Montag, 06.07.2020


Peter Rühmkorf Jazzslam

Online-Edition des Altonaer Museums




Wie kein anderer deutscher Dichter hat Peter Rühmkorf Jazz und Lyrik zusammengebracht. Seine Lesungen mit Jazzmusikern sind heute legendär. Zu der Ausstellung »Lass leuchten« über das Leben und Werk von Peter Rühmkorf (1929–2008), die noch bis zum 20. Juli gezeigt wird, hat das Altonaer Museum vier Poetry Slammer*innen dazu eingeladen, ihre Texte vorzutragen, der Jaszzpianist Malte Winter improvisiert dazu. Alle Texte stehen unter Peter Rühmkorfs Motto »Entschuldigen Sie, die Welt ist schön und muss gefeiert werden! «



Alle Videos gibt es hier auf der Website des Altonaer Museums »


24.06.2020 | Literatur in Hamburg
Zoë Becks neuer Kriminalroman

Die schöne neue Welt von »Paradise City«

Zoë Beck
Zoë Beck, Foto: Victoria Tomaschko
Zeitgemäß, brandaktuell, hochspannend, das sind die Thriller von Zoë Beck sowieso immer. In »Schwarzblende« (2015) fiktionalisiert sie das Attentat auf einen britischen Soldaten 2013 in London für einen Blick in die Abgründe einer Gesellschaft, die zwischen Sensationsgier und Ohnmacht aufgerieben wird. »Die Lieferantin« (2017) spielt in der nahen Zukunft im Drogenmilieu Londons und entwirft das Bild einer Gesellschaft, die immer weiter auseinander driftet. Für »Paradise City« (Suhrkamp Verlag) hat sie nun die bisher schönste ihrer dystopischen Welten aus den vergangenen Jahren erfunden und zielt damit direkt ins Zentrum der Krise, die uns gegenwärtig alle umtreibt.


18.06.2020 | Literatur in Hamburg
Online-Lesereihe der Buchhandlung Lüders

»Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein«

Benjamin Maack
Benjamin Maack, Foto: Heike Steinweg, Suhrkamp Verlag
Die Buchhandlung Lüders präsentiert in der neuen Online-Lesereihe mit Hamburger Autor*innen nach Leona Stahlmann, Kübra Gümüsay, Lothar Frenz, Sebastian Stuerz und Marie-Alice Schultz eine Lesung mit der Hamburger Autor Benjamin Maack, der sein im Frühjahr neu erschienenes Buch »Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein« vorstellen wird.


Buchhandlung Lüders auf Instagram

Wenn das Ich plötzlich verloren geht – Benjamin Maacks neues Buch »Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein« (Suhrkamp Verlag)


15.06.2020 | Literatur in Hamburg
Nora Gantenbrinks Romandebüt »Dad«

Wenn Träume immer wiederkehren

Nora Gantenbrink
Nora Gantenbrink, Foto: Susanne Baumann
Nach ihrem grandiosen Debüt mit dem Erzählband »Verficktes Herz & andere Geschichten« ist im Frühjahr der erste Roman der Hamburger Journalistin und Autorin Nora Gantenbrink erschienen. In »Dad« erzählt sie von einer »Leerstelle«, die ein abwesender Hippie-Vater im Leben seiner Tochter hinterlässt. Und von dem Versuch, diese »Leerstelle« durch eine Recherche über den früh an Aids verstorbenen Vater zu kitten. Trotz der traurigen Geschichte ist »Dad« ein rasanter Roman, der viel Spaß und vor allem auch Mut macht.


12.06.2020 | Literatur in Hamburg
Literarische Streifzüge in Hamburg

»Die rege Freiheit überall«

Friedrich Schiller im Reisemantel, Hamburg Dammtor
Friedrich Schiller im Reisemantel und mit Buch in der Hand vor dem CinemaxX am Dammtor © Jabel
Bei literarischen Streifzügen, ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad, gibt es in der oft als kulturfern gescholtenen Handelsstadt Hamburg jede Menge zu entdecken. Drei Bücher empfehlen sich für die Planung von Ausflügen an die Schausplätze der Hamburger Literatur.


