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»Hans Henny Jahnn«

Der Geburtstag des Hamburger Schriftstellers Hans Henny Jahnn (1894 – 1959) jährt sich zum 125. Mal. Aus diesem Anlass stellt Ulrich Lang den Schriftsteller und Orgelbauer vor.
24.11., 1 Termine, VHS-Zentrum Mitte, Schanzenstraße 75, So. 11.00 bis 13.15 Uhr, € 5,–, Kurs-Nr.: 0501MMM11.

Bundesweiter Vorlesetag

Am 15. November laden die Stiftung Lesen, Die ZEIT« und die Deutsche Bahn Stiftung zum Bundesweiten Vorlesetag. Das beliebte Vorlesefest, an dem sich auch viele Prominente mit Lesungen beteiligen, steht in diesem Jahr unter dem Motto »Sport und Bewegung«. Vorgelesen wird meist an Schulen, in Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen, doch auch ungewöhnliche Orte sind dabei: Von der Gefängniszelle über den Tierpark bis zu Guerilla-Lesungen in Fußgängerzonen. Wer selber vorlesen möchte, kann seine Aktion auf der Website des Vorlesetages anmelden. Dort kann man auch alle Lesungen in der eigenen Region recherchieren.
www.vorlesetag.de

2. Hamburger Kulturgipfel

Unter dem Motto »JETZT!« fand 2017 der 1. Hamburger KULTURGIPFEL statt – am 19. November folgt auf Kampnagel nun die zweite Ausgabe. Diskutiert werden die Qualität und Wirkung, Möglichkeiten und Grenzen sowie die Bedingungen des Gelingens von kulturellen Bildungsprojekten.
kampnagel.de

»DIGIFEM!«

Kampnagel widmet einen künstlerischen Schwerpunkt am 28. und 30. November »quer-Feministischen Positionen zur Überwindung des digitalen Steinzeitalters«, wie es in der Ankündigung heißt. Positionen von Künstler*innen, Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen sollen die konventionelle Idee von der »Männerdomaine« Technik durchbrechen. In performativen Installationen, Lecture Performances, Vorträgen, Workshops, einer Web-Applikation, Virtual Reality-Formaten u.v.m. sollen die utopischen Visionen einer zukünftigen digitalen Medienlandschaft ausgeleuchtet werden.

Kurse der Hamburger Volkshochschule ab November

»Literatur der Jahrhundertwende«
Unter der Kursleitung von Anke Tröster geht es um Werke von u.a. Rainer Maria Rilke, Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal und Gottfried Benn.
08.11., 22.11., 2 Termine, Bücherhalle Volksdorf, Eulenkrugstr. 55, Fr. 17.30 bis 18.30 Uhr, € 19,–, Kurs-Nr.: 0510ROA01.
»Einführung ins erzählerische Schreiben I«
Der Kurs richtet sich an alle, die die Techniken des Geschichtenerzählens kennenlernen wollen. In praktischen Übungen werden Figurenkonstruktion, Dialogführung, Stimmungsbeschreibung u.a. erlernt und angewendet
09.11., 5 Termine, VHS-Zentrum Mitte, Schanzenstraße 75, Sa. 14.00 bis 17.00 Uhr, € 101,–, Kurs-Nr.: 0560MMM02.
Schreibwerkstatt für Frauen
Seminar mit Anke Seidel für Anfängerinnen und Fortgeschrittene, bei dem spielerisch Texte entstehen sollen.
11.11., 1 Termine, Mädchenclub Neuwiedenthal, Lange Striepen 7, Sa. 10.00 bis 17.00 Uhr, € 38,–, Kurs-Nr.: 0554SHN71.
»Kreatives Schreiben«
Spannende Reise zum eigenen sprachlichen Ausdruck mit kreativitätsfördernden Schreibaufgaben und Tipps zum professionellen literarischen Schreiben mit Birgit Lohmeyer.
16.11. u. 17.11., 2 Termine, VHS-Zentrum West, Waitzstr. 31, Sa.-So., 10.00 bis 17.00 Uhr, € 75,–, Kurs-Nr.: 0552WWW07.
»Die Kraft des Bösen«
Kurzkrimiwerkstatt mit Birgit Lohmeyer.
23.11. u. 24.11., 2 Termine, VHS-Zentrum West, Waitzstr. 31, Sa.-So., 10.00 bis 17.00 Uhr, € 78,–, Kurs-Nr.: 0562WWW05.
»Mit Spott und Herz«
Experimentierfreudige Vers- und Geschichtenschmiede mit Katrin McClean. Ausgangspunkt sind die poetischen Konzepte von Peter Rühmkorf.
23.11. bis 24.11., 2 Termine, Altonaer Museum, Museumstr. 23, Sa. u. So. 11.00 bis 17.00 Uhr, € 78,–, Kurs-Nr.: 0564WWW01
Anmeldung und weitere VHS-Seminare: www.vhs-hamburg.de


