Dienstag, 28.10.2025
Podium
»Strategien Neurechter Literaturpolitik«
Kevin Kempke, Foto: privat
Am 8. und 9. November 2025 organisieren Veranstalter aus dem neurechten Spektrum in Halle die »Seitenwechsel-Büchermesse«, als angeblich freiheitliche Alternative zur wenige Tage zuvor stattfindenden Frankfurter Buchmesse. Seit es dort 2017 zu Protesten gegen die Präsenz rechter Verlage gekommen ist, wird kontrovers darüber diskutiert, ob und wie der Literaturbetrieb mit der Forderung nach Meinungsfreiheit und publizistischer Offenheit in alle Richtungen umgehen sollte. Eine Wortführerin und Organisatorin von »Seitenwechsel« ist Susanne Dagen, die in Dresden das Buchhaus Loschwitz führt und dort für die AfD im Stadtrat sitzt. Gemeinsam mit Ellen Kositza und deren Ehemann Götz Kubitschek, dem Verleger des rechten Antaios Verlags, arbeitet sie daran, identitäre, migrations- und transfeindliche Impulse in bildungsbürgerliche und literaturaffine Kreise auszusenden. Ihr Literaturpodcast »Umgeblättert. Zugeschlagen. Mit Rechten lesen« ist dafür nur ein Beispiel.
Literaturhaus, Schwanenwik 38, 19.30 Uhr, € 12,–/8,–, Streaming: € 6,–
Lesung
»Das kunstseidene Mädchen«
Szenische Lesung nach dem Roman von Irmgard Keun mit Julia Kemp, musikalisch begleitet von Jonathan Wolters an Klavier und Klarinette.Sprechwerk, Klaus-Groth-Str. 23, 19.00 Uhr, € 18,–
Roter Salon
»Anti-ökonomischer Kommunismus. Batailles nietzscheanische Herausforderung«
Jenny Kellner bearbeitet in ihrem Buch den Begriff „Kommunismus“ sowie die damit verbundenen Vorstellungen anhand der Überlegungen zweier kreativer Denker: Georges Bataille und Friedrich Nietzsche. Batailles radikales Denken entfaltet sich in seinem Werk in affirmativen Bezügen zu Nietzsche und zugleich zum kommunistischen Projekt. Im Spannungsfeld der Vision eines „anti-ökonomischen Kommunismus“, führt Kellner eine tiefgehende Auseinandersetzung über die Gesellschaft, das Lebensrecht aller und die Souveränität des einzelnen Individuums. Ihr Ziel ist es, den Kommunismus-Begriff für gegenwärtige Diskussionen wieder fruchtbar zu machen.Moderation: Finn Schreiber (Roter Salon).
Eine Veranstaltung des Roten Salons. Der Rote Salon ist ein 2024 vom Journalisten Michael Hopp gegründetes Veranstaltungsformat, das politische Literatur im Gespräch mit den Autor:innen vorstellt.
Vortragsraum der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, Von-Melle-Park 3, 18.30 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung unter: www.roter-salon-hamburg.de.
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Kristine Bilkaus neuer Roman »Halbinsel«
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Dmitrij Kapitelmans »Russische Spezialitäten«
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Ursula Krechels Roman »Sehr geehrte Frau Ministerin«
Mutter ist die beste
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Andreas Reckwitz´ »Verlust - Ein Grundproblem der Moderne«
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Heinz Strunks »Zauberberg 2«
Die endlos strapazierte Hoffnung
Heinz Strunk, Foto: Dennis Dirksen
Der neue Roman von Olga Grjasnowa
»Juni, Juli, August«
Olga Grjasnowa, Foto: Benner
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Gaea Schoetters neuer Roman »Trophäe«
Ein folgenschwerer Deal
Gaea Schoeters, Foto: Sébastien Van Malleghem








