Veranstaltungen

Donnerstag, 16.01.2020


Hamburger Literaturpreise 2019

Die Lesung der Preisträger*innen

Hamburger Literaturpreise 2019 - Die Preisträger
Die Preisträger*innen 2019 bei der Verleihung im Literaturhaus. Weitere Infos hier: hamburger-literaturpreise.literaturinhamburg.de
Elf Preise in sieben Kategorien mit einer Gesamtsumme von 57.000 Euro, das waren die Eckdaten der im vergangenen Dezember zum ersten Mal verliehenen Hamburger Literaturpreise. Der Verleihungsabend im Hamburger Literaturhaus war vor der Bekanntgabe der Preise ausverkauft. Im Nachtasyl des Thalia Theaters stellen die Preisträger*innen die Gewinnertexte nun noch einmal vor.

Tamar Baumgarten-Noort und Katrin Seddig lesen aus ihren Gewinnertexten in der Kategorie Roman »Ans Licht« und »Eine deutsche Familie«. Sven Lenz wird seine Erzählung »Nebenrolle« vorstellen, mit der er in der Kategorie »Erzählung« ausgezeichnet wurde, so wie Julia Ditschke für ihre Erzählung »Mutter. Zwölf Versuche«. In der Kategorie »Lyrik – Drama – Experimentelles« wurde Ulrike Syha für einen Auszug aus ihrem Theaterstück »Der öffentliche Raum« ausgezeichnet. Sie stellt ihr Theaterstück zusammen mit dem Schauspieler Jörn Knebel vor. In der erstmals vergebenen Kategorie Kinder- und Jugendbuch hat Cornelia Franz gewonnen, sie wird aus ihrem Buch »Calypsos Irrfahrt« lesen. Karina Tungari, die Gewinnerin des Comic-Preises, stellt ihren Comic »Ah… das Gras auf der anderen Seite ist nicht immer grüner« vor. Ein Gastspiel gibt auch Saša Stanišić, der für »Herkunft« in der Kategorie »Buch des Jahres« ausgezeichnet wurde. Dagmar Mißfeldt, Britt Somann-Jung und Claudia Steinitz stellen schließlich ihre prämierten Übersetzungen vor. Moderation: Jürgen Abel.

Nachtasyl im Thalia Theater, Alstertor 2, 20.00 Uhr, Eintritt frei


Lesung

»Kirschenzeit«

Dorothea Dieckmann liest aus ihrer Erzählung.

Literaturzentrum im Literaturhaus, Schwanenwik 38, 19.30 Uhr, € 7,–/5,–


Lesung

»Peter Rühmkorf und Arno Schmidt: Der Briefwechsel«

Joachim Kersten und Bernd Rauschenbach lesen aus dem Briefwechsel zwischen Peter Rühmkorf und Arno Schmidt.

Altonaer Museum, Museumstr. 23, 19.00 Uhr, Museumseintritt


Literarisch-kulinarische Reise

»Vom Knödel wollen wir singen!«

Literarisch-kulinarische Reise mit Christian Maintz und Gustav Peter Wöhler, die vom Knödel singen und Müsli und Pflaumen preisen, Kartoffeln und Lauch, Fisch und Fleisch mit Gedichten von u.a. F. W. Bernstein, Heinrich Heine, Matthias Politycki, Robert Gernhardt und Bertolt Brecht.

Polittbüro, Steindamm 45, 20.00 Uhr, € 15,–/10,–


Poetry Slam

»Hunting Words«

Der Poetry Slam in Ottensen lehnt sich an den Hunting Wettbewerb beim Bogenschießen an: Nach der Vorrunde gibt es eine Endrunde mit den drei bestplatzierten Teilnehmern, die dann aber nur noch `einen Pfeil´ haben, nämlich einen Text von 2 Minuten. Moderation: Helene Bockhorst und Melanie Sengbusch.

Mathilde Bar, Kleine Rainstr. 11, 20.15 Uhr, € 6,–


Lesung

»Offene Lesebühne«

Wer einen Text vorlesen möchte, lässt sich bis 19.15 Uhr vor der Veranstaltung im Bistro Roth auf die Leseliste setzen. Vorlesezeit: 10 Minuten. Special Guest. Moderiert wird die Veranstaltung von Autoren der Textfabrique 51.

Motte, Eulenstr. 43, 19.30 Uhr.


Ausstellung

»Zwei Menschen – Richard und Ida Dehmel in Hamburg«

Richard und Ida Dehmel waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts das strahlende Künstlerpaar Hamburgs. Der berühmte, von vielen Komponisten vertonte Dichter und die schillernde, sich zunehmend für Frauenrechte einsetzende Muse waren jedoch mehr als die modernen, unkonventionellen Liebenden. Vom 16. Januar bis zum 22. März zeigt die Staats- und Universitätsbibliothek im Ausstellungsraum im Erdgeschoss anlässlich des 150. Geburtstags von Ida und des 100. Todestags von Richard Dehmel eine Ausstellung über das Künstlerpaar.

Richard und Ida Dehmel waren das Zentrum eines sie umgebenden, gezielt errichteten Gesamtkunstwerks: Von der präzise realisierten Buchgestaltung und Ausstattung von Dehmels Werken bis hin zur Bekleidung Idas nach Dehmels eigenen Entwürfen; von der kalligraphischen Dehmelschen Dichterhandschrift bis hin zum poetischen Dialog mit anderen Autoren der Zeit. In ihrem nicht minder zum Gesamtkunstwerk tendierenden Haus, dessen Verwirklichung im großen Ganzen wie im kleinen Detail sich dem Zusammenspiel namhafter Künstler verdankt, trafen sich die großen Zeitgenossen aus Literatur, Musik, Kunst und Kultur. Das Netzwerk der Dehmels offenbart sich noch heute in ihrem enormen Briefwechsel und in den Dokumenten des Dehmel-Archivs.
Anlässlich des 150. Geburtstags von Ida und des 100. Todestags von Richard Dehmel beleuchtet die Ausstellung das Paar in verschiedenen Konstellationen und Spiegelungen. Ausgehend von Richard Dehmels Roman in Romanzen Zwei Menschen zeigt sie nicht nur, wie Ida und Richard Dehmel sich ineinander spiegelten, sondern auch wie sie sich selbst und sich in anderen Personen reflektierten. In diesem Spiegel-Mosaik wird ein komplexes Kaleidoskop von Beziehungen und Querverbindungen sichtbar, das die »zwei Menschen« einbettet in den zeitgenössischen ästhetischen und kulturellen Kontext der Stadt.

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, Von-Melle-Park 3, Ausstellungsraum m Erdgeschoss, Öffnungszeiten: täglich 9.00 bis 24.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.