16. Hamburger Märchentage

Vom Reich der Trolle, Königstöchtern im Waldhaus, der sprechenden Kuh Bukolla, von dem Draufgänger und Eigenbrötler Peer Gynt, von einer Schneekönigen, einem hässlichen Entlein und der Prinzessin auf der Erbse erzählen die »Märchen aus Skandinavien«, die vom 7. bis zum 15. November bei den 16. Hamburger Märchentagen vorgestellt werden. Auf dem Programm der spannenden Märchenreise für große und kleine Leute stehen unter der Schirmherrschaft von Petter Ølberg, dem Botschafter des Königreichs Norwegen in Deutschland, etwa 100 liebevoll gestaltete, teils bilinguale Lesungen und viele weitere Aktionen in den Hamburger Museen, Theatern, Schulen, Kitas und den Bücherhallen. Ein besonderes Glanzlicht der Märchentage ist der MärchenSchreibwettbewerb »Übers Nordmeer zum Reich der Trolle«, der junge Märchenbegeisterte zum Selberschreiben einlädt. Zur Lesung des Gewinnermärchens kamen im letzten Jahr über 4.000 Gäste in die Kirche St. Michaelis.
www.hamburger-maerchentage.de

»Flandziu« zum Thema »Offene Gesellschaft und ihre Feinde«

Die neue Ausgabe von »Flandziu«, der von Jürgen Klein in Hamburg herausgegebenen »Halbjahresblätter für Literatur und Moderne«, führt mitten hinein in die zentrale gesellschaftspolitische Debatte der Gegenwart: Es geht um Populismus, die neue Rechte und den fundamentalen Angriff auf die liberale Gesellschaft und ihre Errungenschaften. Gregor Gysi ist mit seinem Vortrag »Triumph des Populismus« ebenso unter den Autoren wie Wolfgang Kubicki, der sich in einer Bundestagsrede vom 22. Februar 2018 zu einem AFD-Antrag äußert, in dem der Bundesregierung unterstellt wird »den Fall Yücel sonderbehandelt« zu haben. Und von Margarete Stowkowski darf man noch einmal nachlesen, wie es zur Absage ihrer Lesung Ende 2018 in der Buchhandlung Lehmkuhl in München kam. Ergänzt werden gesellschaftspolitischen Beiträge um Gedichte von u.a. Ingeborg Bachmann und Rüdiger Görner, im »Kaffeesatz« von Wolfgang Wicht hat sich 2018 ganz deutlich »der Name Karl Marx abgezeichnet«, Nancy Hünger ruft uns »Vorsicht, Sippenhaft!« zu und Raimar Zons liefert »Bei- und Nachträge zum Lesen«.
»Flandziu« kostet € 12,–, ist im Hamburger Shoebox House Verlag erschienen und im Buchhandel oder direkt beim Verlag erhältlich.
shoeboxhouse-verlag.de

12. Debütantenbörse

Das Literaturzentrum bringt wieder eine Börse für Kurzprosa und Lyrik von »Schreibanfänger*innen aus Hamburg und Umgebung« an den Start. Die unter Angabe von Mailadresse und Telefonnummer einzureichenden Texte werden von einer Fachjury beurteilt, wer es in die Auswahl schafft, wird zu einer Bestenlesung eingeladen. Mitmachen kann man bis Ende Dezember mit Texten von max. 7 Seiten, einzureichen an den Vorstand des Literaturzentrums, Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.
lit-hamburg.de

