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»Um alles in der Welt - Lessingtage«

Die »Lessingtage« am Thalia Theater präsentieren vom 18. Januar bis zum 3. Februar 2019 wieder internationale Gastspiele, Vorträge, Konzerte und Performances, die ganz im Geist des Aufklärers Gotthold Ephraim Lessing zu kontroversen Debatten einladen wollen. In Zeiten, in denen die öffentliche Debatte nur allzu oft von einseitigen und sich verhärtenden Standpunkten geprägt ist, wollen die »Lessingtage« die »Neugier auf das Andere« wecken und zum »Perspektivwechsel« einladen. Zur Eröffnung sprechen Dunja Hayali und Michel Abdollahi »Plädoyers für eine offene Gesellschaft«. In einem vielbeachteten offenen Brief appellierte Der in Hamburg lebende Autor, Journalist, Moderator und Poetry Slammer Michel Abdollahi hat die Bundeskanzlerin und die Bundesregierun im September 2018 in einem offenen Brief eindringlich aufgefordert, sich gegen Fremdenhass, Rassismus und den Rechtsdruck zu stellen. Er sei »in großer Sorge um das Land und die Bevölkerung«, heißt es in dem Brief, täglich würden ihn dutzende Nachrichten von Menschen erreichen, »die in Deutschland aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrer Herkunft herabwürdigend behandelt werden.« Die Fernsehmoderatorin und Journalistin Dunja Hayali fragt in ihrem Buch »Haymatland« (Ullstein Verlag), wie »Heimat« sich heute definiert und was aus Deutschland wird, wenn selbsternannte Heimatschützer den Begriff als Chiffre für Ausgrenzung missbrauchen.
Tickets und das vollständige Programm der Lessingtage 2019: www.thalia-theater.de

Mara-Cassens-Preis - Literaturhaus prämiert das beste Romandebüt 2018

Anja Kampmann
Anja Kampmann, Foto: Juliane Henrich
Sie ist eine der vielseitigsten jungen Autorinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Vor zwei Jahren ist mit dem Gedichtband »Proben von Stein und Licht« (Hanser Verlag) ihr hochgelobtes Debüt erschienen, im letzten Frühjahr hat Anja Kampmann mit »Wie hoch die Wasser steigen« (Hanser Verlag) dann ihr Romandebüt vorgelegt, für das ihr nun der Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg zugesprochen wurde. Der Preis, der von einer Leserjury vergeben wird, ist mit 15.000 Euro der höchstdotierte Preis für einen deutschsprachigen Debütroman.

Anja Kampmann erzählt in »Wie hoch die Wasser steigen« in einer hochpoetischen Sprache vom Leben und den Erlebnissen der beiden Ölbohrarbeiter Waclaw und Mátyás in einer Arbeitswelt, für die es keine Entsprechung gibt. Und von dem Versuch Waclaws, ihr zu entrinnen, um sich ein neues Leben aufzubauen, irgendwo, wohin niemand ihm folgt.
»Was dieses Buch so herausragen lässt«, heißt in der Begründung der Jury, »ist seine kraftvolle Sprache, die die Leserinnen und Leser fest in ihren Bann nimmt.«

Die feierliche Verleihung des Mara-Cassens-Preises findet am Dienstag, dem 15. Januar 2019, im Literaturhaus Hamburg statt. Die Preisträgerin und Holger Cassens als Vertreter der Mara und Holger Cassens Stiftung sind anwesend. Die Laudatio hält Katrin Schumacher (MDR). Die Staatsrätin der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg Jana Schiedek spricht ein Grußwort.

Literaturhaus, Schwanenwik 38, 19.30 Uhr, Eintritt: die öffentliche Verleihung ist bereits ausgebucht

»klub katarakt«

Vom 16. bis zum 19. Januar geht es auf Kampnagel beim Internationalen Festival für experimentelle Musik wieder durch alle Disziplinen und über alle Hör- und Sehgewohnheiten hinaus. Das Festival, das sich als multimediale Plattform für neueste experimentelle Musik versteht, präsentiert unter der künstlerischen Leitung von Jan Feddersen, Robert Engelbrecht und Ernst Bechert auch in diesem Jahr wieder ein starkes Programm. Zur Eröffnung gibt es am 16. Januar eine »Konzertinstallation für ein wandelndes Publikum in drei Hallen«, am Festivalsamstag stehen in einer langen Nacht »Neue Kompositionen und Experimentalfilme des Netzwerks katarakt« auf dem Programm.
www.kampnagel.de

