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Writers’ Room vergibt Stipendien zum Jubiläeum

Der Writers´ Room in der Stresemannstraße vergibt zum 25-jährigen Jubiläum zwei Mitgliedschaften für ein Jahr (im Wert von jeweils 300 Euro) als Stipendium. Die Stipendiat*innen haben die Möglichkeit, nach Ablauf des Jahres weiterhin Mitglied im Writers’ Room zu bleiben.
Die Stipendien werden am 6. Mai 2020 im Rahmen einer Gala zum 25-jährigen Jubiläum im Hamburger Literaturhaus übergeben. Die beiden Gewinner*innen werden an diesem Abend auch ihre Texte lesen.
Teilnahmebedingungen: Ein Text zum Thema »Schreiben« à fünf Seiten mit maximal 30 Zeilen à 60 Anschlägen. Jede literarische Form ist möglich: Prosa, Lyrik, Drama. Keine Buchveröffentlichung erforderlich. Die Jury besteht aus Mitgliedern des Writers´Room.

Einsendeschluss ist der 15. Februar 2020.
Einsendungen per E-Mail an: stipendium(at)writersroom.de,
Betreff: Bewerbung wr-Stipendium

»urlässig«

Nach den Themen »Akute Langwaffen« und »Wertekind« gibt die dritte Ausgabe der von Jonis Hartmann, Nathalie Keigel, Sascha Preiß und Marie-Alice Schultz herausgegebenen Hamburger Literaturzeitschrift »tau« sich »urlässig«. Begleitende Künstlerin der aktuellen Ausgabe ist Hannah Sophie Dunkelmann, Textbeiträge gibt es u.a. von Martin Felder, Pedro Lenz, Andreas Münzner, Katha Schulte und Clara Werdin.
tau-texte.de

»Altona Magazin« zum Thema Literatur

Die aktuelle Ausgabe des mit »Reportagen aus Hamburgs Westen« halbjährlich erscheinenden »Altona Magazins« ist zum Thema Literatur erschienen. Den »Lebenspuren« so berühmter Schriftsteller wie Hans Henny Jahnn, Siegfried Lenz, Hubert Fichte, Heinrich Heine oder Detlev von Liliencron folgt Kai-Uwe Scholz; einen Streifzug durch die literarischen Schauplätze in Altona und den Elbvororten unternimmt Jürgen Abel; von der »Kulturlagune« Altonas, wie Peter Rühmkorf zu sagen pflegte, dem Fischer- und Lotsendörfchen Oevelgönne, erzählt Kai-Uwe Scholz, während Angela Kalenbach zum Hausbesuch in der Ausstellung »Laß leuchten!« bittet, die das Altonaer Museum noch bis zum Sommer dem Dichter Peter Rühmkorf widmet. In weiteren Beiträgen wird der Writers‘Room in der Stresemannstraße vorgestellt, die Buchhandlungen des Viertels, die Bücherhalle, und es gibt Porträts des Krimiautors Robert Brack und der Kinderbuchautorin Stefanie Taschinski. Illustrationen zu dem Magazin hat Kamilla Joergensen aus Aarhus beigesteuert, die »Artist in Residence« bei der Altonale im letzten Jahr war.
www.altonale.de/altona-magazin

»Zwei Menschen – Richard und Ida Dehmel in Hamburg«

Richard und Ida Dehmel waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts das strahlende Künstlerpaar Hamburgs. Der berühmte, von vielen Komponisten vertonte Dichter und die schillernde, sich zunehmend für Frauenrechte einsetzende Muse waren jedoch mehr als die modernen, unkonventionellen Liebenden. Vom 16. Januar bis zum 22. März zeigt die Staats- und Universitätsbibliothek im Ausstellungsraum im Erdgeschoss anlässlich des 150. Geburtstags von Ida und des 100. Todestags von Richard Dehmel eine Ausstellung über das Künstlerpaar.

Richard und Ida Dehmel waren das Zentrum eines sie umgebenden, gezielt errichteten Gesamtkunstwerks: Von der präzise realisierten Buchgestaltung und Ausstattung von Dehmels Werken bis hin zur Bekleidung Idas nach Dehmels eigenen Entwürfen; von der kalligraphischen Dehmelschen Dichterhandschrift bis hin zum poetischen Dialog mit anderen Autoren der Zeit. In ihrem nicht minder zum Gesamtkunstwerk tendierenden Haus, dessen Verwirklichung im großen Ganzen wie im kleinen Detail sich dem Zusammenspiel namhafter Künstler verdankt, trafen sich die großen Zeitgenossen aus Literatur, Musik, Kunst und Kultur. Das Netzwerk der Dehmels offenbart sich noch heute in ihrem enormen Briefwechsel und in den Dokumenten des Dehmel-Archivs.
Anlässlich des 150. Geburtstags von Ida und des 100. Todestags von Richard Dehmel beleuchtet die Ausstellung das Paar in verschiedenen Konstellationen und Spiegelungen. Ausgehend von Richard Dehmels Roman in Romanzen Zwei Menschen zeigt sie nicht nur, wie Ida und Richard Dehmel sich ineinander spiegelten, sondern auch wie sie sich selbst und sich in anderen Personen reflektierten. In diesem Spiegel-Mosaik wird ein komplexes Kaleidoskop von Beziehungen und Querverbindungen sichtbar, das die »zwei Menschen« einbettet in den zeitgenössischen ästhetischen und kulturellen Kontext der Stadt.