10.06.2020 | Literatur in Hamburg
Video, Podcast, Online-Lesung

»Alles digital, oder was?«

Leona Stahlmann
Leona Stahlmann, Foto: Simone Hawlisch
Nahezu alle Kulturinstitutionen in Hamburg haben in den vergangenen Monaten digitale Projekte ins Leben gerufen. Viele sind nicht mehr als ein Notbehelf, manche stehen aber auch für sich und zeigen, wie wichtig kulturelle Erlebnisräume und ihre einzigartige Perspektive auf wichtige Themen und Fragestellungen sind. Kultur hat Wirkungsmacht, und auch wenn sie nicht so direkt einlösbar ist, wie bei Erkenntnissen der Natur- oder Sozialwissenschaften, bleibt ein Fanal, dass sie ausgerechnet in der schlimmsten Krise seit Jahrzehnten ihre Bühnen verloren hat. Um all dem, was in den vergangenen Monaten untergegangen ist, Gehör zu verschaffen, hat sich das Netzwerk der Literaturhäuser zu der Kampagne »Zweiterfrühling« zusammengeschlossen. Gleichzeitig startet das Literaturhaus Hamburg an diesem Donnerstag das neue Digitalprojekt »Zugabe«. Zu Gast ist Leona Stahlmann. Doch auch sonst hat der Spielort Internet viel Neues für diesen Sommer im Programm.


05.06.2020 | Literatur in Hamburg
Katerina Poladjans neuer Roman »Hier sind Löwen«

Armenische Bindetechnik

Katerina Poladjan
Katerina Poladjan, Foto: Andreas Labes
Es ist einer der hochgelobten Romane aus dem vergangenen Jahr, gefeiert »als Schatzkästlein, das mehr enthält, als man sehen kann« (»Frankfurter Rundschau«), und nominiert für den deutschen Buchpreis 2019. Die Schauspielerin und Autorin Katerina Poladjan, 1971 in Moskau geboren und russisch-armenischer Herkunft, verbindet in »Hier sind Löwen« (S. Fischer) ihre eigene Familiengeschichte mit einer Reise in die Geschichte Armeniens und einer Spurensuche über den Völkermord der christlichen Armenier in der Türkei vor 100 Jahren. Ausgangspunkt ist eine Jahrhunderte alte handgeschriebene Familienbibel.


29.05.2020 | Literatur in Hamburg
Anne Enrights neuer Roman »Die Schauspielerin«

Kirschblüten, die davonwehen

Anne Enright
Anne Enright, Foto: Hugh Chaloner
Sie ist bekannt dafür, Beziehungslügen unerbittlich zu sezieren: Die irische Schriftstellerin Anne Enright ist ihren Figuren schon mit ihren Romanen »Das Familientreffen«, der mit dem renommierten Booker-Preis ausgezeichnet wurde, und »Anatomie einer Affäre« schonungslos aufrichtig zu Leibe gerückt. Das macht sie nun auch in ihrem neuen Roman »Die Schauspielerin«, der von einer Mutter-Tochter-Beziehung erzählt und davon, wie es ist, im Schatten einer Ikone aufzuwachsen.


28.05.2020 | Literatur in Hamburg
Online-Lesereihe der Buchhandlung Lüders

»Mikadowälder«

Marie-Alice Schultz
Marie-Alice Schultz, Foto: Rasmus Tanck
Die Buchhandlung Lüders präsentiert in der neuen Online-Lesereihe mit Hamburger Autor*innen nach Leona Stahlmann, Kübra Gümüsay, Lothar Frenz und Sebastian Stuerz eine Lesung mit der Hamburger Künstlerin und Schriftstellerin Marie-Alice Schultz, die ihren Debütroman »Mikadowälder« vorstellen wird.


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25.05.2020 | Literatur in Hamburg
Jan Drees´neuer Roman »Sandbergs Liebe«

»Liebe allein reicht nicht«

Jan Drees
Jan Drees, Foto: Secession Verlag
Man ahnt schon mit dem Motto dieses Romans, dass er eine Geschichte erzählt, die nicht gut ausgehen wird: »Liebe allein reicht nicht« (Felix-Emeric Tota). In seiner trivialen Vieldeutigkeit könnte das auch der Titel eines angesagten Beziehungsratgebers sein, man müsste ihn nur noch um eine modische Girlande wie »77 Dinge, die jedes Paar einmal machen sollte« ergänzen. Als ironische Referenz über das Liebesleben in Zeiten von Tinder und Co. passt es jedoch ganz wunderbar zu dem anspielungsreichen Poproman »Sandbergs Liebe« (Secession) von Jan Drees. Er führt zwei High Potentials in einen tiefen Irrgarten aus Verheißungen, Versprechungen und Sehnsüchten, ohne dass sie je wirklich zueinander finden.


