Heute, 06.10.2026
Lesung mit Konstantin Richter
»Dreihundert Männer. Aufstieg und Fall der Deutschland AG«
Konstantin Richter, Foto: Jürgen Bauer, Suhrkamp Verlag
Dreihundert deutsche Männer, schrieb Walther Rathenau zu Beginn des 20. Jahrhunderts, bestimmten die wirtschaftlichen Geschicke des Kontinents. Er meinte das Geflecht aus Bankiers, Industriekapitänen und Lobbyisten, das sich mit dem Aufstieg von Firmen wie der Allianz, Krupp oder Siemens herausgebildet hatte. Man kannte einander, man sprach miteinander und man sprach sich ab. Bis in die 1990er Jahre prägte die »Deutschland AG« die Politik und die Unternehmenskultur in der Bundesrepublik.
Der Autor Konstantin Richter hat die Geschichten der Macher und Magnaten zu einer temporeichen szenischen Erzählung montiert. Im Gespräch mit Marc Widmann stellt er sein mit dem Deutschen Sachbuchpreis 2026 ausgezeichnetes Buch vor.
Buchhandlung Christiansen in der Christianskirche Ottensen, Klopstockplatz, 19.30 Uhr, € 18,–
Lesung mit Manuel Scheidegger
»Die Zukunft der Intelligenz. Warum wir dümmer klüger wären«
Es ist eine ziemlich gewitzte philosophische Gegenposition zur Euphorie über Künstliche Intelligenz: Der Philosoph Manuel Scheidegger plädiert in seinem neuen Buch für eine Rehabilitation von Dummheit und Fehlbarkeit. Die Zukunft der Intelligenz sieht er eben nicht in ihrer Perfektion durch Maschinen. Er erklärt, warum echte Fehlerkultur wichtiger sein könnte als Optimierung, warum Unsicherheit eine menschliche Stärke ist und Nicht-Wissen uns weiterbringt – im Alltag, im Beruf und als demokratische Gesellschaft. Nicht-Wissen eröffnet seiner Ansicht nach Freiräume und setzt kreative, soziale und innovative Prozesse in Gang, die eine Maschine in dieser Form nicht leisten kann.
Deutsches Schauspielhaus, Kantine, Kirchenallee 39, 20.00 Uhr, € 10,–/5,–
Lesung mit Liza Nugent
»Die Wahrheit über Ruby Cooper«
Die irische Schriftstellerin Liza Nugent liest aus ihrem neuen Roman.Moderation und Lesung der deutschen Texte: Samuel Benke.
»Wäre meine Schwester nicht so schön gewesen, dann wäre all das nie passiert.« Ruby Cooper und ihre Schwester Erin führen ein idyllisches Leben in Boston, getragen vom starken Zusammenhalt ihrer Kirchengemeinde. Als Ruby sechzehn ist, wird sie in einen Vorfall verwickelt, der die geordnete Welt ihrer Familie einstürzen lässt. Ruby flieht in die Heimat ihrer Mutter. Doch über Jahrzehnte hinweg werden die Nachwirkungen eine Spur der Verwüstung hinterlassen - für Ruby in Dublin und für Erin in Boston. Ruby möchte eigentlich nicht an die Vergangenheit denken. Doch Geheimnisse lassen sich nicht für immer bewahren.
Harbour Front Literaturfestival in der Thalia Buchhandlung im Überseequartier, New-Orleans-Str. 6, 19.30 Uhr, € 25,–
Lesung mit Angelina Maccarone
»Wer nicht kotzen muss, wird Astronaut*in«
Angelina Maccarone liest aus ihrem neuen Roman. Moderation: Hengameh Yaghoobifarah.Literaturhaus, Schwanenwik 38, 19.30 Uhr, € 14,–/10,– /Streaming € 6,–
Lesung mit Timo Blunck
»Neon Baby«
Buchpremiere mit dem Musiker und Autor Timo Blunck der seinen neuen Kriminalroman vorstellen wird – und vielleicht auch seine Gitarre mitbringt.Ein Club der Superreichen. Ein Jagdrevier. Kein Entkommen. Und niemand wird verschont. Ein tödlicher Countdown und eine Welt, in der Menschen zur Beute werden.
