Veranstaltungen

Donnerstag, 06.06.2019


Literatur im Gespräch

»Ausgesprochen gut!«

Christine Knödler und Katharina Mahrenholtz empfehlen Neuerscheinungen der Kinder- und Jugendliteratur.

Literaturhaus, Schwanenwik 38, 19.30 Uhr, € 10,–/6,–


Literatur Altonale

Literatur Ahoi! mit Jan Brandt, Lola Randl und Stephan Orth

Jan Brandt
Jan Brandt, Foto: Anika Büssemeier
Stadträume mit Literatur erlebbar zu machen und dabei die Grenzen literarischer Darbietungsformen immer wieder neu auszuloten, das ist erklärtes Programm der literatur altonale. Dazu gehört das »Bücherblühen« und »Poeten im Park«, dazu gehören ein »Zuhör-kiosk«, »Wohnzimmerlesungen«, ein ZIEGEL-Speed Dating und natürlich auch eine Hafenrundfahrt. Bei der geht es mit Jan Brandt, Lola Randl und Stephan Orth an Bord der MS Commodore um eine Frage, die mitten hineinführt in zentrale Probleme unserer Zeit. Sie lautet: Wo wollen wir leben? Auf dem Land oder in der Stadt? In Deutschland oder vielleicht ganz woanders?

Im letzten Jahr ist eine Studie der Bertelsmann-Stiftung erschienen, in der die Wanderungsbewegungen der Deutschen untersucht wurden. Stadt oder Land, das war die Frage, die man sich zwar nicht statistisch genau, aber doch so ungefähr auch bei einem Blick in die Bestsellerlisten beantworten kann. Jan Brandt erzählt in seinem neuen Buch mit dem verheißungsvollen Titel »Ein Haus auf dem Land / Eine Wohnung in der Stadt« im ersten Teil »Von einem, der auszog, um in seiner neuen Heimat anzukommen«. Und davon, dass Berlin einmal die einzige Großstadt war, in der man relativ leicht eine günstige Wohnung finden und dann auch noch in einer umtriebigen Kunst- und Literaturszene ankommen konnte. Das ist inzwischen lange her, der weltweite Berlin-Hype hat tiefe soziale Verwerfungen hinterlassen. Für Jan Brandt ist die Angst, seine Wohnung zu verlieren, ein Dauerzustand geworden und Berlin »ein Ort des Übergangs«. Doch zurück aufs Land kann er auch nicht. Im zweiten Teil seines Buches erzählt er »Von einem, der zurückkam, um seine alte Heimat zu finden« und ist auch dort mit entschlossenen Immobilienspekulanten konfrontiert.

Die Filmemacherin Lola Randl ist aus dem Berliner Stadtleben eines Tages einfach in die Uckermark gezogen. In ihrem höchst unterhaltsam erzählten Roman »Der große Garten« erfährt man, was sie dort erwartete: »Wintergemüse« und »Tauschwirtschaft«, aber auch »Schmetterlinge« und »Schnapspralinen«, ein Mann und ein Liebhaber, Wühlmäuse und eine Therapeutin aus der Stadt, die auch nicht mehr weiter wusste.
Stephan Orth hat aus den Irrungen und Wirrungen des deutschen Großstadt- und Landlebens den vielleicht einzig richtigen Schluss gezogen, er ist schon seit 2003 als Couchsurfer unterwegs und erzählt davon, was er bei seinen abenteuerlichen Reisen erlebt. Zuletzt war er zum »Couchsurfing in China«, er hält es für das »faszinierendste Reiseland der Welt«, weil es sich »schneller verändert als jedes andere«. Vielleicht ist also weder Land noch Stadt die angemessene Antwort auf die Frage, wo wir leben wollen, sondern führt schnurstracks aufs Sofa.

Literatur Altonale auf dem Fahrgastschiff MS Commodore, Anleger Altona (Fischmarkt), 19.30 Uhr, Eintritt nach Wunsch, Kartenreservierung: € 5,– (Gebühr)


Lesung und Gespräch

»Unabhängige Verlage stellen sich vor«

Der Hamburger Punktum Verlag stellt sein neues Programm vor, aus seinem Buch »Die Graupensuppe« liest Günter Märtens.

Lesesaal Buchhandlung & Café, Stadthausbrücke 6, 15.00 bis 19.00 Uhr, € 8,–


Wettlesen

»Schnellgedichte und anderes literarisches Fastfood«

Gedichte-Wettbewerb, bei dem drei Teilnehmende literarisch gegeneinander mit Stehgreif-Gedichten antreten, über deren Thema das Publikum entscheidet. Dazu gibt es die besten Gedichte von Robert Gernhardt und Live-Musik. Moderation: Gerd Rindchen.

Hamburger Kammerspiele und Rindchen´s Weinkontor in den Kammerspielen, Hartungstr. 9-11, 20.15 Uhr, € 20,–


Krimi-Lesung

»Teatime is Crimetime«

Carola Christiansen liest aus ihrem Kriminalroman »Der andere Zwilling«.

Literatur Altonale im Eaton Place, Bahrenfelder Str. 80-82, 18.00 Uhr, € 40,– Eintritt bei Buchung eines »High Tea« auf www.eaton-place.de, serviert werden zur Lesung u.a. herzhafte Snacks, frische Scones, Clotted Cream, zur Wahl stehen diverse Teekreationen.


Lesung

»Poetas andaluces«

In ihrem Programm verknüpfen die Sängerin und Tänzerin Elva La Guardia und der Gitarrist Thomas Hickstein die Volkskunst des Flamencos mit der Poesie spanischer Dichter wie García Lorca und Ramón Jiménez. Die beiden renommierten Künstler haben ein Programm entwickelt, das eine Verbindung von Folklore, spanischer Dichtung des 20. Jahrhunderts und zeitgenössischen Arrangements schafft.

KulturKreis Walddörfer e.V. in der Bibliothek der Ohlendorff´schen Villa in Volksdorf, Im Alten Dorfe 28, 19.30 Uhr, € 15,–/13,–, Vorverkauf in der Buchhandlung I. v. Behr


Talk

»Zündstoffe«

Kester Schlenz trifft sich mit Olli Dittrich zum Gespräch über die Frage: »Mir ist so komisch – worüber lachen wir? Und wenn ja, warum?«

Hamburger Theaterfestival im St. Pauli Theater, Spielbudenplatz 29-30, 20.00 Uhr, € 15,


Lesung

»Ringelnatz ein echter Schatz«

Die Hamburger Kabarettistin und Autorin Helga Siebert und die Musikerin Angelika Eger kapern die Luke 4 auf der Cap San Diego, um die »Landratten« mit »ihrem« Ringelnatz und Musik zu erfreuen.

Cap San Diego, Überseebrücke, 20.00 Uhr. € 16,–


Lesung

Altonale Lesebühne

Zum neunten Mal organisiert das Literaturnetzwerk »Textfabrique 51« die altonale Lesebühne. Willkommen sind literarische Texte aller Genres, ob Kurzprosa, Romanauszug, Lyrik, Liedtext oder Tagebucheintrag – mit oder ohne musikalische Begleitung. Lesezeit: 8 Minuten. Moderation und Textauswahl: Textfabrique 51.

MOTTE, Eulenstraße 43, 19.30 Uhr, Anmeldung Lesende und Gäste bis 31.5. per E-Mail an elbaol(at)gmx.de, Eintritt nach Wunsch