News

1. Hamburger Leseclubfestival

6 Autorinnen und Autoren mit 6 neuen Büchern und je maximal 20 Gästen an 6 Orten, das sind die Eckdaten des neuen Hamburger Leseclubfestivals, das am Samstag, dem 6. April zum ersten Mal stattfinden wird. Auf dem Programm steht keine klassische Lesung, sondern ein Gespräch übers Buch, ein Blick hinter die Kulissen, auf Augenhöhe mit den Autor*innen und in lockerer Atmosphäre. Zum Festivalabschluss treffen sich alle Teilnehmenden in der Cantina fux & ganz in der ehemaligen Viktoria-Kaserne in Altona. Und so funktioniert das Leseclubfestival: Aus den sechs aktuellen Büchern auf der Website des Festivals wählt man einen Favoriten, kauft das entsprechende Ticket und erhält dann kostenlos das Buch zugeschickt. Danach hat man bis zum Festival Zeit, um das Buch zu lesen. Der Ticketverkauf endet am 23. März 2019. Zur Wahl stehen Isabelle Lehn mit »Frühlingserwachen«, Stephan Orth mit »Couchsurfing in China«, Jochen Schmidt mit »Ein Auftrag für Otto Kwant«, Marie-Alice Schmidt mit »Mikadowälder« und Feridun Zaimoglu mit »Die Geschichte der Frau«.
leseclubfestival.de

»Flandziu« zum Thema »Lesen«

»Flandziu« zum Thema »Lesen«
In einer großartigen Doppelausgabe fächern »Flandziu«, die von Jürgen Klein herausgegebenen Hamburger »Halbjahresblätter für Literatur der Moderne«, aus verschiedensten Perspektiven und im Fokus einer ganzen Reihe großer Autorinnen und Autoren die zentralen Aspekte des Lesens auf. Die immer noch wichtigste Kulturtechnik ist im vergangenen Jahr durch beunruhigende Nachrichten in die Schlagzeilen geraten: Von 2012 bis 2016 hat der Buchhandel in Deutschland über 6 Millionen Buchverkäufer verloren, meldete der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, und die Kinderbuchautorin Kirsten Boie initiierte eine »Hamburger Erklärung«, die nun auch in »Flandziu« dokumentiert wird. Sie fordert, das Lesenlernen und Lesen stärker in den Fokus der Bildungspolitik zu rücken, nachdem knapp ein Fünftel der Zehnjährigen in Deutschland nicht so lesen kann, dass dabei der Text auch verstanden wird. Doch das ist nur der aktuelle Nachklapp zu »Flandziu«, das zentrale Texte über das Lesen von u.a. Jean-Paul Sartre, Alberto Manguel und Wolfgang Koeppen vorstellt und durch eine von Michael Augustin zusammengestellte Sammlung mit Gedichten und Prosaminiaturen aus der deutschen Gegenwartsliteratur über das »Lesen und gelesen« flankiert. »Flandziu« ist im Hamburger Shoebox House Verlag erschienen und im Buchhandel oder direkt beim Verlag erhältlich.
shoeboxhouse-verlag.de

»Hamburger Gast 2019«

Mit einem Prosatext zum Thema »Aus dem Nichts« können sich Autorinnen und Autoren um das zum vierten Mal ausgeschriebene Stadtschreiber-Stipendium »Hamburger Gast« bewerben. Das Aufenthaltsstipendium von August bis November 2019 ist mit monatlich 1500 Euro dotiert. Einsendeschluss ist der 1. April.
Die vollständige Ausschreibung und den Teilnahmebogen gibt es hier: hamburger-gast.de

N.C. Kaser-Lyrikpreis für Eckhard Rhode

Eckhard Rhode wird am 22. Februar in Lana mit dem N.C. Kaser-Lyrikpreis ausgezeichnet. Der 1959 in Oldenburg geborene Dichter und Schauspieler, der in Hamburg auf der Fleetinsel seit vielen Jahren das Restaurant »Marinehof« betreibt, hat mehrere Gedichtbände, aber auch Aufsätze zur Literatur veröffentlicht, u.a. »akt« (2014) und »bruchstellen« (2010). Als Schauspieler wirkte Rhode zuletzt in Harald Bergmanns Film »Brinkmanns Zorn« mit, der 2009 mit dem Adolph Grimme Preis ausgezeichnet wurde. Im Rahmen der Preisverleihung wird Eckhard Rhode in Lana seine Lyrik vorstellen und nicht zuletzt eine Annäherung an den Südtiroler Dichter Norbert Conrad Kaser unternehmen. Die Laudatio spricht der Hamburger Dichter Farhad Showghi.
www.literaturlana.com

