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450 Zukunftsstipendien für Kunst und Literatur in Hamburg ausgeschrieben

Um die Arbeit an Vorhaben im künstlerischen und literarischen Bereich zu fördern, vergibt die Behörde für Kultur und Medien in Zusammenarbeit mit der Hamburgischen Kulturstiftung für 2021 einmalig 450 Hamburger Zukunftsstipendien mit einem Gesamtvolumen von 2,7 Millionen Euro. Für Bildende Künstler*innen stehen 350, für Literaturschaffende 100 Stipendien zur Verfügung, die mit je 6.000 Euro dotiert sind.

Bewerben können sich freiberuflich tätige Künstler:innen, Autor:innen, Literaturübersetzer:innen und Comic-Zeichner:innen mit einem aktuellen Projekt. Die künstlerische Arbeit muss nachweislich professionell ausgerichtet sein und den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit darstellen. Die Bewerber:innen müssen ihren Hauptwohnsitz in Hamburg haben.

Bewerbungsschluss: 31. August, 18.00 Uhr

Ausschreibung, Merkblatt »Häufig gestellte Fragen«, Online-Bewerbung hier: kulturstiftung-hh.de

Heine-Haus Sommerresidenz 2021

Zum zweiten Mal hat das Heine-Haus in Hamburg ein Sommerresidenz-Stipendium vergeben. Nach David Wagner, der im vergangenen Jahr zu Gast kommt, wird die Schriftstellerin Karosh Taha einen Monat im Heine-Haus verbringen.In diesem Jahr wird die Schriftstellerin Karosh Taha einen Monat im Heine-Haus verbringen. Vier Wochen lang, vom 02. bis 31. August, wird sie in den Räumen des historischen Hauses wohnen und schreiben. Sie erhält ein mit 1500,- Euro dotiertes Aufenthaltsstipendium. Ermöglicht wird die Sommerresidenz durch die Claussen-Simon-Stiftung und die Martha-Pulvermacher-Stiftung.
Eine Lesung mit Karosh Taha ist für den 22. August um 11.30 Uhr geplant. Sie findet in der Nachbarschaft des Heine-Hauses, in der Villa im Heine-Park, statt.

Künstlerhaus Lauenburg schreibt Residenzstipendien aus

Das Künstlerhaus Lauenburg hat für das nächste Jahr wieder vier Aufenhaltsstipendien in den Bereichen Komposition, Literatur und Bildende Kunst ausgeschrieben. Bewerbungen sind ohne Einschränkung des Alters oder des Wohnsitzes vom 1. August bis zum 15. September möglich.
https://kuenstlerhaus-lauenburg.org/stipendium_start_2021/

Italo-Svevo-Preis 2021 für Jochen Schimmang

Für sein umfangreiches Lebenswerk wird Joachen Schimmang mit dem Italo-Svevo-Preis ausgezeichnet, der seit 2001 an herausragende deutschsprachige Autoren:innen vergeben wird und mit 15.000 Euro dotiert ist. Jochen Schimmang hat seit seinem Debütroman »Schöner Vogel Phönix« von 1979 bis zu seinem 2019 erschienenen Erzählband »Adorno wohnt hier nicht mehr«, Romane, Erzählungen und Essays publiziert. Zuletzt erschien »Mein Ostende« 2020 im Hamburger mareverlag. Die Laudatio auf Jochen Schimmang hält die Publizistin und Literaturkritikerin Sieglinde Geisel. Die feierliche Preisverleihung wird am 16. September im Literaturhaus Hamburg unter musikalischer Begleitung von Carolina Melean stattfinden.

118 Buchhandlungen ausgezeichnet

Die Jury für den Deutschen Buchhandlungspreis 2021 hat unter 366 Bewerbungen 118 Preisträger:innen ausgewählt, darunter sind auch vier Hamburger Buchhandlungen, der Buchladen Osterstraße, die Buchhandlung im Schanzenviertel, die Buchhandlung Felix Jud Buchhandlung und Stirps & Stories. Vergeben werden die Preise in drei Kategorien, die mit 7.000, 15.000 und 25.000 Euro dotiert sind. In welcher Preiskategorie die Buchhandlungen ausgezeichnet werden, gibt Kulturstaatsministerin Monika Grütters am 7. Juli bei einer feierlichen Preisverleihung in Erfurt bekannt. Die Verleihung wird als Livestream übertragen.
deutscher-buchhandlungspreis.de

»Frauenleben«

Die Online-Ausstellung des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ) in Kooperation mit der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule in Hamburg eröffnet neue Perspektiven auf die jüdische Geschichte Hamburgs und wirft einen Blick auf historische und gegenwärtige Frauenbiografien.
juedische-geschichte-online.net

Freie Akademie der Künste in Hamburg hat erstmals eine Präsidentin

Mit der Schauspielerin und Schriftstellerin Monique Schwitter wurde zum ersten Mal eine Frau an die Spitze der Freie Akademie der Künste in Hamburg gewählt. Gemeinsam mit ihrem ebenfalls neu gewählten Vizepräsidenten, dem Schauspieler Burghart Klaußner, bildet sie den neuen Vorstand.
Die Neuwahlen waren nötig geworden, nachdem der erst vor einem halben Jahr ins Amt gekommene Präsident Ullrich Schwarz Ende Februar überraschend zurückgetreten war. Die bisherige Vizepräsidentin Schwitter und der Sektionsvorsitzende der Darstellenden Kunst Klaußner kandidierten daraufhin als Team für den Vorstand.
Dem Präsidium gehören neben dem Vorstand die Vorsitzenden der sechs in der Akademie beheimateten Kunstsektionen an.
ademie-der-kuenste.de