»Laß leuchten!«

Eine Ausstellung im Altonaer Museum stellt anlässlich seines 90. Geburtstags das Leben und Werk von Peter Rühmkorf (1929–2008) vor. Der vielfach preisgekrönte Schriftsteller, der in Övelgönne lebte, war nicht nur als Lyriker höchst erfolgreich, sondern auch ein Poeta Doctus, dessen Bezugsgrößen bis zu Walther von der Vogelweide und Klopstock zurückreichten, und mit seinem Erinnerungsbuch »Die Jahre, die ihr kennt« erreichte er eine breite Leserschaft in Deutschland. Die Ausstellung inszeniert zehn Gedichte Rühmkorfs in Großprojektionen, stellt eine Auswahl seiner Jazz- und Lyrikprogramme in Film-Aufnahmen vor, erläutert die Werkphasen des Dichters und widmet sich wichtigen biografischen Ereignissen und Orten. Begleitend findet ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm mit öffentlichen Führungen (01, 08., 15., 22. und 29.09.) und Lesungen statt. Eine Hommage an Peter Rühmkorf präsentiert zum Harbour Front Literaturfestival im Altonaer Museum der Lyriker Jan Wagner am 21. September. Die Ausstellung wird bis 20. Juli 2020 gezeigt.
shmh.de

Hamburger Gast 2019

Mit einer Begrüßungsfeier im Bergedorfer Schloss hat Anfang August Katelijne Gillis ihr Amt als Hamburger Stadtschreiberin 2019 angetreten. Für vier Monate ist die belgisch-deutsche Schriftstellerin, die in Antwerpen geboren wurde und in Aachen lebt, in Hamburg zu Gast und wird jeweils einen Monat im Bergedorfer Schloss, im Schmidt Theater an der Reeperbahn, in der KulturWerkstatt Harburg und in der Zentralbibliothek schreiben.
hamburger-gast.de

Paul-Celan-Preis für Annette Kopetzki

Die Hamburger Übersetzerin Annette Kopetzki wird am 17. Oktober 2019, um 18 Uhr im Lesezelt der Frankfurter Buchmesse mit dem Paul-Celan Preis ausgezeichnet, der der Deutsche Literaturfonds alljährlich für Literaturübersetzungen ins Deutsche vergibt. Annette Kopetzki erhält den mit 20.000 Euro dotierten Preis für ihr Gesamtwerk, das Übersetzungen aus dem Italienischen von u.v.a. Pier Paolo Pasolini, Erri de Luca, Andrea Camilleri, Roberto Saviano, Edmondo De Amicis und Alessandro Baricco umfasst, wobei die Jury besonders ihre Übersetzung des 2018 bei Zsolnay erschienenen Romans »Am Hügel von Capodimonte« von Wanda Marasco hervorhebt. Die Laudatio hält die Literaturkritikerin Maike Albath.

Die schönsten deutschen Bücher 2019 - Ausstellung

Vom 9. Bis zum 28. September zeigt die Zentralbibliothek die von der Stiftung Buchkunst prämierten 25 schönsten deutschen Bücher des Jahres. Die Bücher zeichnen sich durch erstklassige Gestaltung, Konzeption und herstellerische Qualität aus.Gekrönt wird die Ausstellung durch das schönste deutsche Buch, das mit dem »Preis der Stiftung Buchkunst« in Frankfurt ausgezeichnet wird.
stiftung-buchkunst.de

Residenzstipendien ausgeschrieben

Das Künstlerhaus Lauenburg hat seine Residenzstipendien für 2020 ausgeschrieben, darunter ist auch ein dreimonatiges Stipendium für Literatur. Bewerben kann man sich bis zum 31. Oktober.
kuenstlerhaus-lauenburg.de

Brigitte Kronauer verstorben

Sie galt als eine der wichtigsten Stimmen der Deutschen Gegenwartsliteratur, ihr Werk wurde vielfach und mit allen großen Literaturpreisen hierzulande ausgezeichnet, 2005 erhielt sie den Büchner-Preis. Am Vormittag des 22. Juli ist Brigitte Kronauer im Alter von 78 Jahren nach langer und schwerer Krankheit in Hamburg verstorben, wie ihr Hausverlag Klett Cotta am Dienstag mitteilte. Die Beisetzung soll im engsten Familienkreis stattfinden.

Zu den bedeutendsten Werken von Brigitte Kronauer gehören »Teufelsbrück« (2000), »Verlangen nach Musik und Gebirge« (2004), »Errötende Mörder« (2007), »Gewäsch und Gewimmel« (2013) und der Roman »Der Scheik von Aachen« (2016), mit dem sie 2017 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war. Am 9. August erscheinen nun posthum ihre Romangeschichten »Das Schöne, Schäbige, Schwankende« bei Klett Cotta.

