Mittwoch, 12.06.2013


Buchpräsentation mit Thomas Hettche

„Totenberg“

Thomas Hettche
Thomas Hettche, Foto: Stiftung Schloss Leuk, Thomas Andenmatten
„Eine intellektuelle Autobiographie in zehn Begegnungen“ verspricht uns der Kiepenheuer & Witsch Verlag mit dem neuen Buch von Thomas Hettche. In „Totenberg“, so heißt der Hausberg seines Heimatortes und nun auch der neue Essayband, verbindet Hettche autobiographische Skizzen mit theoretischen Diskursen. Mit Hans-Jürgen Syberberg spricht Hettche über die Bindung der Kunst an Landschaft, mit Christa Bürger über die Verantwortung des Intellektuellen, mit Henriette Fischer über die vergessene Ausdruckstänzerin Valeska Gert, mit Anita Albus über die Möglichkeit einer religiösen Kunst, mit Michael Klett über Ernst Jüngers Haltung und das Soldatische in unserer Gegenwart. Als Leitmotiv erweist sich dabei Hettches Gefühl der Heimatlosigkeit, das sich im leeren Koffer seiner sudetendeutschen Mutter auf dem Dachboden des hessischen Elternhauses manifestierte und sich erst in der Literatur beruhigte, die es dort nicht gab. Im Paschen Literatursalon stellt Thomas Hettche sein „wirklich aufregendes, zufrieden machendes Buch“, wie Denis Scheck befand, vor.

Veranstalter: Paschen Literatursalon im Stilwerk. Große Elbstr. 68, 19.00 Uhr. Eintritt frei.


Lesung mit Björn Bicker

„Was wir erben“

Björn Bicker
Björn Bicker, Foto: Stephanie Füssenich
„Eine rasante, klug gebaute Story“, lobte Wolfgang Höbel für „kulturSPIEGEL“, „eine erstaunliche Balance zwischen Abenteuerfahrt, Entwicklungsroman und Abrechnung mit dem deutschen Theatersystem“, sah Vladimir Balzer für die „literarische Welt“ in dem neuen Roman „Was wir erben“ des in München lebenden Autors Björn Bicker. Erzählt wird die Geschichte der Schauspielerin Elisabeth, die sich mit ihrem Mann ein erfolgreiches Leben aufgebaut hat, das in seinen Grundfesten erschüttert wird, als ein Fremder sich meldet, der behauptet, ihr Bruder zu sein, und sie ihm schließlich vom Leben des Vaters und ihrer Familie berichtet. Es war ein Leben im frostigen Schlagschatten der deutschen Geschichte, ein Leben, das an ihr klebt wie eine zweite Haut. Auf den Spuren des Vaters landet sie in dessen Geburtsstadt, die in jenem doppelt untergegangenen Land liegt, in dem für sie Vergangenheit und Gegenwart, Fiktion und Realität verschmelzen. Die echten und die erfundenen Gespenster der deutschen Geschichte tauchen in Elisabeths Leben wieder auf: das Politische, das Private, die Liebe, der Hass, Betrug und Wahrheit, das Theater und die Wirklichkeit. Eins wuchert im anderen herum. Über Generationen hinweg. Björn Bicker stellt seinen Roman in der Freien Akademie vor, ein Gespräch mit dem Autor führt Wolfgang Hegewald.

Veranstalter: Freie Akademie der Künste. Klosterwall 23, 19.00 Uhr. Eintritt: 6.-/4.- Euro.


2. Hamburger Graphic Novel Tage

„Sprechende Bilder“

Sascha Hommer
Sascha Hommer, Foto: Nicole Sturz
Wenn sich am dritten Abend der 2. Hamburger Graphic Novel Tage der Katalane Max, Jahrgang 1956, der seine ersten anarchischen Comics mit 17 unter der Franco-Diktatur zeichnete, und der junge Deutsche Sascha Hommer, Jahrgang 1979, aufgewachsen im idyllischen Schwarzwald, begegnen, prallen scheinbar Welten aufeinander. Was sie teilen, ist ihr sehr besonderer Blick auf die Randfiguren und Außenseiter der Gesellschaft. Und beide sind sie Allrounder in ihrem Metier: Max war Herausgeber des internationalen Comic-Magazins „Nosotros Somos Los Muertos“; 1997 erhielt er den spanischen Nationalpreis für seine Kinderbuchillustrationen. Viele Comicfans bewundern den „bedeutendsten zeitgenössischen spanischen Comiczeichner“ (Süddeutsche Zeitung) und seine berühmt-rebellische Figur des „Peter Pank“. In seinem jüngsten ins Deutsche übersetzten Album „Bardín der Superrealist“ (Reprodukt) entwirft Max surrealistische Bilderwelten, in denen die Logik außer Kraft gesetzt scheint. Im Mittelpunkt steht Bardín, ein erwachsen gewordener Charlie Brown, mit einem großen, kahlen Kopf, der dank der hohen Zeichenkunst seines Schöpfers sämtliche Gefühle von Entsetzen über aufrichtige Empörung bis zu großer Heiterkeit ausdrücken kann. Sascha Hommer debütierte 2006 mit der vielbeachteten Comicerzählung „Insekt“, es folgten u.a. „Vier Augen“ und „Dri Chinisin“, letztere nach Erzählungen von Brigitte Kronauer. Moderation: Andreas Platthaus und Christian Gasser.

Veranstalter: Literaturhaus. Schwanenwik 38, 19.30 Uhr. Eintritt 12.-/9.- Euro.


Lesung

„Zapotek und die strafende Hand“

Claudia Rusch liest aus ihrem Kriminalroman.

Veranstalter: Literatur Altonale. Ort: Buchhandlung Christiansen, Bahrenfelder str. 29, 20.00 Uhr. Eintritt: 6.-/4.- Euro.


Lesung

„Literaturbistro“

Bei einem Glas Wein empfiehlt das Team der Buchhandlung Hugendubel lesenswerte Schmöker für alle Gelegenheiten unter den Neuerscheinungen des Frühlings.

Veranstalter: Literatur Altonale. Ort: Buchhandlung Hugendubel, im Mercado, Ottenser Hauptstraße 10, 20.45 Uhr. Eintritt: 3.- Euro. Um Anmeldung unter Tel.: 040-39884930 wird gebeten.


Lesung

„Wortpicknick“ im Japanischen Garten

Jörn-Uwe Wulf erzählt Märchen und Haikus aus Japan. Ort: Planten un Blomen, Japanischer Garten, 20.15 Uhr. Eintritt: Hutspende.


Lesung

„Das Schwalbenbuch“

Christel Lohse liest aus dem „Schwalbenbuch“ von Ernst Toller und spielt Kinderstücke von Bela Bartok auf dem Klavier.

Veranstalter: Logensaal der Hamburger Kammerspiele. Hartungstr. 9-11, 19.30 Uhr. Eintritt: 12.-/9.- Euro.