotter. Im Gespräch mit Wolfram Eilenberger stellt sie ihr Buch in der Reihe »Philosophisches Café« im Literaturhaus vor.

Den Wandel erklärt Maria-Sibylla Lotter, Professorin für Ethik und Ästhetik an der Ruhr-Universität Bochum, mit der weiten Verbreitung psychotherapeutischen Denkens und den vielfältigen Formen der Erinnerung an Opfer politischer Gewalt. Damit wird die Gesellschaft menschlicher, geht aber das Risiko ein, dass Menschen in der Opferrolle Handlungsfähigkeit und Autonomie einbüßen. Reden wir also zu schnell von Opfern? Müssen wir uns also besser darin üben, Konflikte und Verletzungen als unvermeidliche Erfahrungen zu akzeptieren?

»Philosophisches Café« im Literaturhaus, Schwanenwik 38, 19.00 Uhr, € 16,–/12,–, Streaming: € 6,–/Freikartenkontingent für Studierende



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