Ein Mann der Kunst
Ella Carina Werner, Der Untergang des Abendkleides

Samstag, 25.04.2020


25.04.2020 | Literatur in Hamburg
Maren Kames funkelnder Nachtgesang »luna luna«

Sehnsucht, Enttäuschung und Raserei im Mondgebiet

Maren Kames
Maren Kames, Foto: Mathias Bothor
Zuerst klebt sie sich »eine gans / aus pappmaché, / mit flügeln / und allem,« dann holt sie tief Luft und ist unversehens als entzweigebrochenes Ich mittendrin in dem »Mondgebiet«, das dieses grandiose, seit Monaten gefeierte Versepos durchschreitet. Es heißt »luna luna« und ist, wie schon das Debüt »Halb Taube halb Pfau« von Maren Kames, ein Gesamtkunstwerk.


#thaliadigital: The Rest Is Missing

»NetWork« in Progress

»Network«, Sidney Lumet, 1976 - I´m Mad As Hell and I´m Not Gonna Take This Anymore!
An diesem Samstag sollte die Premiere von »Network« in der Regie von Jan Bosse am Thalia Theater stattfinden. Im Digitalprogramm gibt es nun statt der Premiere »NetWork in Progress« mit dem Regisseur Jan Bosse. Der Stoff zu dem Stück basiert auf der 1976 mit vier Oscars preisgekrönten amerikanischen Filmsatire »Network« von Sidney Lumet. Die prophetische Satire aus den Anfängen des kommerzialisierten Fernsehens kann man heute als packenden Thriller darüber interpretieren, wie »Wahrheit« manipuliert und neu geschaffen wird. Die medienkritische Satire ist einer der Lieblingsfilme von Hamburgs Senator für Kultur und Medien, Carsten Brosda. Nach einem von Jan Bosse kommentierten Einblick in die Proben zu seiner Inszenierung, folgt exklusives Gespräch zwischen Carsten Brosda und Thaila-Intendant Joachim Lux über Kultur und Medien in Zeiten von Corona.

Heute ab 19 Uhr auf
thalia-theater.de/ondemand , danach für 24 Stunden verfügbar.


Digital Lunch Session #3 mit Wolf Lotter

»Was die Wissensgesellschaft aus der Krise lernen kann«

Digital Lunch Session, Bucerius Lab
Wie geht eine westliche Wissensgesellschaft wie die unsere mit der Corona-Krise um? Welche besondere Verantwortung entsteht vielleicht aus dem Privileg, zu den Wissenden, Reflektierenden und Informierten zu gehören, um als Gesamt- oder Weltgesellschaft schlauer aus der Krise herauszugehen? Das sind einige der Fragen, die bei der 3. Ausgabe der Digital Lunch Sessions Bucerius # Lab erörtert werden.

Zu Gast ist der Essayist und Autor Wolf Lotter. Moderation: Christine Watty (Deutschlandfunk Kultur).

Die Session wird als moderierte Videokonferenz stattfinden, an der man über Zoom oder per Telefon teilnehmen kann.


28.04., 12.00 bis 13.15 Uhr hier: https://buceriuslab.de


#thaliadigital: The Rest Is Missing

»Die Tragödie von Romeo und Julia«

Die Tragödie von Romeo und Juli
»Die Tragödie von Romeo und Julia« in der Inszenierung von Jette Steckel, Foto: Armin Smailovic, Thalia Theater
Im Digitalprogramm des Thalia Theaters wird die Inszenierung von »Romeo und Julia« in der Inszenierung von Jette Steckel aus dem Jahr 2014 gezeigt, von der es in Frankfurter Allgemeinen Zeitung hieß: »Wenn zehn Romeos an der Rampe stehen und brachial laut auf E-Gitarren spielen, bringt einem das mehr über Shakespeare bei als zehn andere Aufführungen.« Das Stück wurde mit dem FAUST-Theaterpreis in der Kategorie Regie und Schauspiel 2015 ausgezeichnet.

Heute noch bis 19 Uhr auf
thalia-theater.de/ondemand.