17.05.2020 | Literatur in Hamburg
Olivia Wenzels Romandebüt »1000 Serpentinen Angst«

Was alles in ein Leben passt

Olivia Wenzel
Olivia Wenzel, Foto: Juliane Werner
Bekannt wurde sie bisher vor allem als Theaterautorin und Musikerin, ihre Stücke wurden an den Münchner Kammerspielen, am Hamburger Thalia Theater und am Deutschen Theater Berlin aufgeführt, sie ist als Performerin mit Kollektiven wie »vorschlag:hammer« aufgetreten und als Musikerin unter dem Namen Otis Foulie. In diesem Frühjahr ist der Debütroman »1000 Serpentinen Angst« (S. Fischer) von Olivia Wenzel erschienen. Es ist eine höchst kunstvolle Romancollage, in der die 1985 in Weimar geborene Autorin von einem ergreifenden Parforceritt ihrer jungen Protagonistin erzählt, einer queeren und schwarzen Frau aus dem Osten.


03.05.2020 | Literatur in Hamburg
Eshkol Nevos neuer Roman »Die Wahrheit ist«

Eine mögliche Liebe

Eshkol Nevo
Eshkol Nevo, Foto: Bogenberger Autorenfotos
Er gibt vor, die Wahrheit zu erzählen. »Schluss mit den Lebenslügen« steht in großen schwarzen Lettern auf dem Buchrücken und vorne drauf heißt es: »Die Wahrheit ist« (dtv). Tja, nur was, das ist hier die Frage.


Mit Navid Kermani auf der »Balkanroute«

»Einbruch der Wirklichkeit«

Navid Kermani war im Herbst 2015 Im Auftrag des Nachrichtenmagazins »Der Spiegel« war Navid Kermani im Herbst 2015 auf der »Balkanroute« unterwegs. Unter dem Titel »Einbruch der Wirklichkeit. Auf dem Flüchtlingstreck durch Europa« veröffentlichte er seine Reportagen und beschrieb »die Lage an der türkischen Westküste. Die sog. „Europäische Flüchtlingskrise«. Das Ensemble des SchauSpielHauses hat gemeinsam mit Navid Kermani seine Reportagen eingelesen, um auch und gerade in Zeiten der COVID-19-Pandemie, auf die Situation der Geflüchteten insbesondere an der griechisch-türkischen Grenze aufmerksam zu machen.


Das Ensemble des SchauSpielHauses liest Reportagen von Navid Kermani www.schauspielhaus.de/de_DE/leave-no-one-behind#.
Der SchausSpielHausStream: www.schauspielhaus.de/de_DE/onlinespielplan .


Sven Walser liest Thomas Mann

»Der Zauberberg«




Der 1924 erschienene Bildungsroman »Der Zauberberg« von Thomas Mann erzählt von Hans Castorp, den es in die abgeschlossene Welt eines Sanatoriums im Hochgebirge verschlägt, es wird zum Schauplatz für die europäische Befindlichkeit vor dem Ersten Weltkrieg und konfrontiert den jungen Helden mit Politik und Philosophie, aber auch Liebe, Krankheit und Tod. »Der Zauberberg« gilt als einer der ganz großen Romane der klassischen Moderne.

Täglich um 16.30 liest Sven Walser ein neues Kapitel aus »Der Zauberberg«, das dann
in der Mediathek des Ernst-Deutsch-Theaters abrufbar ist.


25.04.2020 | Literatur in Hamburg
Maren Kames funkelnder Nachtgesang »luna luna«

Sehnsucht, Enttäuschung und Raserei im Mondgebiet

Maren Kames
Maren Kames, Foto: Mathias Bothor
Zuerst klebt sie sich »eine gans / aus pappmaché, / mit flügeln / und allem,« dann holt sie tief Luft und ist unversehens als entzweigebrochenes Ich mittendrin in dem »Mondgebiet«, das dieses grandiose, seit Monaten gefeierte Versepos durchschreitet. Es heißt »luna luna« und ist, wie schon das Debüt »Halb Taube halb Pfau« von Maren Kames, ein Gesamtkunstwerk.


20.04.2020 | Literatur in Hamburg
Delia Owens »Der Gesang der Flusskrebse«

Wo das Wasser in den Himmel fließt

Delia Owens
Delia Owens, Foto: Dawn Marie Tucker
Ergreifender Coming-of-Age-Roman, spannender Krimi und sehnsuchtsvolle Liebesgeschichte, all das ist Delia Owens »Der Gesang der Flusskrebse« (hanserblau). Seit über einem halben Jahr ist der Roman in Deutschland ein Bestseller, so wie in den USA schon seit seinem Erscheinen im Herbst 2018. In dieser Woche wäre Delia Owens in Deutschland auf Lesereise gewesen. Live erleben kann man sie nun leider nicht, aber der Roman empfiehlt sich natürlich trotzdem, vor allem auch wegen der grandiosen Beschreibungen des Naturraums, in dem er spielt, es ist das Marschland von North Carolina.


