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Montag, 25.11.2019


Festivalauftakt mit Lars Saabye Christensens

Nordische Literaturtage 2019

 Lars Saabye Christensen
Lars Saabye Christensen, Foto: Magnus Stivi
Es ist ein kleines und feines Festival, das in zweijährigem Rhythmus im Herbst im Hamburger Literaturhaus stattfindet und einen aktuellen Querschnitt der Literatur aus dem Norden präsentiert. In diesem Jahr gastieren zehn Autorinnen und Autoren aus Norwegen, Island, Finnland, Dänemark und Schweden bei den Nordischen Literaturtagen. Zur Eröffnung liest Lars Saabye Christensen, einer der bedeutendsten norwegischen Autoren der Gegenwart, aus seinem neuen Roman »Die Spuren der Stadt«. In der Zentralbibliothek werden vom 25. bis zum 29. November zeitgenössische Illustrationen norwegischer Kinderbücher von elf Künstlern ausgestellt. Passend dazu gibt es am 27. und am 28. November zwei Lesungen für Kinder. Und die Übersetzerinen Christel Hildebrandt, Gabriele Haefs, Dagmar Mißfeldt und Maike Barth (25.11. und 28.11.) treffen sich zum »Gläsernen Übersetzen«.

Gehen, bummeln, stapfen, trotten, wandeln, latschen, huschen oder flanieren – all dies wären, je nach Kontext, mögliche Übersetzungen fürs norwegische »gå«. Und schon wird offenbar, dass jeder Übersetzung stets eine Textinterpretation zugrunde liegt. Beim »Gläsernen Übersetzen« bietet sich die Gelegenheit, hautnah dabei zu sein, wenn am ersten Abend der Nordischen Literaturtage Christel Hildebrandt und Gabriele Haefs, am letzten Abend Dagmar Mißfeldt und Maike Barth parallel und live projiziert an dem Text arbeiten, der in der folgenden Lesung präsentiert wird. Dabei diskutieren sie mit dem Publikum und miteinander Varianten, Vorschläge, Schwierigkeiten und individuelle Arbeitsweisen.
Der Schauplatz von Lars Saabye Christensens Roman »Die Spuren der Stadt«, der zum Auftakt der Nordischen Literaturtage im Literaturhaus lesen wird, ist die Stadtlandschaft Oslos in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Er erkundet ihn mit dem siebenjährigen Jesper Kristoffersen, der mit seinen Eltern in Fagerborg lebt und gibt gleichzeitig auch semidokumentarische Einblicke in den sozialen und karitativen Lebensalltag, wodurch »ein plastisches Bild der damaligen Zeit« (NDR) entsteht. Uwe Englert wird die Lesung moderieren, den deutschen Text liest Tim Grobe.

Literaturhaus, Schwanenwik 38, 19.30 Uhr


Lesung

»Von Klecksen, Comics und Konserven«

Zum Auftakt gibt es eine Einführung in die Ausstellung »Amerika! Disney, Rockwell, Pollock, Warhol« im Anschluss treten Poetinnen und Poeten bei einem Poetry Slam mit ihren Impressionen über die in der Ausstellung gezeigten Werke an. Moderation: David Friedrich.

Bucerius Kunst Forum, Alter Wall 12, 19.00 Uhr und 20.30, € 10,–/8,–


Lesung

Poetry Slam
»U20 Lautsprecher Slam«

Slam für junge Poetinnen und Poeten aus Hamburg. Moderation: Paulina Behrendt.

Kampf der Künste im Haus 73, Schulterblatt 73, 20.00 Uhr, € 5,– AK