23.04.2020 | Literatur in Hamburg
Online-Lesereihe der Buchhandlung Lüders

Kübra Gümüsay liest aus »Sprache und Sein«

Buchhandlung Lüders
©: Lüders – Buchhandlung und Antiquariat
Die Buchhandlung Lüders präsentiert in der neuen Online-Lesereihe mit Hamburger Autor*innen nach Leona Stahlmann, die ihren Debütroman »Der Defekt« vorstellte, eine Lesung mit Kübra Gümüsay. Die Hamburger Feministin, Bloggerin, Aktivistin und Journalistin stellt ihr Buch »Sprache und Sein« (Hanser Berlin) vor. Ab dem 23. April um 10.00 Uhr gibt es die Lesung auf Instagram.


Buchhandlung Lüders auf Instagram

Plädoyer für eine offene und vielfältige Gesellschaft - Kübra Gümüsays Buch »Sprache und Sein«


22.04.2020 | Literatur in Hamburg
Behörde für Kultur und Medien schreibt Stipendien aus

»Hamburger Sommerresidenz 2020«

Villa Willemsen
Di Villa Willemsen in Wentorf, Foto: Roger Willemsen Stiftung
Das idyllisch gelegene Künstlerhaus des mareverlags, die Villa Willemsen in Wentorf bei Hamburg, wird vom 16. August bis zum 12. September 2020 wieder zur Sommerresidenz für Kunst- und Literaturschaffende aus Hamburg. Ausgeschrieben werden zwei vierwöchige Arbeitsaufenthalte für Schriftsteller*innen bzw. Literaturübersetzer*innen sowie ein Aufenthalt für Künstler*innen. Die Behörde für Kultur und Medien übernimmt die Miete der Residenzen. Zusätzlich gibt es eine Aufwandspauschale in Höhe von 1.000 Euro.
Ein weiteres Stipendium erhält ein Autor oder eine Autorin für einen Aufenthalt im Brecht-Haus im dänischen Svendborg vom 29. August bis zum 26. September.
Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 4. Mai 2020.

Die vollständige Ausschreibung gibt es hier:
Sommerresidenz 2019


20.04.2020 | Literatur in Hamburg
Delia Owens »Der Gesang der Flusskrebse«

Wo das Wasser in den Himmel fließt

Delia Owens
Delia Owens, Foto: Dawn Marie Tucker
Ergreifender Coming-of-Age-Roman, spannender Krimi und sehnsuchtsvolle Liebesgeschichte, all das ist Delia Owens »Der Gesang der Flusskrebse« (hanserblau). Seit über einem halben Jahr ist der Roman in Deutschland ein Bestseller, so wie in den USA schon seit seinem Erscheinen im Herbst 2018. In dieser Woche wäre Delia Owens in Deutschland auf Lesereise gewesen. Live erleben kann man sie nun leider nicht, aber der Roman empfiehlt sich natürlich trotzdem, vor allem auch wegen der grandiosen Beschreibungen des Naturraums, in dem er spielt, es ist das Marschland von North Carolina.


18.04.2020 | Literatur in Hamburg
#thaliadigital: The Rest Is Missing

»Max Frisch im Homeoffice«

Folge 2: Es lesen Marie Jung, Julian Greis und Paul Schröder
»Jeder für sich und doch als Ensemble«, das ist das Konzept der Lesereihe, die das Thalia Theater aus und ins Homeoffice sendet. Schauspielerinnen und Schauspieler lese aus Max Frischs »Der Mensch erscheint im Holozän« und »Fragebogen«. Konzept: Katharina Arkit und Nadin Schumacher.


Heute ab 19 Uhr auf thalia-theater.de/ondemand, danach für 24 Stunden verfügbar.


18.04.2020 | Literatur in Hamburg
#thaliadigital: The Rest Is Missing

»#Décaméron-19«

Giovanni Boccaccio Portrait 1
Mit dem europäischen Hörspielprojekt #Décaméron-19 nach »Il Decamerone« von Giovanni Boccaccio hat das Thalia Theater nun auch ein reines Audio-Format unter den digitalen Angeboten. Das von dem französischen Regisseur Sylvain Creuzevault initiierte Projekt bringt Künstlerinnen und Künstler zu einer gemeinsamen Erzählung zusammen: Wo auch immer sie sich befinden, sind sie gebeten, eine der 100 Geschichten aus »Il Decamerone« in ihrer Muttersprache aufzunehmen. Alle Beiträge können auf Deutsch auch nachgelesen werden.

