Mittwoch, 17.12.2025
Lesung mit Max Goldt
»Aber?«
Eigentlich weiß man schon, dass dieser Max Goldt manchmal sehr kurz angebunden sein kann, sogar gegenüber seinem »Publikum«, das bei ihm »im besten Sinne des Wortes zweitrangig« ist und nur »an einer sehr guten Position« steht, »nämlich an zweiter Position, direkt nach dem Werk«. Kurz und knapp und vor allem sehr, sehr komisch, geht es auch in seinem neuen, selbstverständlich erstrangigen Werk zu, das »Aber?« heißt und also schon mit dem Titel eine Frage aufwirft, die in der gleichnamigen Erzählung (Achtung Spoiler!) dann nicht beantwortet wird. Natürlich gibt es dafür einen guten Grund, den Max Goldt vielleicht bei seiner schon traditionellen Stippvisite in Hamburg kurz vor Weihnachten verraten wird. Klar ist, dass er »das Thema Humor« mit seinen neuen Erzählungen einmal wieder sehr »populär referiert«. Eine »Überraschung« hat er zur »Bewältigung von Besonderheiten« aber auch dabei und vielleicht öffnet er sogar »Die Büchse der Pandora«.
Schauspielhaus, Kirchenallee 39, 20.00 Uhr, € 32,–/19,–
Comic-Lesung mit Nathalie Frank und Birgit Weyhe
»Wie geht es dir?«
Die beiden Comic-Künstlerinnen Nathalie Frank und Birgit Weyhe präsentieren das von ihnen herausgegebene Buch mit »60 gezeichneten Gesprächen nach dem 7. Oktober 2023« (avant-Verlag), für das 48 Zeichner:innen mit 60 Menschen gesprochen haben, die von Antisemitismus, Hass und Rassismus betroffen sind. Gastgeberinnen des Abends sind Kristina Omelchenko und Ann Kunhardt.»Wie geht es dir?« – eine einfache Frage, doch unter dem Eindruck des Leids der Menschen durch den Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und der Angriffe des israelischen Militärs im Gazastreifen herrscht auch bei uns Sprachlosigkeit und eine tiefe gesellschaftliche Spaltung.
Eine Gruppe von Comic-Künstler*innen sich zusammengeschlossen, um das Projekt »Wie geht es dir?« ins Leben zu rufen. 48 Zeichner:innen haben mit 60 Menschen gesprochen, die von Antisemitismus, Hass und Rassismus betroffen sind oder sich mit menschenfeindlichen Ideologien auseinandersetzen müssen. Darunter sind Prominente, aber auch private Bekanntschaften der Autor:innen. Entstanden ist ein gezeichneter Dialog gegen Sprachlosigkeit und Spaltung.
Jüdischer Salon in der Tonali Akademie, Kleiner Kielort 8, 19.30 Uhr, € 12,–/8,–/5,–
Lesung
»Der kleine Prinz«
Clemens von Ramin liest das berühmte Kunstmärchen von Antoine de Saint-Exupéry. Empfohlen ab 12 Jahren.Planetarium, Linnering 1 b, 19.00 Uhr, € 22,–
Lesebühne
»Dem Pöbel zur Freude«
Lesebühne mit den vier Humorist:innen Johannes Floehr, Piero Masztalerz, @kriegundfreitag (Tobias Vogel) und Ella Carina Werner, die »im Auftrag des Hamburger Senats« antreten, um »ihr williges Publikum zwei Stunden lang mittels Geschichten, Cartoons, Musik und anderem Budenzauber vollständig zu sedieren«. Zu Gast: Lara Ermer.Centralkomitee, Steindamm 45, 20.00 Uhr, € 17,80
Saferspace Slam
Queer Poetry Slam Hamburg
Queer Poetry Slam an der Universität Hamburg.Queer Referat, Universität Hamburg, Von Melle Park 5, Raum 0029, Eintritt frei, 20.00 Uhr
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