»Out of office«

In 11 Stationen thematisiert eine Ausstellung im Museum der Arbeit noch bis zum 19. Mai die fundamentalen Umbrüche durch Künstliche Intelligenz und Roboter in der Arbeitswelt der Gegenwart und Zukunft. Die Ausstellung will die Dimension der Veränderung aufzeigen und Orientierung in der Diskussion geben. Am 11. Februar veranstaltet das Bucerius Lab der ZEIT-Stiftung ab 19.00 Uhr einen Themenabend zu der Ausstellung im Seminarraum des Museums der Arbeit. Dr. Lars Schmeink von der HafenCity Universität spricht zum Thema »Was wir von der Science Fiction über die Zukunft lernen können«. Eintritt: € 5,–
shmh.de

Die neuen Ausgaben von »tau« und »Nox«

Zu einer vielseitigen Entdeckungsreise in die Gegenwartsliteratur laden die beiden neuen Ausgaben der Hamburger Literaturzeitschriften »tau«, herausgegeben von Jonis Hartmann, Nathalie Keigel, Sascha Preiß und Marie-Alice Schultz, und »Nox«, herausgegeben von Dominik Ritter. Gemeinsam haben die Zeitschriften, neben den Titeln aus je drei Buchstaben, ihre hochambitionierte Gestaltung: Für »Nox« hat Jannik Schießwohl die Beiträge von u.a. Sascha Preiß, Juliette Aubert, Ayna Steigerwald und Lubi Barre mit einem spannenden Schriftenmix und einem kühnen Layout in Form gebracht, das den Textraum für Prosa und Gedichte fein austariert; »tau« ist von Steffen Budke gestaltet worden, prachtvoll mit verschiedenen Papieren ausgestattet und vierfarbig gedruckt. Begleitender Künstler der Ausgabe zum Thema »Wertekind« ist Lars Rosenbohm, der mit einem Interview, Fotos einer Installation und mit seinen »Portraits des Inneren« vorgestellt wird. Textbeiträge gibt es von u.a. Oskar Sodux, Lydia Daher, Anik Lazar, Dagmara Kraus, Myriam Khouri und Babet Mader. Eine schöne Idee bildet die Klammer für den Textblock: Zum Auftakt der Ausgabe stellt Hannes Bajohr unter dem Titel »Lernprozesse« per »Machine Learning« generierte »neue Sprichwörter« und neue »Jungen- und Mädchennamen« vor, das Finale bildet ein Beitrag von Gregor Weichbrodt mit ebenfalls automatisch generierten Varianten des Satzes »Der Islam gehört nicht zu Deutschland«. Ersetzt wird dabei immer das Wort »Islam« und heraus kommt dabei zum Beispiel: »Der Großteil gehört zu Deutschland«, »Die Bierstube gehört nicht zu Deutschland«, »Der Senf gehört zu Deutschland«, »Die Abwechslung gehört nicht zu Deutschland«, »Das Schmuddelwetter gehört zu Deutschland«.
nox-literatur.de
tau-texte.de

Mara-Cassens-Preis - Literaturhaus prämiert das beste Romandebüt 2018

Anja Kampmann
Anja Kampmann, Foto: Juliane Henrich
Sie ist eine der vielseitigsten jungen Autorinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Vor zwei Jahren ist mit dem Gedichtband »Proben von Stein und Licht« (Hanser Verlag) ihr hochgelobtes Debüt erschienen, im letzten Frühjahr hat Anja Kampmann mit »Wie hoch die Wasser steigen« (Hanser Verlag) dann ihr Romandebüt vorgelegt, für das ihr nun der Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg zugesprochen wurde. Der Preis, der von einer Leserjury vergeben wird, ist mit 15.000 Euro der höchstdotierte Preis für einen deutschsprachigen Debütroman.

Anja Kampmann erzählt in »Wie hoch die Wasser steigen« in einer hochpoetischen Sprache vom Leben und den Erlebnissen der beiden Ölbohrarbeiter Waclaw und Mátyás in einer Arbeitswelt, für die es keine Entsprechung gibt. Und von dem Versuch Waclaws, ihr zu entrinnen, um sich ein neues Leben aufzubauen, irgendwo, wohin niemand ihm folgt.
»Was dieses Buch so herausragen lässt«, heißt in der Begründung der Jury, »ist seine kraftvolle Sprache, die die Leserinnen und Leser fest in ihren Bann nimmt.«

Die feierliche Verleihung des Mara-Cassens-Preises findet am Dienstag, dem 15. Januar 2019, im Literaturhaus Hamburg statt. Die Preisträgerin und Holger Cassens als Vertreter der Mara und Holger Cassens Stiftung sind anwesend. Die Laudatio hält Katrin Schumacher (MDR). Die Staatsrätin der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg Jana Schiedek spricht ein Grußwort.