»Il Decamerone« ist eine Sammlung von 100 Novellen von Giovanni Boccacio, die vermutlich zwischen 1349 und 1353 entstanden ist und als stilbildend für fast alle weiteren Novellensammlungen der abendländischen Literatur gilt sowie als Ursprung der italienischen Prosa überhaupt.


Jeden Morgen um 10 Uhr (Mo-Fr) kommt thaliadigital-decameron eine neue Geschichte dazu.


17.04.2020 | Literatur in Hamburg
»FAQ-Room Spezial« im HörSpielHaus

»One person can make a difference«

Hörspielhaus
FAQ-Room Spezial im HörSpielHaus
Am vergangenen Freitag sollte die Shoa-Überlebende Irene Butter im Schauspielhaus zu Besuch sein, um im Gespräch mit Constantin Schreiber und Caroline Schmidt von Verfolgung und Flucht, von ihrem Jahr in Bergen-Belsen und ihrem Leben in Amerika zu erzählen. Statt der Veranstaltung gibt es nun ein »FAQ-Room Spezial« im HörSpielHaus: Gala Winter liest aus »Shores beyond Shores. From Holocaust to Hope«, den Lebenserinnerungen von Irene Butter, im Gespräch mit Agnes Bührig führt Kulturveranstalterin Barbara Heine in das Buch ein.


FAQ-Room Spezial im Hörspielhaus auf Soundcloud


17.04.2020 | Literatur in Hamburg
»Kultur kennt keinen Shutdown«

Agentur HeineKomm ruft mit Video zu Spenden auf

»We’ll Meet Again« mit CLEO & David Grabowski
Es ist einer der bekanntesten Songs aus dem zweiten Weltkrieg, der bis heute immer mal wieder in Filmen nachhallt und oft gecovert wird. Geschrieben haben ihn Ross Parker und Hughie Charles 1939, die britische Sängerin Vera Lynn hat den Song bei ihren Touren an der Front im Zweiten Weltkrieg bekanntgemacht: »We’ll Meet Again« wurde zu einer Hymne für die Soldaten an der Front und ihre Familien. In einer Kooperation mit der jungen Jazz-Sängerin CLEO und dem Gitarristen David Grabowski hat die Kommunikations- und Kulturagentur HEINEKOMM den ikonischen Titel wieder entdeckt, neu eingespielt und gemeinsam mit dem Filmemacher Oliver Gieth (35Film) ein Musikvideo produziert.

Alle Erlöse aus der Produktion gehen an den Hilfsfond »Kunst kennt keinen Shutdown« für die Unterstützung freier Künstlerinnen und Künstler der Hamburgischen Kulturstiftung. Das Video wird seit heute auf YouTube gelaunched, in den nächsten Tagen wird die Single »We’ll Meet Again« dann auf allen bekannten Online- und Streaming-Plattformen veröffentlicht.
Wer direkt an die Kulturstiftung spenden will, hier die Kontodaten:

Stichwort: »Hilfsfonds«, Hamburgischen Kulturstiftung, IBAN: DE24 2012 0000 0052 7570 28


Lesebühne BEI HILDE ist als HÖRHILDE auf Sendung

»Frühlingsgedusel und Schmachtfetzen«

Lesebühne Bei HILDE, Foto: Miguel Ferraz

Nachdem die Lesebühnenshow »BEI HILDE - Brot und Geschichten« leider bis auf noch unbestimmte ausfallen muss, gab es jetzt die erste Ausgabe der »HörHILDE«. Am Donnerstag, dem 16. April war die digitale Lesebühne zur besten Abendbrotzeit um 18.00 Uhr auf www.brakula.de online - und kann dort natürlich auch jederzeit nachgehört werden.

Die vier Hamburger Lesebühnenautor*innen von "BEI HILDE", Julia Jessen, Sarah Knausenberger, Carla M. Paulsen und Alexander Posch haben eigene Geschichten und Gedichte gelesen – und dazu gab es auch noch beste Musik von WIM. In den nächsten Wochen wird es weitere Ausgabe der »HörHILDE« geben, ab 28. April bis Ende Mai immer dienstags zur Abendbrotzeit.