18.04.2020 | Literatur in Hamburg
#thaliadigital: The Rest Is Missing

»Max Frisch im Homeoffice«

Folge 2: Es lesen Marie Jung, Julian Greis und Paul Schröder
»Jeder für sich und doch als Ensemble«, das ist das Konzept der Lesereihe, die das Thalia Theater aus und ins Homeoffice sendet. Schauspielerinnen und Schauspieler lese aus Max Frischs »Der Mensch erscheint im Holozän« und »Fragebogen«. Konzept: Katharina Arkit und Nadin Schumacher.


Heute ab 19 Uhr auf thalia-theater.de/ondemand, danach für 24 Stunden verfügbar.


18.04.2020 | Literatur in Hamburg
#thaliadigital: The Rest Is Missing

»#Décaméron-19«

Giovanni Boccaccio Portrait 1
Mit dem europäischen Hörspielprojekt #Décaméron-19 nach »Il Decamerone« von Giovanni Boccaccio hat das Thalia Theater nun auch ein reines Audio-Format unter den digitalen Angeboten. Das von dem französischen Regisseur Sylvain Creuzevault initiierte Projekt bringt Künstlerinnen und Künstler zu einer gemeinsamen Erzählung zusammen: Wo auch immer sie sich befinden, sind sie gebeten, eine der 100 Geschichten aus »Il Decamerone« in ihrer Muttersprache aufzunehmen. Alle Beiträge können auf Deutsch auch nachgelesen werden.

»Il Decamerone« ist eine Sammlung von 100 Novellen von Giovanni Boccacio, die vermutlich zwischen 1349 und 1353 entstanden ist und als stilbildend für fast alle weiteren Novellensammlungen der abendländischen Literatur gilt sowie als Ursprung der italienischen Prosa überhaupt.


Jeden Morgen um 10 Uhr (Mo-Fr) kommt thaliadigital-decameron eine neue Geschichte dazu.


17.04.2020 | Literatur in Hamburg
»FAQ-Room Spezial« im HörSpielHaus

»One person can make a difference«

Hörspielhaus
FAQ-Room Spezial im HörSpielHaus
Am vergangenen Freitag sollte die Shoa-Überlebende Irene Butter im Schauspielhaus zu Besuch sein, um im Gespräch mit Constantin Schreiber und Caroline Schmidt von Verfolgung und Flucht, von ihrem Jahr in Bergen-Belsen und ihrem Leben in Amerika zu erzählen. Statt der Veranstaltung gibt es nun ein »FAQ-Room Spezial« im HörSpielHaus: Gala Winter liest aus »Shores beyond Shores. From Holocaust to Hope«, den Lebenserinnerungen von Irene Butter, im Gespräch mit Agnes Bührig führt Kulturveranstalterin Barbara Heine in das Buch ein.


FAQ-Room Spezial im Hörspielhaus auf Soundcloud


17.04.2020 | Literatur in Hamburg
»Kultur kennt keinen Shutdown«

Agentur HeineKomm ruft mit Video zu Spenden auf

»We’ll Meet Again« mit CLEO & David Grabowski
Es ist einer der bekanntesten Songs aus dem zweiten Weltkrieg, der bis heute immer mal wieder in Filmen nachhallt und oft gecovert wird. Geschrieben haben ihn Ross Parker und Hughie Charles 1939, die britische Sängerin Vera Lynn hat den Song bei ihren Touren an der Front im Zweiten Weltkrieg bekanntgemacht: »We’ll Meet Again« wurde zu einer Hymne für die Soldaten an der Front und ihre Familien. In einer Kooperation mit der jungen Jazz-Sängerin CLEO und dem Gitarristen David Grabowski hat die Kommunikations- und Kulturagentur HEINEKOMM den ikonischen Titel wieder entdeckt, neu eingespielt und gemeinsam mit dem Filmemacher Oliver Gieth (35Film) ein Musikvideo produziert.