Literaturhaus, Schwanenwik 38, 19.30 Uhr, Eintritt: die öffentliche Verleihung ist bereits ausgebucht

Das Literaturhaus Hamburg sucht Praktikant*innen

Ab dem 1. Dezember hat das Literaturhaus Hamburg eine Stelle für ein Praktikum im Veranstaltungsmanagement frei, es gibt zudem mehrere Termine im nächsten Jahr. Ein weiteres Praktikum für Öffentlichkeitsarbeit wird in Teilzeit ebenfalls ab Dezember vergeben.
Hier die Ausschreibungen:
Vorausgesetzt wird u.a. ein „fortgeschrittenes Hochschulstudium“.
Ausschreibung Praktikum Veranstaltungsmanagement (pdf)
Ausschreibung Praktikum Öffentlichkeitsarbeit (pdf)

Buchpreis »HamburgLesen 2018« für Michael Batz

Der Hamburger Autor, Theatermacher und Lichtkünstler Michael Batz ist für sein Buch »Speicherstadt Story – Geschichten von Menschen und Handel« mit dem Buchpreis »HamburgLesen 2018« ausgezeichnet worden. Vergeben wird der Preis von der Staats- und Universitätsbibliothek für ein Buch, das sich »in herausragender Weise mit dem Thema Hamburg befasst«, er ist mit 5.000 € dotiert und steht unter der Schirmherrschaft von Katharina Fegebank, der Zweiten Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg und Senatorin für Wissenschaft und Forschung und Gleichstellung.

Michael Batz taucht mit seinem neuen Buch »Speicherstadt Story« tief in das Leben der Menschen ein, die zwischen Kehrwiederspitze, Sandtorkai und Poggenmühlenbrücke gearbeitet haben. Anhand zahlreicher Dokumente und durch langjährige Recherchen in Archiven sowie Interviews mit früheren Quartiersleuten, Kaffee- und Teehändlern und Mitarbeitern der HHLA hat er den Alltag in der Speicherstadt rekonstruiert und nimmt den Leser mit auf einen Rundgang durch ein ganzes Jahrhundert. »Das bestechende an dem Buch ist«, heißt es in der Begründung der Jury, »dass Michael Batz berührende Geschichten von Menschen und Handel aus verlässlichen Originaldokumenten entstehen lässt. Er lässt den Leser auf 288 Seiten mit Originalfotografien, Plänen, Zeichnungen und Ephemera bis in die Gegenwart der heutigen Hafen City reisen. Die 28 Kapitel verführen den Leser allein schon mit ihren Überschriften, wie `In bester Gesellschaft´, `Tod eines Waffenhändlers´ oder `Rotkäppchen´. Auch die Vorher-Nachher Bilder vertiefen das Gesamtbild der Entwicklungen und das Verständnis für Hamburgs gigantisches Stadtentwicklungsprojekt seit dem großen Brand von 1842.«
Der Jury gehörten an: Prof. Dr. Hans-Jörg Czech, Hamburg Museum, Ulrich Greiner, Freie Akademie der Künste, Prof. Dr. Rainer Moritz, Literaturhaus Hamburg, Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, Dr. Alexander Extra, Initiator des Preises, und Prof. Dr. Gabriele Beger, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.

Richard Ford erhält den Siegfried Lenz Preis 2018

Die Siegfried Lenz Stiftung hat den Preisträger des Siegfried Lenz Preises 2018 bekanntgegeben: Der mit 50.000 Euro dotierte Preis geht an den US-amerikanischen Schriftsteller Richard Ford. Der Siegfried Lenz Preis wird seit 2014 im zweijährigen Rhythmus von der Siegfried Lenz Stiftung vergeben. Die vorausgegangenen Preisträger waren Amos Oz (2014) und Julian Barnes (2016). Die feierliche Preisübergabe findet am 28. September 2018 im Hamburger Rathaus statt. Der Preis wird vom Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg und der Siegfried Lenz Stiftung überreicht. -Am Vorabend der Preisverleihung, am Donnerstag, den 27. September 2018 ist Richard Ford zu Gast im Thalia Theater.
siegfriedlenz-stiftung.org