Frankfurter Buchmesse soll als Präsenzveranstaltung stattfinden

Das größte Branchentreffen der Bücherwelt soll in diesem Jahr vom 20. bis zum 24. Oktober unter dem Motto »Wiederbegegnung« (»Re:connect«) wieder als klassische Präsenzveranstaltung stattfinden – ergänzt durch digitale Formate. Das hat Jürgen Boos, Direkter der Frankfurter Buchmesse, bekanntgegeben. Die Entscheidung sei nach Gesprächen mit Branchenvertreter*innen in aller Welt gefallen. Trotz allgemein positiver Erfahrungen mit digitalen Kanälen, sei »weil sich Kreativität auf Begegnung und Austausch stützt und nicht zuletzt auf den Zufall«. Mit angepassten Teilnahmebedingungen, großzügigen Stornobedingungen und flexiblen Programmen will die Messe nun Aussteller*innen in Deutschland und weltweit für einen Besuch in Frankfurt gewinnen. Der Ehrengast Kanada wird sich unter dem Motto »Singular Plurality« mit einem vielfältigen Programm präsentieren, flankiert von über 300 geplanten Neuerscheinungen in 248 Verlagen.
buchmesse.de

Katrin Seddig erhält den Hubert-Fichte-Literaturpreis 2020

Die Schriftstellerin Katrin Seddig wird für ihr literarisches Werk mit dem Hubert-Fichte-Preis 2020 ausgezeichnet. Die Preisverleihung wurde vom 8. März 2021 auf den 9. September 2021 verlegt und findet im Literaturhaus Hamburg statt. Katrin Seddig, 1969 in Strausberg geboren, lebt und arbeitet seit ihrem Philosophiestudium in Hamburg. In ihren Romanen «Runterkommen» (2010), «Eheroman» (2012), «Eine Nacht und alles» (2015) und «Das Dorf» (2017) erzählt sie von Freundschaft, von Familie und der Zerbrechlichkeit des Glücks. In ihrem vielgelobten, neuen Roman »Sicherheitszone« (Rowohlt Berlin) verknüpft sie die größeren und kleineren Lebensdramen einer Hamburger Familie zu einem berührenden Gesellschaftspanorama der Gegenwart im Brennspiegel des G20-Gipfel in Hamburg.
www.hamburg.de

ZIEGEL Speed Dates und Lesebühne ZIEGEL als Videoclips

In einer Art literarischer Prozession sind im vergangenen Jahr beim »ZIEGEL« Speed Dating der literatur altonale Hamburger Autor*innen und ihr Publikum in Ottensen von Ort zu Ort und von Lesung zu Lesung gezogen. In diesem sind die Speed Dates mit Autor*innen des aktuellen Hamburger Literaturjahrbuchs nun in Videoclips erschienen. Simone Buchholz ist für eine Lesung auf den Altonaer Balkon gekommen und Friederike Gräff ins Studio, Sebastian Stuertz streift lesend durch den laubgrünen Volkspark, Frank Schliedermann liest auf der Terrasse der Kulturetage und Leona Stahlmann in der Requisite des Kurzfilm Festival Hamburg. Realisiert wurden die Clips für »altonale digital« in Kooperation mit der University of Applied Sciences unter der Leitung von Maike Mia Höhne. Ebenfalls in Videoclips wurde die beliebte Lesebühne Hamburger ZIEGEL realisiert, die alljährlich im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Sommer in der HafenCity« stattfinden: Simone Buchholz, Nora Gantenbrink, Friederike Gräff, Sven Lenz, Daniel Mellem, Sonja Roczek, Malte Schiller, Frank Schliedermann und Nicolas Stille sind zu Lesungen in die HafenCity gekommen, die aufgezeichnet wurden. Veröffentlicht wurden die Clips auf einer eigens von HafenCity eingerichteten Website:
altonale.de/altonale/altonaledigital/ziegel-speed-dates/
sommer.hafencity.com


»Altona Magazin« zum Thema Literatur

Die aktuelle Ausgabe des mit »Reportagen aus Hamburgs Westen« halbjährlich erscheinenden »Altona Magazins« ist zum Thema Literatur erschienen. Den »Lebenspuren« so berühmter Schriftsteller wie Hans Henny Jahnn, Siegfried Lenz, Hubert Fichte, Heinrich Heine oder Detlev von Liliencron folgt Kai-Uwe Scholz; einen Streifzug durch die literarischen Schauplätze in Altona und den Elbvororten unternimmt Jürgen Abel; von der »Kulturlagune« Altonas, wie Peter Rühmkorf zu sagen pflegte, dem Fischer- und Lotsendörfchen Oevelgönne, erzählt Kai-Uwe Scholz, während Angela Kalenbach zum Hausbesuch in der Ausstellung »Laß leuchten!« bittet, die das Altonaer Museum noch bis zum Sommer dem Dichter Peter Rühmkorf widmet. In weiteren Beiträgen wird der Writers‘Room in der Stresemannstraße vorgestellt, die Buchhandlungen des Viertels, die Bücherhalle, und es gibt Porträts des Krimiautors Robert Brack und der Kinderbuchautorin Stefanie Taschinski. Illustrationen zu dem Magazin hat Kamilla Joergensen aus Aarhus beigesteuert, die »Artist in Residence« bei der Altonale im letzten Jahr war.
www.altonale.de/altona-magazin