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Montag, 21.01.2013


Ziegel
Die 13. Ausgabe des Hamburger Literaturjahrbuchs „Ziegel“

Poetry Slam und Party

Ziegelfest

„Es wird kaum eine zweite Anthologie dieser Art geben im deutschsprachigen Raum“, befand der in Berlin lebende Schriftsteller und Filmemacher Matthias Zschokke, „die auf vergleichbar hohem literarischem Niveau daherkommt. Zum Teil herausragend!“ Vor 20 Jahren, im Herbst 1992, erschien die erste Ausgabe des heute vielgelobten „Ziegel“, damals noch in fast genau jenen Maßen wie er als so genannter „Hamburger Ziegel“ in vielen der Backsteinhäuser verbaut ist, die das Stadtbild Hamburgs prägen. Ob Erzählung, Romanauszug, Gedicht, Reportage, literarischer Essay, Collage oder Brief – der „Ziegel“ ist ein offenes Forum für alle schriftstellerischen Formen und eine Verführung zum Lesen. Das ist wohl der Hauptgrund dafür, dass diese ganz undogmatische Sammlung Hamburger Literatur über die Jahre zur Institution auch über die Landesgrenzen Hamburgs hinaus werden konnte. Beiträge von über 50 Autoren, Fotografen und Bildenden Künstlern fügen sich auch im 13. „Ziegel“ wieder zu einer spannenden Lesestrecke. Wir erfahren von „Vorbereitungen, die per se zum Scheitern verdammt sind“, von jenem fatalen Tag, „bevor Marga die Schrotflinte“ benutzte, wir begegnen einer Geliebten in einer Tragödie, in einer Komödie und einer Elegie, erfahren „Geschichten aus der deutsch-russischen Tiefebene“, vom „Pilot des Lebens“ und der „Frau von oben“, wir sind „Eingeladen zur Nacht“, bekommen „Materialien für eine zweite Kindheit“, gehen auf die „Jagd“, machen „Raubzüge durchs Paradies“, erleben das „Ende der Kampfhandlungen“. Und ganz nebenbei erhalten wir dabei einen grundlegenden Einblick in die Werkstätten der literarischen Gegenwart. Traditionell findet zum Erscheinen des „Ziegel“ im Literaturhaus ein „Ziegelfest“ statt, bei dem in einer fröhlichen Mischung aus Poetry Slam und traditioneller Lesung zehn Autoren des aktuellen Bandes in kurzen Lesungen Auszüge aus ihrem Beitrag zum „Ziegel“ vorstellen. Das Publikum stimmt schriftlich über die Favoriten ab. Als Preise verteilt die Kulturbehörde 500.- Euro für den ersten, 250.- Euro für den zweiten und 150.- Euro für den dritten Sieger. Und der 13. „Ziegel“ liegt natürlich massenhaft zum Kauf aus und darf nicht zuletzt auch gefeiert werden.

Veranstalter: Literaturhaus. Schwanenwik 38, 19.30 Uhr. Eintritt frei.


Lesekreis

„Hamburger Shortlist“

Der Roman „Blasmusikpop“ von Vera Kaiser steht zur Diskussion in einer Gruppe von Literaturbegeisterten, die sich einmal monatlich im Hamburger Literaturhaus trifft. Wer teilnehmen möchte, meldet sich auf der Website www.hamburgershortlist.de an.

Ort: Literaturhaus. Schwanenwik 38, 20.00 Uhr.