Freitag, 01.04.2016


Performance mit Noah Sow

„Deutscher Humor“

In einer interaktiven Performance präsentiert die Konzeptkünstlerin, Autorin und Medienkritikerin Noah Sow ihr neues Buch, eine Anthologie mit einer Sammlung von „Meilensteinen typisch deutschen Humors“

Buchhandlung im Schanzenviertel, Schulterblatt 55, 20.00 Uhr, 3.- Euro.


Lesung

„Halbzeit“

Rolf Claussen präsentiert mit seinem „Soloprogramm für Spätberufene“ eine Collage aus eigenen Songs, Gedichten und Gedanken „eines Verwirrten in der Halbzeitpause des Lebens“. Regie: Lisa Politt.

Polittbüro, Steindamm 45, 20.00 Uhr, 15.-/10.- Euro. (Weitere Vorstellungen: 2. und 3.4., 20.00 Uhr)


Premierenlesung mit Jürgen Ehlers

„Die Hyäne von Hamburg“

Jürgen Ehlers präsentiert neuen Kriminalroman, in dem Hauptkommissar Kastrup zu später Stunde im Traunspark zwei Schüsse hört. Und wenig später werden zwei tote Männer gefunden. Eine Auseinandersetzung unter Drogendealern? Kastrup glaubt nicht so recht daran.

Speicherstadtmuseum, Am Sandtorkai 36, 19.30 Uhr, 10.-/8.50 Euro. Reservierung unter Tel.: 040-321191 oder info(at)speicherstadtmuseum.de empfohlen!


Lesung mit Christian Dany

„Schneller als die Sonne“

Christian Dany
Christian Dany, Foto: Fabienne Müller
Ob wir arbeiten, schlafen, essen, ins Kino oder ins Theater gehen, egal, was wir tun, „allwaltend herrscht der Zeitgott“, das wusste schon Sophokles. Der Zeittakt der Wanduhren, der Armbanduhren und Wecker suggeriert uns das Bildeines gleichmäßig dahinfließenden Zeitstroms und auch unsere biologische Uhr läuft rund und vielschichtig wie eh und je. Tatsächlich haben Kulturwissenschaftler und Philosophen schon vor Jahreneinen „Bruch im Zeitgefüge“ (Wolfgang Kaempfer) ausgemacht, der darin besteht, dass die Verkehrszeit, also die wahrgenomme Zeit, sich von der „Geschichtszeit“ abgekoppelt hat.

Vergleichen könnte man diesen Zustand der Desynchronisation von Verkehrs- und Geschichtszeit mit einer Karussellfahrt. Diese Fortbewegungsart beschert uns zwar einen ewigen, allgegenwärtigen Geschwindigkeitsrauch, das Karussell „tost, als sei es auf einem Maschinengewehr montiert“ (Filippo Tommaso Marinetti), führt uns aber nirgendwo hin. Wir werden die Vergangenheit nicht los, und wir erreichen kein Ziel, folglich kann sich auch keine Zukunft manifestieren.
Von dieser These geht der Künstler und Autor Hans-Christian Dany in seinem neuen Buch „Schneller als die Sonne – Aus dem rasenden Stillstand in eine unbekannte Zukunft“ (Nautilus Verlag) aus. Nach seinem Essay „Morgen werde ich Idiot“, in dem er als Ausweg aus der kybernetischen Kontrollgesellschaft die Verweigerung vorschlug, richtet sich seine Hoffnung hier auf die Wiederbelebung eines Imaginären, das sich auf das Unbekannte einlässt. Kann in der besseren Welt vielleicht nur ankommen, wer die Annahme aufgibt zu wissen, wie diese bessere Welt aussehen wird?

Hans-Christian Dany stellt „Schneller als die Sonne“ vor und zur Diskussion.

Libertäres Zentrum „Schwarze Katze“, Fettstr. 23, 20.00 Uhr, Eintritt frei.


Literarischer Salon

„Wilhelm! Meister! Theater!“

 Vera Rosenbusch und Lutz Flörke
Vera Rosenbusch und Lutz Flörke, Foto: Saskia Jungeburth
Vera Rosenbusch und Dr. Lutz Flörke laden zum literarischen Salon über Goethes berühmten Roman „Wilhelm Meister“, wobei der Akzent auf der „wilderen Version“ des Romans „Wilhelm Meisters theatralische Sendung“ aus der Sturm und Drang-Zeit von Goethe liegen wird.

Kulturhaus Eppendorf, Julius-Reincke-Stieg 13 ı 19.00 Uhr, 13.-/11.- Euro.


Literatur und Musik

„Allerdings. Ringelnatz“

Soloabend mit dem Schauspieler Frank Roder, der Gedichte und Prosa von Joachim Ringelnatz lesen wird und aus dem reichen Anekdotenfundus über das Leben des Dichters erzählt. Ringelnatz gab als Berufsbezeichnung gegenüber Behörden stets „Artist“ an und hat auch als Schaufensterdekorateur, Kommandant eines Minensuchers, Kommis und Bibliothekar gearbeitet. Buch und Regie: Sylvia Richter.

Das Schiff, Holzbrücke 2, Nikolafleet, 18.00 Uhr, 20.- bis 27.- Euro. Weitere Infos: www.theaterschiff.de


Poetry Slam

„Digger Slam“

Bei Hamburgs jüngstem Poetry Slam dürfen 10 Poeten auf die Bühne, um das Publikum mit spruchreifen Texten an zu diggern. Moderation: Marco von Damghan.

Brakula. Bramfelder Chaussee 265, 20.00 Uhr, 5.- Euro.


Poetry Slam

Lola Slam

„Die besten Poeten des Landes und mutige Neulinge“ treffen sich, um ihre Zuschauer mit Fünf-Minuten-Texten zu begeistern. Abgestimmt wird auch bei diesem Slam mit Punkten zwischen 0 und 10 darüber, ob Text und Performance Gänsehaut oder Lachreiz, Abscheu oder Gleichgültigkeit beschert haben. Moderation: David Friedrich.

Kampf der Künste im Lola Kulturzentrum, Lohbrügger Landstr. 8, 20.00 Uhr, 9.-/7.- Euro.