Ex-Kommissar Tom Mangold bekommt eine bizarre tödliche Diagnose: 180 Tage bleiben ihm, um sein Leben zu retten. Doch die Zeit wird knapp: Als nach einem Deichbruch sechs tote junge Menschen gefunden werden, erwacht auch Toms alter Ermittlerinstinkt. Die Spur führt in die Welt der Superreichen, hinter deren schillernder Fassade verstörende Abgründe lauern, und Tom gerät in gefährliches Scheinwerferlicht.
In Neon Baby verknüpft Timo Blunck einen düsteren Kriminalfall mit scharfer Gesellschaftskritik. Hart, sarkastisch und intensiv erzählt er von Macht, Moral und einer Elite, die sich über jedes Gesetz erhebt.
Buchladen in der Osterstraße, Osterstr. 171, 20.00 Uhr, € 10,–
Lesereihe »Nah am Wasser Vol. 3«
»Die vielen Gesichter der Scham«
In der dritten Ausgabe der neuen Reihe »Nah am Wasser« spricht Sonja Brönning mit Bianca Nawrath über die vielen Gesichter der Scham – in Sexualität, Beziehungen und unserem gesellschaftlichen Miteinander. Ausgehend von ihren Büchern »Poppkultur. Wie wir aufhören, Sexfantasie zu sein, und anfangen, Sexfantasien zu haben« und »Schöne Scham« geht es um weibliches Begehren, gesellschaftliche Zuschreibungen, Verantwortung und die Frage, warum Wegschauen oft leichter ist als Hinsehen.Harbour Front Literaturfestival in der Rathauspassage, Rathausmarkt 3, 20.00 Uhr, € 19,95,
Musikalisch-literarischer Abend
»Elisabeth Hauptmann – im Schatten Brechts«
Musikalisch-literarischer Abend mit Katharina Thalbach, Gerhard Kämpfe und Johannes Roloff (Klavier).Harbour Front Literaturfestival im Thalia Theater, Alstertor 1, 20.00 Uhr, ab € 40,–
Lesung mit Klaus Brinkbäumer
»Der amerikanische Albtraum«
Klaus Brinkbäumer stellt sein aktuelles Buch über die USA vor.Buchhandlung Wassermann, Erikastraße 4, 19.30 Uhr, € 20,–
Lesung
»The Panthers – Off Limits«
Lesung mit Anabelle Stehl.Buchhandlung Wassermann, Elbchaussee 577, 19.00 Uhr, € 15,–/10,–
Lesung mit Linh Tran
»Aus dem Handgelenk – Warum ich Weltmeisterin im Tischkickern werden musste«
Linh Tran, Weltmeisterin im Tischkickern, stellt zusammen mit der Journalistin und Autorin Mara Pfeiffer ihre Autobiografie vor.Nochtspeicher, Bernhard-Nocht-Straße 69a, 19.30 Uhr, € 15,–
Vortrag
»Neue Erde, neuer Himmel«
Vortrag von Enrico Giannetto über »Die physikalische und kosmologische Revolution der Franziskaner im 13. und 14. Jahrhundert«. Vortrag in italienischer Sprache mit deutscher Simultanübersetzung.Istituto Italiano di Cultura di Hamburg, Hansastr. 6, 19.00 Uhr, Eintritt frei
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Rachel Kongs Roman »Real Americans«
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Kristof Magnussons neuer Roman »Reise ans Ende der Geschichte«
Der Dichter, der Spion und die Lehrerin

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Nefeli Kavouras und ihr Debütroman »Gelb, auch ein schöner Gedanke«
Die Jahre ohne Details

Nefeli Kavours, Foto: Stephan Obel
Farhad Shwoghis neuer Gedichtband
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Leïla Slimanis »Trag das Feuer weiter«
Auf der Suche nach der verlorenen Erinnerung

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