Alle Erlöse aus der Produktion gehen an den Hilfsfond »Kunst kennt keinen Shutdown« für die Unterstützung freier Künstlerinnen und Künstler der Hamburgischen Kulturstiftung. Das Video wird seit heute auf YouTube gelaunched, in den nächsten Tagen wird die Single »We’ll Meet Again« dann auf allen bekannten Online- und Streaming-Plattformen veröffentlicht.
Wer direkt an die Kulturstiftung spenden will, hier die Kontodaten:

Stichwort: »Hilfsfonds«, Hamburgischen Kulturstiftung, IBAN: DE24 2012 0000 0052 7570 28


Lesebühne BEI HILDE ist als HÖRHILDE auf Sendung

»Frühlingsgedusel und Schmachtfetzen«

Lesebühne Bei HILDE, Foto: Miguel Ferraz

Nachdem die Lesebühnenshow »BEI HILDE - Brot und Geschichten« leider bis auf noch unbestimmte ausfallen muss, gab es jetzt die erste Ausgabe der »HörHILDE«. Am Donnerstag, dem 16. April war die digitale Lesebühne zur besten Abendbrotzeit um 18.00 Uhr auf www.brakula.de online - und kann dort natürlich auch jederzeit nachgehört werden.

Die vier Hamburger Lesebühnenautor*innen von "BEI HILDE", Julia Jessen, Sarah Knausenberger, Carla M. Paulsen und Alexander Posch haben eigene Geschichten und Gedichte gelesen – und dazu gab es auch noch beste Musik von WIM. In den nächsten Wochen wird es weitere Ausgabe der »HörHILDE« geben, ab 28. April bis Ende Mai immer dienstags zur Abendbrotzeit.


Jetzt im Film

Sonntagsmatinée mit Viola Rusche und Mirko Bonné

Im Januar haben Viola Rusche und Mirko Bonné im Heine Haus Hamburg in einer Sonntagsmatinée den gemeinsam von ihnen herausgegebenen Gedichtband »In der dritten Minute der Morgenröte« (Schöffling & Co.) von Christian Saalberg vorgestellt. Die Sonntagsmatinée wurde gefilmt und von Viola Rusche, der Tochter Christian Saalbergs, die als Cutterin und Filmemacherin in Berlin lebt, bearbeitet und jetzt auf Vimeo veröffentlicht.

In der Literaturkritik ist der Sammelband mit Gedichten von Christian Saalberg als »Wiederentdeckung einer ganz großen Gestalt der Gegenwartslyrik, unverwechselbar in ihrer Imaginationskraft und ihrem melodiösen Ton« (Michael Braun, Signaturen Magazin) gefeiert worden. Der Lyriker Christian Saalberg (1926-2006) hat zwischen 1963 und 2005 nahezu unbeachtet von der Literaturkritik und einem Publikum jenseits weniger Freunde und Fans 23 Gedichtbände veröffentlicht. Liebe, Tod, Sagbarkeit und Würde des Randständigen sind Hauptthemen in seinem poetischen Kosmos.


Sonntagsmatinée mit Viola Rusche und Mirko Bonné im Heine Haus Hamburg


Digital von 6. bis 11. April

Hafenlesung #22

Hafenlesung online edition #3: Anselm Neft
Die 22. Ausgabe der Hafenlesung wird zwar nicht begleitet von veganen Leckereien, aber sie findet digital statt: Es gibt »neue aufregende Texte« (»foundintranslation«) auf Mazedonisch und Serbisch, Griechisch, Spanisch, Portugiesisch und Deutsch. Es lesen die junge brasilianische Performerin Adelaide Ivánova, die junge serbisch-mazedonische Lyrikerin Verica Tričković, der vielfach ausgezeichnete griechische Autor Christos Asteriou, der in Chile lebende Autor Benjamín Labatut sowie die Hamburger Autoren Marc Degens und Anselm Neft. Die Videos werden vom 6. bis zum 11. April jeweils spät abends hochgeladen.

»foundintranslation« auf YouTube
hafenlesung.com


»Literatur in Zeiten der Verunsicherung«

Erfolgreiche Benefizlesungen von Saša Stanišić

Saša Stanišić
Saša Stanišić hat bei drei Benefizlesungen aus seinem mit dem Deutschen Buchpreis 2019 ausgezeichneten Buch »Herkunft« und seinem Erzählband »Fallensteller« (2016) insgesamt über 35.000 Euro an Spenden für Hilfsorganisationen eingesammelt. Der in Hamburg lebende Schriftsteller unterstützt mit dem Geld u.a. die Initiativen »Sea-Watch 3«, die »Refugee Law Clinic Berlin«, ein Obdachlosen-Projekt und das 6. Autonome Frauenhaus in Hamburg. Die Lesungen hatten mehrere tausend Zuschauer und Instagram und Twitch.