Jetzt im Film

Sonntagsmatinée mit Viola Rusche und Mirko Bonné

Im Januar haben Viola Rusche und Mirko Bonné im Heine Haus Hamburg in einer Sonntagsmatinée den gemeinsam von ihnen herausgegebenen Gedichtband »In der dritten Minute der Morgenröte« (Schöffling & Co.) von Christian Saalberg vorgestellt. Die Sonntagsmatinée wurde gefilmt und von Viola Rusche, der Tochter Christian Saalbergs, die als Cutterin und Filmemacherin in Berlin lebt, bearbeitet und jetzt auf Vimeo veröffentlicht.

In der Literaturkritik ist der Sammelband mit Gedichten von Christian Saalberg als »Wiederentdeckung einer ganz großen Gestalt der Gegenwartslyrik, unverwechselbar in ihrer Imaginationskraft und ihrem melodiösen Ton« (Michael Braun, Signaturen Magazin) gefeiert worden. Der Lyriker Christian Saalberg (1926-2006) hat zwischen 1963 und 2005 nahezu unbeachtet von der Literaturkritik und einem Publikum jenseits weniger Freunde und Fans 23 Gedichtbände veröffentlicht. Liebe, Tod, Sagbarkeit und Würde des Randständigen sind Hauptthemen in seinem poetischen Kosmos.


Sonntagsmatinée mit Viola Rusche und Mirko Bonné im Heine Haus Hamburg


Digital von 6. bis 11. April

Hafenlesung #22

Hafenlesung online edition #3: Anselm Neft
Die 22. Ausgabe der Hafenlesung wird zwar nicht begleitet von veganen Leckereien, aber sie findet digital statt: Es gibt »neue aufregende Texte« (»foundintranslation«) auf Mazedonisch und Serbisch, Griechisch, Spanisch, Portugiesisch und Deutsch. Es lesen die junge brasilianische Performerin Adelaide Ivánova, die junge serbisch-mazedonische Lyrikerin Verica Tričković, der vielfach ausgezeichnete griechische Autor Christos Asteriou, der in Chile lebende Autor Benjamín Labatut sowie die Hamburger Autoren Marc Degens und Anselm Neft. Die Videos werden vom 6. bis zum 11. April jeweils spät abends hochgeladen.

»foundintranslation« auf YouTube
hafenlesung.com


»Literatur in Zeiten der Verunsicherung«

Erfolgreiche Benefizlesungen von Saša Stanišić

Saša Stanišić
Saša Stanišić hat bei drei Benefizlesungen aus seinem mit dem Deutschen Buchpreis 2019 ausgezeichneten Buch »Herkunft« und seinem Erzählband »Fallensteller« (2016) insgesamt über 35.000 Euro an Spenden für Hilfsorganisationen eingesammelt. Der in Hamburg lebende Schriftsteller unterstützt mit dem Geld u.a. die Initiativen »Sea-Watch 3«, die »Refugee Law Clinic Berlin«, ein Obdachlosen-Projekt und das 6. Autonome Frauenhaus in Hamburg. Die Lesungen hatten mehrere tausend Zuschauer und Instagram und Twitch.


Videokanal von Saša Stanišić auf Twitch.tv »
Saša Stanišić auf Instagram »
Saša Stanišić auf Twitter »
Sprache, Mut und Zauberei - Saša Stanišics und sein Erzählband »Fallensteller« »
Zufall, Fluch, Wimmelbild - Saša Stanišic und sein Roman »Herkunft« »


Literaturhaus ruft zur »kreativen Quarantäne« auf

Das Literaturhaus Hamburg veranstaltet unter dem Motto »Geschichten gegen den Hüttenkoller« unter dem Hashtag #LHschreibwettbewerbfüralle einen Schreibwettbewerb auf. Mitmachen können Kinder und Erwachsene bis zum 19.4.2020 meiner Geschichte von maximal 5 Seiten.

Weitere Infos gibt es auf Literaturhaus-Hamburg.de


»Gemischtes Doppel«

Annemarie Stoltenberg und Rainer Moritz geben Buchtipps

»Gemischtes Doppel«: Auftkatvideo
Weil das Literaturhaus Hamburg alle Veranstaltungen bis Ende April absagen musste, kommen die Leseempfehlungen für Romane und Sachbücher von Annemarie Stoltenberg und Rainer Moritz nun in kleinen Portionen.


Die erste Staffel der Leseempfehlungen finden Sie hier:
»Gemischtes Doppel«: Folge 1 bis 5

Montags bis Freitags um 9.45 Uhr steht ein neuer Lektürehinweis online auf Literaturhaus-Hamburg.de


SchauSpielHausBesuch

Wir kommen zu Ihnen nach Hause!

