Die 12. Ausgabe des Hamburger Literaturjahrbuchs "Ziegel"
"Schauen Sie mal, das sind Cirruswolken, verstehen Sie, Cirruswolken. Wissen Sie denn, was das bedeutet? Das wird schön heute, kein Regen, schön, kein Regen, da kann man sich doch freuen!"
Tanja Kibermanis, "Harry und der Wolkenmann"
Wie erzählt man in E-Mails einen spannenden Krimi? Was verrät uns ein Geschäftsbericht, der als Gedicht verfasst ist? Wie erzählt man vom kollektiven »Sichwasvormachen«, und was hat es auf sich mit dem einen Augenblick, dem perfekten Bild oder dem Mann, der im Internet auf eine »Zinn-Kaffeekanne« bietet, obwohl er nicht einmal mehr Geld für sein Frühstück hat?
Unter dem Motto »Wie was so ist« hat das Literaturjahrbuch »Hamburger Ziegel« für seine 12. Ausgabe die sich verändernden Verhältnisse in unserer Zeit ins Zentrum gerückt – ob in der kleinen Heimat St. Pauli, in südlichen Ländern oder bei der Erkundung des Nord-Süd-Gefälles. 50 Autoren, Fotografen und Bildende Künstler laden in Kurzgeschichten, Romanauszügen, Gedichten, Essays und Illustrationen zu einer so unterhaltenden wie tiefsinnigen Entdeckungsreise ein. Und natürlich gibt es dabei auch witzige Divertimenti, etwa wenn die Literatur, wie einst in Recklinghausen, einfach baden geht.