Videokanal von Saša Stanišić auf Twitch.tv »
Saša Stanišić auf Instagram »
»Gemischtes Doppel«

Annemarie Stoltenberg und Rainer Moritz geben Buchtipps

»Gemischtes Doppel«: Auftkatvideo
Weil das Literaturhaus Hamburg alle Veranstaltungen bis Ende April absagen musste, kommen die Leseempfehlungen für Romane und Sachbücher von Annemarie Stoltenberg und Rainer Moritz nun in kleinen Portionen.


Die erste Staffel der Leseempfehlungen finden Sie hier:
»Gemischtes Doppel«: Folge 1 bis 5

Montags bis Freitags um 9.45 Uhr steht ein neuer Lektürehinweis online auf Literaturhaus-Hamburg.de


28.03.2019 | Literatur in Hamburg
Online-Lesung zu Hölderlins 250. Geburtstag

»Hyperion«





Am 20. März 1770 wurde in Lauffen am Neckar im Herzogtum Württemberg der Dichter Friedrich Hölderlin geboren. Zum 250. Geburtstag des Dichters, der heute als Vorreiter der modernen Poesie gefeiert und verehrt wird, sind mehrere Bücher erschienen, und es waren zahllose Veranstaltungen geplant, die nun nicht stattfinden können. Immerhin gab es aber eine Livelesung mit Wolfgang Tischer: In sieben Stunden hat er Hölderlins Briefroman »Hyperion« vollständig vorgelesen. Die Lesung wurde zum Nachhören auf YouTube veröffentlicht.


27.03.2019 | Literatur in Hamburg
Johannes Krause, »Die Reise unserer Gene«

Die Geschichte unserer Vorfahren

Johannes Krause
Das Forschungsgebiet von Johannes Krause ist die Archäogenetik, er ist Experte für die Entschlüsselung der DNA aus alten Knochen und Direktor des 2014 neu gegründeten Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte. Seine Arbeit ist, wie es zum Auftakt seines Buches heißt, ein staubtrockener »Knochenjob« und doch ist »Die Reise unserer Gene« das brisanteste und spannendste Wissenschaftsbuch der letzten Monate. Der Grund dafür ist, dass Krause mit seinen DNA-Analysen historische Epidemien und menschlicher Wanderungsbewegungen erklärt.


25.03.2019 | Literatur in Hamburg
Soforthilfe gegen Kulturentzug

Die Poesie-Ambulanz des Thalia Theaters

stuhlreihe
Nach einer Idee des Schweizer Schauspielers Albi Klieber hat das Thalia Theater eine Poesie-Ambulanz aufgemacht, »um den Poesie-Notstand zu beheben«. Auf der Website des Theaters wurde eine »digitale Bühne« eingerichtet, auf der »Netz-Passanten« ein Gedicht oder einen kurzen Text hören können. Texte eingesprochen haben bisher u.a. Steffen Siegmund, Lisa Hagmeister, Christiane von Poelnitz und Julian Greis


23.03.2019 | Literatur in Hamburg
Benjamin Quaderers »Für immer die Alpen«

Die Wahrheit über Staatsfeind Nummer 1

Benjamin Quaderer
Diese Geschichte ist in unzähligen Berichten und Nachrichten um die Welt gegangen. Sie handelt von Größenwahn, Geldwäsche, Erpressung und von einem Whistleblower, der zu Liechtensteins Staatsfeind Nummer 1 wurde. Der junge österreichische Schriftsteller Benjamin Quaderer erzählt sie in seinem Debüt »Für immer die Alpen« (Luchterhand Verlag), das man auch als semidokumentarischen Roman lesen kann. Er changiert meisterhaft zwischen Lüge und Wahrheit, erzählt ganz und gar Unglaubliches und beschert seinen Leser*innen mindestens einen großen Spaß.


19.03.2019 | Literatur in Hamburg
Jonathan Coes »Middle England«

Adieu, Merry Old England

Jonathan Coe
Mit »Middle England« (Folio Verlag) von Jonathan Coe ist in diesem Frühjahr ein großartiger Brexit-Roman erschienen. Die klug-ironische Komödie verwebt die politisch-gesellschaftlichen Entwicklungen von 2010 bis 2019 meisterhaft mit dem Leben einer Mittelstandsfamilie in den idyllischen Midlands.