»Ich brauche das Theater und das Spielen und meine Freunde und Freundinnen und meine Familie und alles, was das Leben ausmacht, fehlt mir.«

Josephine Israel im Gespräch mit Karin Baier

Hier das Video »



Besondere Zeiten, besondere Maßnahmen

Frank Goosen liest im Keller-Studio




Der Kiepenheuer & Witsch Verlag meldet, dass Frank Goosen im Moment »mehr Zeit zu Hause verbringt als ihm lieb ist« und sich dort in sein »flugs selbstgebautes Keller-Studio« zurückgezogen hat. Und was macht er dort? Er liest seinem Publikum aus seinem Buch über die Beatles vor und zeigt »wirklich wichtige Dinge, also Schallplatten, Videokassetten, Fußball, Rockmusik« und sogar »vergriffene Hygienartikel«.


Hier geht es zum Videokanal Frank Goosen, Basement Tapes


28.03.2019 | Literatur in Hamburg
Online-Schreibworkshop mit Doris Dörrie

»Leben, schreiben, atmen«





Der Diogenes Verlag hat zusammen mit der BürgerAkademie für Medienkompetenz in Essen und den Volkshochschulen ein kostenloses Schreibseminar online gestellt. Es basiert auf dem Bestseller »Leben, schreiben, atmen«, in dem Doris Dörrie Einblick in ihr Schreiben gibt und will die Teilnehmenden dabei unterstützen, dem eigenen Leben schreibend auf die Spur zu kommen.


28.03.2019 | Literatur in Hamburg
Online-Lesung zu Hölderlins 250. Geburtstag

»Hyperion«





Am 20. März 1770 wurde in Lauffen am Neckar im Herzogtum Württemberg der Dichter Friedrich Hölderlin geboren. Zum 250. Geburtstag des Dichters, der heute als Vorreiter der modernen Poesie gefeiert und verehrt wird, sind mehrere Bücher erschienen, und es waren zahllose Veranstaltungen geplant, die nun nicht stattfinden können. Immerhin gab es aber eine Livelesung mit Wolfgang Tischer: In sieben Stunden hat er Hölderlins Briefroman »Hyperion« vollständig vorgelesen. Die Lesung wurde zum Nachhören auf YouTube veröffentlicht.


27.03.2019 | Literatur in Hamburg
Johannes Krause, »Die Reise unserer Gene«

Die Geschichte unserer Vorfahren

Johannes Krause
Das Forschungsgebiet von Johannes Krause ist die Archäogenetik, er ist Experte für die Entschlüsselung der DNA aus alten Knochen und Direktor des 2014 neu gegründeten Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte. Seine Arbeit ist, wie es zum Auftakt seines Buches heißt, ein staubtrockener »Knochenjob« und doch ist »Die Reise unserer Gene« das brisanteste und spannendste Wissenschaftsbuch der letzten Monate. Der Grund dafür ist, dass Krause mit seinen DNA-Analysen historische Epidemien und menschlicher Wanderungsbewegungen erklärt.


25.03.2019 | Literatur in Hamburg
Soforthilfe gegen Kulturentzug

Die Poesie-Ambulanz des Thalia Theaters

stuhlreihe
Nach einer Idee des Schweizer Schauspielers Albi Klieber hat das Thalia Theater eine Poesie-Ambulanz aufgemacht, »um den Poesie-Notstand zu beheben«. Auf der Website des Theaters wurde eine »digitale Bühne« eingerichtet, auf der »Netz-Passanten« ein Gedicht oder einen kurzen Text hören können. Texte eingesprochen haben bisher u.a. Steffen Siegmund, Lisa Hagmeister, Christiane von Poelnitz und Julian Greis


24.03.2019 | Literatur in Hamburg
Ingo Schulzes »Die rechtschaffenene Mörder«

Prinz Vogelfrei mit neuen Kräften

Ingo Schulze
Will ich das wirklich weiterlesen? Das fragt man sich auf den ersten Seiten von Ingo Schulzes neuem Roman nicht ganz grundlos. Und es ist ein Zweifel, der die Lektüre für einige Zeit begleitet, obwohl der Autor seine Leser*innen durch ein gut gewähltes Motto vor voreiligen Schlüssen warnt.