Bücherflohmarkt

Zum Nikolaustag am 6. Dezember veranstaltet die Staats- und Universitätsbibliothek einen Bücherflohmarkt mit einem riesigen Angebot von fast 4000 Büchern aus allen Fachgebieten, wobei der Schwerpunkt auf den Geisteswissenschaften liegt. Die Bücher werden schon ab 1.- Euro verkauft, es gibt eine Höchstgrenze von 10 Titeln pro Käufer.
Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek, Von-Melle-Park 3, 9.00 – 19.00 Uhr.

Das Literaturhaus Hamburg sucht Praktikant*innen

Ab dem 1. Dezember hat das Literaturhaus Hamburg eine Stelle für ein Praktikum im Veranstaltungsmanagement frei, es gibt zudem mehrere Termine im nächsten Jahr. Ein weiteres Praktikum für Öffentlichkeitsarbeit wird in Teilzeit ebenfalls ab Dezember vergeben.
Hier die Ausschreibungen:
Vorausgesetzt wird u.a. ein „fortgeschrittenes Hochschulstudium“.
Ausschreibung Praktikum Veranstaltungsmanagement (pdf)
Ausschreibung Praktikum Öffentlichkeitsarbeit (pdf)

Buchpreis »HamburgLesen 2018« für Michael Batz

Der Hamburger Autor, Theatermacher und Lichtkünstler Michael Batz ist für sein Buch »Speicherstadt Story – Geschichten von Menschen und Handel« mit dem Buchpreis »HamburgLesen 2018« ausgezeichnet worden. Vergeben wird der Preis von der Staats- und Universitätsbibliothek für ein Buch, das sich »in herausragender Weise mit dem Thema Hamburg befasst«, er ist mit 5.000 € dotiert und steht unter der Schirmherrschaft von Katharina Fegebank, der Zweiten Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg und Senatorin für Wissenschaft und Forschung und Gleichstellung.

Michael Batz taucht mit seinem neuen Buch »Speicherstadt Story« tief in das Leben der Menschen ein, die zwischen Kehrwiederspitze, Sandtorkai und Poggenmühlenbrücke gearbeitet haben. Anhand zahlreicher Dokumente und durch langjährige Recherchen in Archiven sowie Interviews mit früheren Quartiersleuten, Kaffee- und Teehändlern und Mitarbeitern der HHLA hat er den Alltag in der Speicherstadt rekonstruiert und nimmt den Leser mit auf einen Rundgang durch ein ganzes Jahrhundert. »Das bestechende an dem Buch ist«, heißt es in der Begründung der Jury, »dass Michael Batz berührende Geschichten von Menschen und Handel aus verlässlichen Originaldokumenten entstehen lässt. Er lässt den Leser auf 288 Seiten mit Originalfotografien, Plänen, Zeichnungen und Ephemera bis in die Gegenwart der heutigen Hafen City reisen. Die 28 Kapitel verführen den Leser allein schon mit ihren Überschriften, wie `In bester Gesellschaft´, `Tod eines Waffenhändlers´ oder `Rotkäppchen´. Auch die Vorher-Nachher Bilder vertiefen das Gesamtbild der Entwicklungen und das Verständnis für Hamburgs gigantisches Stadtentwicklungsprojekt seit dem großen Brand von 1842.«
Der Jury gehörten an: Prof. Dr. Hans-Jörg Czech, Hamburg Museum, Ulrich Greiner, Freie Akademie der Künste, Prof. Dr. Rainer Moritz, Literaturhaus Hamburg, Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, Dr. Alexander Extra, Initiator des Preises, und Prof. Dr. Gabriele Beger, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.

