Heute, 14.08.2026
Literaturfestival
»Beyond Borders: Love & Literature«
»Revolution und Progressive Phantastik«, KapitelDrei, 17.30 Uhr
Welches Potenzial bieten phantastische Texte in zunehmend autoritären Zeiten? Nora Bendzko, James Sullivan, Mithu Sanyal und Freya Petersen sprechen darüber, wie politisch das Schreiben sein darf oder muss, wer die eigentlichen Monster ihrer Texte sind und was es überhaupt bedeutet, „progressiv“ zu schreiben. Moderation: Fabienne Mahwane.
»Widerständige (Bild- und Online-)sprachen gegen die neue Rechte und patriarchale Strukturen«, KapitelDrei, 19.30 Uhr
An (Sprach-)Bildern gegen Faschisierung, Sexismus und reaktionäre Mobilisierung malen, diskutieren, zeichnen und lesen Olschi, Bianca Nawrath, Mia Oberländer und Marcus Thielemann – moderiert von Mine Pleasure Bouvar. Moderation: Mine Pleasure Bouvar.
»Poetry, Queer Drabbles & parallelgesellschaft – über Fell, kurze Formen & kollektive Literatur-Praxis«, KapitelDrei, 21.15 Uhr
Wie entsteht Literatur heute – und wie findet sie ihr Publikum? Im Gespräch stellen Lena Richter, Ayna Steigerwald, Jonis Hartmann und Ralph Tharayil unterschiedliche literarische Formate und Arbeitsweisen vor: von Lyrik als Vermittlungspraxis bei i’m growing fur, über die Kraft von Kurztexten und queeren Publikationsräumen im Magazin Queer*Welten bis hin zu kollektiver literarischer Praxis des Künstler:innenkollektivs parallelgesellschaft.?Moderation: Jonis Hartmann und Ayna Steigerwald.
Das vollständige Programm von »Beyond Borders«, das Workshop- und Beratungsprogramm, das nach dem Festival angeboten wird, und Tickets gibt es hier: https://loveandliterature.de/
»Beyond Borders« im Büchercafé Kapitel Drei, Hospitalstraße 69, ab 17.30 Uhr, 19.30 Uhr und 21.15 Uhr
Internationales Sommerfestival
»To give the Voice to the Voiceless«
Julija Nawalnaja, Witwe von Alexej Nawalny, spricht über Russland heute und ihren fortlaufenden Kampf um Menschenrechte. Moderation Sascha Suhrke, ZEIT Stiftung Bucerius.Jedes Jahr organisiert die ZEIT Stiftung Bucerius mit der Bucerius Summer School ein zehntägiges Fokus- und Vernetzungsprogramm, bei dem ca. 50 angehende Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft, Medien und NGOs auf renommierte Expertinnen treffen. Fester Bestandteil des Programms ist ein Vorstellungsbesuch beim Sommerfestival und die Einladung eines Speakers für eine öffentliche Veranstaltung. Mit Julija Nawalnaja ist diesmal eine der bekanntesten russischen Menschenrechtsaktivistinnen zu Gast.
Internationales Sommerfestival auf Kampnagel, Jarrestr. 20, 18.00 Uhr, € 6,–
Internationales Sommerfestival
»Sind Penisse real?«
Der Berliner Autor Evan Hugo Tepest stellt seinen Essayband vor, in dem er sich einem ebenso aufgeladenen wie widersprüchlichen Thema widmet: dem Penis.Mit 30 hat Evan Hugo Tepest seine Transition und die Suche nach einer neuen Männlichkeit begonnen — und führte dafür Gespräche mit Menschen mit und ohne Penis. In »Sind Penisse real?« trifft auf poetische Weise sexuelles Begehren auf die Enge geltender Normen, Literatur und Theorie auf Glauben, fühlendes Subjekt aufs Patriarchat und jahrhundertealte Geschlechterkonzepte auf radikale Offenheit.
Im Anschluss ist auf der Waldbühne das Chorprojekt Munaimanta zu Gast, das Frauen aus verschiedenen Regionen Lateinamerikas zusammenbringt. Sie verbinden traditionelle und zeitgenössische Einflüsse zu rituellen Performances zwischen Chorgesang, Improvisation und Klangkunst. Im Zentrum stehen Themen wie Migration, Weiblichkeit und kollektive Intimität. Dabei schaffen sie partizipative Räume, die antikoloniale Perspektiven und gemeinschaftliche Erfahrung betonen.
Internationales Sommerfestival auf Kampnagel, Waldbühne, Jarrestr. 20, 18.30 Uhr, Eintritt frei
Buchdruckwerkstatt
»Satz und Druck«
In der Buchdruckwerkstatt des Museums der Arbeit lüften Mitarbeiter des Museums oder ehemalige Setzer und Drucker die Geheimnisse der »Schwarzen Kunst«.Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, 14.00 bis 15.00 Uhr, Museumseintritt, https://shmh.de
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