23.03.2019 | Literatur in Hamburg
Benjamin Quaderers »Für immer die Alpen«

Die Wahrheit über Staatsfeind Nummer 1

Benjamin Quaderer
Diese Geschichte ist in unzähligen Berichten und Nachrichten um die Welt gegangen. Sie handelt von Größenwahn, Geldwäsche, Erpressung und von einem Whistleblower, der zu Liechtensteins Staatsfeind Nummer 1 wurde. Der junge österreichische Schriftsteller Benjamin Quaderer erzählt sie in seinem Debüt »Für immer die Alpen« (Luchterhand Verlag), das man auch als semidokumentarischen Roman lesen kann. Er changiert meisterhaft zwischen Lüge und Wahrheit, erzählt ganz und gar Unglaubliches und beschert seinen Leser*innen mindestens einen großen Spaß.


22.03.2019 | Literatur in Hamburg
Ab ins Museum!

Das Digitalprogramm der Hamburger Museen

Weblesungen
1200 Jahre Stadtgeschichte auf einen Klick – das gibt es im Digitalprogramm der Hamburger Museen, das bei Tag und bei Nacht erreichbar ist und vor allem auch dann, wenn die Museen geschlossen bleiben müssen. Das Online-Magazin bietet Dossiers, Hamburgensien, historische Bildstrecken mit Hamburg-Ansichten und herausragende Funde aus den Sammlungen. Das Hafenmuseum lädt zu einem 360°-Blick ins Depot und das Museum für Hamburgische Geschichte zu einem virtuellen Gang durch die Ausstellung »Tattoolegenden«


19.03.2019 | Literatur in Hamburg
Jonathan Coes »Middle England«

Adieu, Merry Old England

Jonathan Coe
Mit »Middle England« (Folio Verlag) von Jonathan Coe ist in diesem Frühjahr ein großartiger Brexit-Roman erschienen. Die klug-ironische Komödie verwebt die politisch-gesellschaftlichen Entwicklungen von 2010 bis 2019 meisterhaft mit dem Leben einer Mittelstandsfamilie in den idyllischen Midlands.


19.03.2019 | Literatur in Hamburg
Konzertierte Maßname gegen die Kultur-Flaute durch COVID-19

One Hamburg

One Hamburg
Die Hamburger Agentur »Geheimtipp Media« hat den Social-TV-Sender ONE HAMBURG freigeschaltet. Unter dem Motto »Wenn ihr nicht mehr zur Kultur könnt, bringen wir sie jetzt eben zu euch nach Hause!« präsentiert der Sender Livestream Panels, Live-Podcasts, News, Interviews, Konzerte, Lesungen und Co., die man vom Sofa aus verfolgen kann. Das Projekt wird von Hamburg Marketing unterstützt.


COVID-19

Hamburg Kreativgesellschaft veröffentlicht Infos über Hilfsangebote

Die Kulturbranche in Deutschland ist durch die Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden Krise. Vom großen Theater und Festival über Kinos und Musikclubs bis zu den zahllosen Freischaffenden im kulturellen Bereich sind die Umsatzeinbußen schon innerhalb weniger Wochen existenzbedrohend. Die Hamburg Kreativgesellschaft hat die Auswirkungen der Krise zusammengefasst und stellt auch die Sofortmaßnahmen und Hilfestellungen von Verbänden, Behörden und dem Bund vor.


COVID-19: Auswirkungen auf Hamburger Kultureinrichtungen

Alle Veranstaltungen untersagt

Sämtliche Kultureinrichtungen in Hamburg sind bis mindestens Ende April geschlossen, untersagt wurden auch alle nichtöffentlichen Veranstaltungen. Die Maßnahmen zur Minimierung von Ansteckungsmöglichkeiten mit dem Coronavirus betreffen den Betrieb von u.a. Kinos, Clubs, Diskotheken, Spielhallen, Schwimmbädern, Saunas, Fitness- und Sportstudios sowie sämtliche Einzelhandelsgeschäfte. Ausgenommen sind nur Geschäfte, die den täglichen Bedarf abdecken.

Bitte beachten Sie, dass in Folge des Shutdowns seit dem 16. März keine der in der Printausgabe für und unter www.literaturinhamburg.de angekündigten Veranstaltungen ausgerichtet werden dürfen.

Weitere Informationen finden Sie hier Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Freien und Hansestadt Hamburg