Kopieren, bewahren, Neues schaffen

Die Schriftkunst von Chen Songzhang und Zhu Yongling zeigt eine Ausstellung der Staats- und Universitätsbibliothek, vom 27. September 2018 bis 6. Januar 2019. Die beiden Gegenwartskünstler beziehen sich mit dem Kopieren schriftlicher Vorlagen längst vergangener Jahrhunderte auf überlieferte chinesische Schriftzeichen, die sie in einem intelligenten Spiel neu verwenden. Durch Kunstgriffe im Bereich von Layout und Disposition der Zeichen werden neue Bezüge und Wechselwirkungen geschaffen, die vorher so nicht existierten. Als Schriftträger dienen ihnen nicht nur Papier, sondern auch Seide und Keramik. Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit von SUB und SFB Manuskriptkulturen in Asien, Afrika und Europa der Universität Hamburg präsentiert. Ein reich bebilderter Ausstellungsband erscheint in der Zeitschriftenreihe manuscript cultures des Sonderforschungsbereiches „Manuskriptkulturen in Afrika, Asien und Europa“ der Universität Hamburg als Druck sowie Open Access im Internet.
Ort: Ausstellungsraum der Stabi, Erdgeschoss, täglich bis Mitternacht geöffnet, der Eintritt ist frei.

Auszeichnung für Edition Nautilus

Das Verlegerkollektiv der Hamburger Edition Nautilus wird mit dem K.-H. Zillmer-Verlegerpreis 2018 für verdienstvolles Handeln ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre unter dem Dach der Hamburger Kulturstiftung an Personen des literarischen Lebens vergeben, die sich durch besonders mutige und weitreichende Entscheidungen und großen persönlichen Einsatz um die Literatur verdient gemacht haben. Die Preisverleihung findet am 29. Oktober um 19.00 Uhr im Warburg-Haus statt. Staatsrätin Jana Schiedek spricht ein Grußwort. Die Laudatio hält der Preisträger aus dem Jahr 2016, Jörg Sundermeier vom Verbrecher Verlag Berlin. Um Anmeldung per E-Mail an veranstaltungen(at)kulturstiftung-hh.de wird gebeten.

Kurzgeschichtenpreis der Hamburger Autorenvereinigung für Birgit Rabisch

Mit ihrer Erzählung »Heimatverbunden« hat die Hamburger Schriftstellerin Birgit Rabisch den Kurzgeschichtenpreis der Hamburger Autorenvereinigung gewonnen. Der von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg geförderte Preis wurde zum zweiten Mal vergeben.

Richard Ford erhält den Siegfried Lenz Preis 2018

Die Siegfried Lenz Stiftung hat den Preisträger des Siegfried Lenz Preises 2018 bekanntgegeben: Der mit 50.000 Euro dotierte Preis geht an den US-amerikanischen Schriftsteller Richard Ford. Der Siegfried Lenz Preis wird seit 2014 im zweijährigen Rhythmus von der Siegfried Lenz Stiftung vergeben. Die vorausgegangenen Preisträger waren Amos Oz (2014) und Julian Barnes (2016). Die feierliche Preisübergabe findet am 28. September 2018 im Hamburger Rathaus statt. Der Preis wird vom Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg und der Siegfried Lenz Stiftung überreicht. -Am Vorabend der Preisverleihung, am Donnerstag, den 27. September 2018 ist Richard Ford zu Gast im Thalia Theater.
siegfriedlenz-stiftung.org

Die neue Bonuskarte für Lesungen

Die Bonuskarte für Lesungen in Hamburg

Die vier Indie-Buchhandlungen Lüders in Eimsbüttel, Bücherck Niendorf, Christiansen in Ottensen und Cohen + Dobernigg im Schanzenviertel haben gemeinsam eine Bonaskarte für die Besucher ihrer Lesungen herausgegeben. Wer in den teilnehmen Buchhandlung eine Lesung besucht, bekommt einen Stempel in die Bonuskarte, die elfte Veranstaltung ist dann gratis.
Eine schöne Idee –und bei vierzig Veranstaltungen der Teilnehmenden Buchhandlungen ist so eine Bonuskarte ja auch ziemlich flott vollgestempelt.

Spuren jüdischer Geschichte in Hamburg

Wie nehmen Jugendliche die jüdische Geschichte in ihrem Stadtteil wahr? Was erfahren sie über ihre Umgebung und sich selbst? Das waren Ausgangsfragen für eine großartige Website von Hamburger Schülerinnen und Schülern, die unter Geschichtomat.de das jüdische Leben in Hamburg dokumentiert.

Weitere Infos hier: http://www.geschichtomat.de