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Donnerstag 03.09.2026
Eva Menasse, Foto: Lena Giovanazzi
Lesung mit Eva Menasse
Zwischenbilanz eines Lebens
Schon ihr 2005 erschienenes Romandebüt »Vienna«, in dem Eva Menasse die fiktionalisierte Geschichte ihrer Familie erzählt, war ein vielfach gefeierter Bestseller. Es folgten Romane, Erzählbände und mehrere Literaturpreise. In »Alleinruhelage« (Kiepenheuer & Witsch) erzählt die 1970 in Wien geborene Schriftstellerin, die seit vielen Jahren in Berlin lebt, nun von einer Frau, die nach dem Ende der Ehe mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein dasteht. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen. Eva Menasse stellt ihren Roman im Literaturhaus vor. Moderation und Gespräch: Shirin Sojitrawalla.
Die nötige Hilfe ist quasi vom Himmel gefallen, Alla und Bolek aus Polen, zwei Kettenraucher, die alles können. Die Renovierungen und Rückschläge, die geplatzten Wasserleitungen und die Bosheiten der benachbarten Schrebergärtner lösen viele Erinnerungen und neue Erkenntnisse aus – und so manche Fallstricke der deutsch-deutschen Geschichte nimmt die Erzählerin womöglich als Wienerin in der doppelten Fremde genauer wahr. Dann beschließt sie, das geliebte Haus zu verkaufen, um noch einmal aus- und aufzubrechen aus ihrer »stabilen Alleinruhelage«.
Literaturhaus, Schwanenwik 38, 19.30 Uhr, € 14,–/10,–/Streaming € 6,–