»Humboldt lebt!«

Eine Sonderausstellung, die vom 08. Mai bis zum 29. September gezeigt wird, widmet sich der bedeutendsten Forschungsreise des Naturfoschers Alexander von Humboldt nach Amerika. An drei Standorten findet die Ausstellung statt: Im Botanischen Garten und im Loki Schmidt Haus wird mit Unterstützung des Herbarium Hamburgense Humboldts Erforschung von Pflanzen unter dem Motto „Botanik in Bewegung“ für die heutige Welt verständlich gemacht.
Mit „Tiere in den Tropen“ teilt das Zoologische Museum im Centrum für Naturkunde (CeNak) Humboldts Blick auf die Tierwelt Südamerikas. Weitere Schwerpunkte bilden Humboldts Bezug zu Hamburg und die Durchführung der Expedition.
Die Sonderausstellung wird von einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm begleitet.
https://www.cenak.uni-hamburg.de

N.C. Kaser-Lyrikpreis für Eckhard Rhode

Eckhard Rhode wird am 22. Februar in Lana mit dem N.C. Kaser-Lyrikpreis ausgezeichnet. Der 1959 in Oldenburg geborene Dichter und Schauspieler, der in Hamburg auf der Fleetinsel seit vielen Jahren das Restaurant »Marinehof« betreibt, hat mehrere Gedichtbände, aber auch Aufsätze zur Literatur veröffentlicht, u.a. »akt« (2014) und »bruchstellen« (2010). Als Schauspieler wirkte Rhode zuletzt in Harald Bergmanns Film »Brinkmanns Zorn« mit, der 2009 mit dem Adolph Grimme Preis ausgezeichnet wurde. Im Rahmen der Preisverleihung wird Eckhard Rhode in Lana seine Lyrik vorstellen und nicht zuletzt eine Annäherung an den Südtiroler Dichter Norbert Conrad Kaser unternehmen. Die Laudatio spricht der Hamburger Dichter Farhad Showghi.
www.literaturlana.com

Die neuen Ausgaben von »tau« und »Nox«

Zu einer vielseitigen Entdeckungsreise in die Gegenwartsliteratur laden die beiden neuen Ausgaben der Hamburger Literaturzeitschriften »tau«, herausgegeben von Jonis Hartmann, Nathalie Keigel, Sascha Preiß und Marie-Alice Schultz, und »Nox«, herausgegeben von Dominik Ritter. Gemeinsam haben die Zeitschriften, neben den Titeln aus je drei Buchstaben, ihre hochambitionierte Gestaltung: Für »Nox« hat Jannik Schießwohl die Beiträge von u.a. Sascha Preiß, Juliette Aubert, Ayna Steigerwald und Lubi Barre mit einem spannenden Schriftenmix und einem kühnen Layout in Form gebracht, das den Textraum für Prosa und Gedichte fein austariert; »tau« ist von Steffen Budke gestaltet worden, prachtvoll mit verschiedenen Papieren ausgestattet und vierfarbig gedruckt. Begleitender Künstler der Ausgabe zum Thema »Wertekind« ist Lars Rosenbohm, der mit einem Interview, Fotos einer Installation und mit seinen »Portraits des Inneren« vorgestellt wird. Textbeiträge gibt es von u.a. Oskar Sodux, Lydia Daher, Anik Lazar, Dagmara Kraus, Myriam Khouri und Babet Mader. Eine schöne Idee bildet die Klammer für den Textblock: Zum Auftakt der Ausgabe stellt Hannes Bajohr unter dem Titel »Lernprozesse« per »Machine Learning« generierte »neue Sprichwörter« und neue »Jungen- und Mädchennamen« vor, das Finale bildet ein Beitrag von Gregor Weichbrodt mit ebenfalls automatisch generierten Varianten des Satzes »Der Islam gehört nicht zu Deutschland«. Ersetzt wird dabei immer das Wort »Islam« und heraus kommt dabei zum Beispiel: »Der Großteil gehört zu Deutschland«, »Die Bierstube gehört nicht zu Deutschland«, »Der Senf gehört zu Deutschland«, »Die Abwechslung gehört nicht zu Deutschland«, »Das Schmuddelwetter gehört zu Deutschland«.
nox-literatur.de
tau-texte.de