Heute, 04.03.2026
Ausgezeichnet!
Lesung der Hamburger Literaturpreisträger:innen
Die Preisträger:innen 2025, Foto: Thomas Panzau
Die begehrten Preise sind mit 8.000 Euro für Literatur und mit 4.000 Euro für Übersetzungen dotiert. Vergeben wurden 12 Preise in 8 Kategorien mit einer Gesamtsumme von 84.000 Euro. Viel entscheidender ist aber all der gute Stoff, der sich hinter diesen Zahlen verbirgt: Jegana Dschabbarowa, deren Debüt »Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt« (Zsolnay) als »Buch des Jahres« ausgezeichnet wurde, erzählt ihre eigene und die Geschichte der Frauen ihrer Familie ganz direkt und entlang ihres Körpers und verblüfft mit Eleganz und der Kraft ihres Erzählens. Die Journalistin und Autorin Eva Thöne wurde für »Weibliche Macht neu denken« (Hanser Berlin) mit dem »Sachbuchpreis der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS« ausgezeichnet. Das brillante Buch über eine Leerstelle im feministischen Diskurs beleuchtet die positiven Seiten und Potenziale von Macht und Erfolg und fragt, wie ein feministisches, gerechtes und solidarisches Handeln möglich werden kann.
Für Romanauszüge ausgezeichnet wurden Nicole Röndigs und Andreas Moster; mit einer Erzählung gewonnen hat Verena Carl; in der Kategorie »Lyrik, Drama Experimentelles« wurden die Autorinnengruppe »Mädchen vom Jupiter« und Till Raether ausgezeichnet; Juliane Pickel erhielt einen Preis für ein Jugendbuch und Noëlle Kröger für einen Comic. Mit Übersetzungen konnten sich Kirsten Gleinig, Corinna Popp und Nicolai von Schweder Schreiner durchsetzen.
Es ist ein höchst abwechslungsreicher Jahrgang mit Texten, die repräsentativ für das breite Spektrum des Literaturschaffens in Hamburg sind – und eine so unterhaltende wie glanzvollen Lesung erwarten lassen.
Zentralbibliothek, Hühnerposten 1, 19.00 Uhr, Eintritt frei, Anmeldungen an: kb-literatur@bkm.hamburg.de
Lesung mit Feridun Zaimoglu
»Sohn ohne Vater«
Feridun Zaimoglu, Foto: Melanie Grande
Der Erzähler, ein Schriftsteller aus Kiel, erhält früh morgens von seiner Mutter aus der Türkei einen Anruf, in dem sie ihm mitteilt, dass sein Vater gestorben ist. Weil er unter Flugangst leidet, bittet er zwei Freunde, ihn mit dem Wohnmobil mitzunehmen, schließlich muss er zu seiner Mutter – und sich am Grab seines Vaters von ihm verabschieden. Gemeinsam planen sie die Reise: über Linz, Szeged und Edirne bis nach Edremit und zurück. Über fünftausend Kilometer. Es ist der Beginn eines abenteuerlichen, fiebrigen Roadtrips quer durch Europa, der geprägt ist von den flirrenden Erinnerungen an den Vater und seine vielen Leben: an den Ehemann, an den Akkordarbeiter, an den Geschichtenerzähler oder den Siebzigjährigen, dessen gefärbte Koteletten eine ganze Feriensiedlung in Aufruhr versetzen konnten.
KRASS Festival auf Kampnagel, Jarrestr. 20, 19.00 Uhr, € 12,–
Lesung und Vortrag
»Was bleibt – Expeditionen zu Büchern und Musik«
Der Kultur- und Musikjournalist Holger Noltze spricht in seiner Reihe mit »Expeditionen zu Büchern und Musik« über Richard Wagners Novelle »Eine Pilgerfahrt zu Beethoven«. Es liest: Frank Arnold.Bucerius Kunst Forum, Alter Wall 12, 19.00 Uhr, € 10,–/8,–
Buchpräsentation
»Sagenhafte Nordgeschichten«
Der Journalist und Historiker Tillmann Bendikowski stellt seinen »Reiseführer in die geheimnisvolle Vergangenheit Norddeutschlands« vor.SuedLese in der Fischhalle Harburg, Kanalplatz 16, 19.00 Uhr, € 15,–
Poetry Slam
Albatros Slam
Poetry Slam im Albatros Café.Albatros Café, Wagnerstr. 5, 18.30 Uhr, € 12,–/10,–