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, Von-Melle-Park 3, Ausstellungsraum m Erdgeschoss, Öffnungszeiten: täglich 9.00 bis 24.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

»klub katarakt«

Vom 15. bis zum 18. Januar geht es auf Kampnagel beim Internationalen Festival für experimentelle Musik wieder durch alle Disziplinen und über alle Hör- und Sehgewohnheiten hinaus. Das Festival, das sich als multimediale Plattform für neueste experimentelle Musik versteht, präsentiert unter der künstlerischen Leitung von Jan Feddersen, Robert Engelbrecht und Ernst Bechert auch in diesem Jahr wieder ein starkes Programm.
www.kampnagel.de

»Um alles in der Welt - Lessingtage«

Die »Lessingtage« am Thalia Theater präsentieren vom 19. Januar bis zum 9. Februar 2020 wieder internationale Gastspiele, Vorträge, Konzerte und Performances, die ganz im Geist des Aufklärers Gotthold Ephraim Lessing zu kontroversen Debatten einladen und gleichzeitig für Toleranz und eine offene Gesellschaft plädieren. In diesem Jahr wird es auch um »die Herausforderungen der klima- und kriegsbedingten Migrationsbewegungen gehen«, und die Möglichkeit zu einem regen interkulturellen Austausch geben.
www.thalia-theater.de

»Flandziu« zum Thema »Offene Gesellschaft und ihre Feinde«

Die neue Ausgabe von »Flandziu«, der von Jürgen Klein in Hamburg herausgegebenen »Halbjahresblätter für Literatur und Moderne«, führt mitten hinein in die zentrale gesellschaftspolitische Debatte der Gegenwart: Es geht um Populismus, die neue Rechte und den fundamentalen Angriff auf die liberale Gesellschaft und ihre Errungenschaften. Gregor Gysi ist mit seinem Vortrag »Triumph des Populismus« ebenso unter den Autoren wie Wolfgang Kubicki, der sich in einer Bundestagsrede vom 22. Februar 2018 zu einem AFD-Antrag äußert, in dem der Bundesregierung unterstellt wird »den Fall Yücel sonderbehandelt« zu haben. Und von Margarete Stowkowski darf man noch einmal nachlesen, wie es zur Absage ihrer Lesung Ende 2018 in der Buchhandlung Lehmkuhl in München kam. Ergänzt werden gesellschaftspolitischen Beiträge um Gedichte von u.a. Ingeborg Bachmann und Rüdiger Görner, im »Kaffeesatz« von Wolfgang Wicht hat sich 2018 ganz deutlich »der Name Karl Marx abgezeichnet«, Nancy Hünger ruft uns »Vorsicht, Sippenhaft!« zu und Raimar Zons liefert »Bei- und Nachträge zum Lesen«.
»Flandziu« kostet € 12,–, ist im Hamburger Shoebox House Verlag erschienen und im Buchhandel oder direkt beim Verlag erhältlich.
shoeboxhouse-verlag.de

»Laß leuchten!«

Eine Ausstellung im Altonaer Museum stellt anlässlich seines 90. Geburtstags das Leben und Werk von Peter Rühmkorf (1929–2008) vor. Der vielfach preisgekrönte Schriftsteller, der in Övelgönne lebte, war nicht nur als Lyriker höchst erfolgreich, sondern auch ein Poeta Doctus, dessen Bezugsgrößen bis zu Walther von der Vogelweide und Klopstock zurückreichten, und mit seinem Erinnerungsbuch »Die Jahre, die ihr kennt« erreichte er eine breite Leserschaft in Deutschland. Die Ausstellung inszeniert zehn Gedichte Rühmkorfs in Großprojektionen, stellt eine Auswahl seiner Jazz- und Lyrikprogramme in Film-Aufnahmen vor, erläutert die Werkphasen des Dichters und widmet sich wichtigen biografischen Ereignissen und Orten. Begleitend findet ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm mit öffentlichen Führungen (01, 08., 15., 22. und 29.09.) und Lesungen statt. Eine Hommage an Peter Rühmkorf präsentiert zum Harbour Front Literaturfestival im Altonaer Museum der Lyriker Jan Wagner am 21. September. Die Ausstellung wird bis 20. Juli 2020 gezeigt.
shmh.de